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26 Nov

Tempi passati

Können Sie sich noch an die wunderschöne schlanke Frau aus der Fa Werbung in den 70er Jahren erinnern? Mit blankem wogenden Busen und einem Micro Tanga (ich kann leider nichts über dessen Farbe berichten, wir hatten einen S/W Fernseher) fegte sie über einen tropischen Strand. Nein? Zu jung dazu ?

Ach ja, nur zur Information, es handelte sich um diese wilde schamlose Zeit in der man noch dünn sein durfte ohne diskriminiert zu werden. In der Schönheit und Hedonismus noch existieren durften. In der Ästhetik noch einen Platz hatte, im Film wie in Print. Sex wurde gelebt und gezeigt. Das Wort „Nipple-Gate“ war noch nicht mal erfunden.

Heute erfreuen uns in der Werbung sogenannte Typen. Sie sollen so wie du und ich aussehen. Ich frage mich warum. Die kommen mir Tag täglich unter. Warum sollte es mich animieren ein Produkt zu kaufen, das irgendein hässliches Schwartel präsentiert, das genauso aussieht wie sämtliche andere hässliche Schwarteln dir mir ständig über den Weg rennen. Das erschließt sich mir irgendwie nicht. Mir scheint, am Anfang des Millenium hat irgendjemand die Lizenz zur Unattraktivität vergeben. Es kommt mir ein wenig wie die Rechtschreibreform vor, nur weil es sehr viele immer falsch geschrieben haben, ist es jetzt plötzlich richtig. Im Vergleich dazu, weil es viel mehr „Schirche und Blade“ gibt, ist das jetzt das neue Schönheitsideal. Was soll der Unfug?

Licence to be Ugly!

Ich kam auf das Thema, als ich letzthin in einem Kurzfilm für ein Möbelhaus einen unterspickten Adoleszenten mit Schweinchengesicht (ja auch von einem Close-Up wurde man nicht verschont) über Sofas springen sah. Die Ausnahme bildet Käpt`n Iglo. Einst ein gemütlich dicker weißbärtiger Seebär, mutierte er zu einem durchtrainierten Teilnehmer der Americas Cup. In einem Spot taucht er gar markig im Eismeer herum, dabei weiß doch jeder, der einmal „Meuterei auf der Bounty“ gesehen hat, dass Seeleute nicht schwimmen können.

Es ist nicht allein die Optik und die Physiognomie, nein auch das Styling artet teilweise zu grotesken Formen aus. Was denken sich Werbefritzen, die einen fetten Schlitten (natürlich elektrisch, alles andere ist ja mittlerweile „political incorrect“) um 80.000 Euro an den Mann bringen wollen, wenn sie die Models aus der Altkleidersammlung stylen. Wollen die damit Nachhaltigkeit vermitteln – ich weiß es nicht, bin mir aber sicher, dass es schlaue Marketing-Füchslein gibt, die mir das alles erklären können.

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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