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22 Jan

Motel Tout Vienne 5

Wien muss man sich verdienen, diese Stadt schenkt dir nichts. Der Weg ins Paradies führt durch sämtliche Bezirke. Das Gras ist in Wien auch nicht grüner, aber irgendwann hast du dir die Stadt geholt – so please take me home to Paradise City.

Fünftes Kapitel

Kurz vor 19h öffneten sich uns die Pforten zum „Felsenkeller“, einem edlen, wenn auch etwas kafkaesken Etablissement. Das Ambiente vermittelte eine Mischung aus Dschungelidylle und einer Interpretation der karnischen Alpen, die mittels Hartstyropor dargestellt wurden. Meine Mutter fand das Styling der weiblichen Gäste etwas sonderbar. Was daran gelegen haben muss, dass es sich um die Damen der Nacht handelte, deren Schicht bei Einbruch der Dunkelheit begann und darauf aufgebaut war, ihre käufliche Zuneigung an einsame Männerherzen zu bringen. Davor stärkten sie sich offensichtlich noch mit einer Selektion aus dem herzhaften Speise und Getränke Angebot des Felsenkeller.

Linde war schockiert, ob der Umgebung in der ich mich künftig aufhalten würde. Sofort belegte sie mich mit einer strikten Ausgangssperre. „Ja Mama…“. Vor ihrem inneren Auge sah sie mich bereits in einer knallroten Latex Corsage, Overknee Stiefeln aus schwarzem Lack und einer Hot Pants mit Schlitz an der neuralgischen Stelle mit meinen neuen Freundinnen, den Bordsteinschwalben, das Gebiet um den Neubaugürtel bearbeiten. So weit kam es dann doch nicht. Dem Tankred war das alles egal, er fand die deftig-wienerische Küche des „Felsenkeller“ ausgezeichnet und ließ die Nutten Nutten sein. Ich schloss mich ihm an. Nach diesem opulenten Mahl kehrten Tankred und Linde zum bahia-beigen Audi zurück – wahrscheinlich nach Floridsdorf – und ich begab mich in mein neues ockerfärbiges Heim.

Aufs Duschen verzichtete ich – das Duschklo wollte ich unter Verfügung meiner vollen geistigen und körperlichen Kräfte testen. Ich war doch ein wenig erschöpft ob der Aufregungen des Tages. So entschlummerte ich sanft auf meinem Matratzen Lager, natürlich öffnete ich zuvor das Fenster zum Hof. In den frühen Morgenstunden erwachte ich durch ein mir nicht vertrautes Geräusch. Ich erhob mich, drehte das Licht auf und begab mich zum geöffneten Fenster, dessen Fensterbank knapp unter meine Hüfte reichte. Es dämmerte mir, dass es vielleicht nicht so klug war, das Fenster geöffnet zu lassen, da es ein leichtes wäre einzusteigen und mich im Schlafe zu meucheln. Der Killer würde dies aus reiner Bosheit machen, verärgert darüber, dass es nichts von Wert zu holen gäbe.

Das sechste Kapitel folgt am 25. Jänner 2022!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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