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19 Jan

No Glamour!

Am 15. Jänner wurde die Vienna Auto Show eröffnet. Man konnte große Veränderungen zu den Jahren davor feststellen. E-Mobility dominierte zurecht das Geschehen. Den Glam vergangener Shows suchte man vergebens.

Wie immer residierte in der Halle D der Volkswagen Konzern. Mittlerweile kann man hier vom Planet VW sprechen, der sich bis dato die Fläche noch mit der Marke KIA und FCA (Fiat Chrylser Group) teilen musste. Beide Unternehmen stellten dieses Jahr nicht mehr aus. Fazit: Man war des Anblicks eines schicken Stinger, des süßen Cinquecento oder des bösen kleinen Abarth beraubt. Somit fehlten auch die lässigen Jeeps.

Dem nicht genug, verzichtete die VW Gruppe auch darauf, ihre Supersportwagen und Nobelhobel einer breiten Masse vorzuführen. Wir sprechen hier von Lamborghini und Bugatti. Rolls Royce, sowie auch Bentley waren ebenfalls nicht mehr vertreten.  Gut – soll so sein, wir befinden uns im Zeitalter der E-Mobilität. Trotzdem denke ich, dass Messebesucher auch das Außergewöhnliche beäugen wollen.

Immerhin muss man Porsche einräumen, dass sie der Aufmerksamkeit halber, einen als Cola-Dose verkleideten 718 Cayman GT4 zeigten. Nachdem man den in gleißendem Scheinwerferlicht erstrahlenden Planet VW mit Skoda, Audi, Seat und Cupra abgegrast hat – wackelt man beherzt in die Halle C. Wobei zu erwähnen ist, dass der Skoda Vision iV durchaus in Design und Farbgebung überzeugte – allerdings handelte es sich bei dem Exponat um einen Prototyp.

Halle C – oder ein Ort niederschmetternder Tristesse. Toyota, Jaguar + Range Rover, Citroen, Maserati, Lada, Tesla, Nissan und Rolls Royce waren dieses Jahr nicht mehr vorzufinden. Wirklich geschmackvoll präsentierten sich DS Automobiles und Peugeot. Der silberne Peugeot Löwe in Lebensgröße zierte das Entrée und dirigierte den Blick zum Peugeot E-Legend – allerdings ebenfalls nur eine Studie.

Weiter gings zu Opel, gehört jetzt zur Peugeot Gruppe. Dahinter erstreckte sich die unendliche E-Mobilitätswüste. Hier fand man auf einer über 3000 m2 großen Fläche, völlig konzeptlos abgestellte E-Fahrzeuge diverser Firmen, auch solcher, die keinen Messestand betrieben.

Nach intensiver Suche, entdeckte man einen Tesla, der sich neben Lohner E-Bikes versteckte, zwischen einem E-Jag und einem Electric Mini – übrigens in wabenartiger Bienenstock Folierung, sollte aber Steckdosen darstellen – erspähte man einen elektrischen KIA und so weiter und sofort.

Gleich darauf befindet man sich bei Honda, auch sie bringen ein putziges kleines E-Mobil auf den Markt, sehr beeindruckt hat mich dabei das Konzept der Seitenaußenspielgel. Eine Kamera projiziert das Geschehen auf einen Monitor im Seitenbereich des Dashboard.

Gegenüber der Stand von Mini. Ein Fahrzeug für frustrierte 35+ Singlefrauen im mittleren Management – die Absatzzahlen lesen sich wahrscheinlich hervorragend – die Zielgruppe ist enorm groß. Mich erinnert die Silhouette des Mini auch immer an eine vollgestopfte Handtasche.

BMW wie immer unfassbar atemberaubendes Design und Mut bei der Farbgebung. Schwenk zu Denzel – Mitsubishi dealt in Sachen L 200 Pick-Up mit Red Bull – gelungen und passend. Renault verströmt französische Eleganz und Champagner. An Suzuki und dem Jimny vorbei geht es weiter zur Ford Motor Company.

Wie immer clever – findet Ford den Grat zwischen Spaß und Verantwortung. Spaß macht mit Sicherheit der Mustang, aber natürlich auch der Raptor. Interessant der Explorer, man kennt ihn aus den USA, jetzt erstmals in Europa als Hybrid.

Zum Abschluss Check-in bei Mercedes Benz. Auch hier keine Supersportwagen, dafür Mercedes EQ – die Elektro Abteilung des Konzern. Alles in allem war die VAS 2020 eine abgespeckte Version der vorangegangenen Jahre mit dem Fokus auf E-Mobilität, die jedoch konzeptlos präsentiert wurde.

Ich bin dagegen, dass man eine Innovation heilig spricht, die in den Babypatscherln steckt. Im Moment sorgt der Abbau von Kobalt und Lithium, beides benötigt man für die Produktion von Batterien, dass die Kinderarbeitslosigkeit sinkt.

Solange mir niemand detailliert erklären kann, was mit den kaputten Batterien passiert, halte ich den „Segen der E-Mobilität“ auch für ein Problem, dessen Lösung wir der nächsten Generation überlassen. Jedoch muss man der Autoindustrie zugute halten, dass sie Milliarden in die Forschung investiert, diese Hürden zu überwinden.

Was man von der Textilindustrie ja nicht behaupten kann – die killt nach wie vor Mensch und Umwelt ohne auch nur mit der Wimper zu zucken und beleidigt unsere Intelligenz mit irgendwelchem „Consciousness – Trash“.

„I think that if you don’t do the full analysis of what the origin of the electrical power is, where it comes from, how you get batteries into these cars, what the cost is in terms of CO2 and the environment, I think the analysis that we are going to save the planet with electric cars is nonsense.“   (Sergio Marchionne, CEO der FCA Group, 1952 – 2018)

Elvira Trevira

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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