Featured Posts

The winner is: Urban Decay!
Liebe LeserInnen, gleich zu Beginn: Ihr könnt gewinnen, und zwar Lippenstifte von Urban Decay – und wie es funktioniert findet ihr am Ende des Posts raus!
View Post
Fashion Trends A/W 16/17
View Post
Vienna Fashion Week – Favorites
Die Vienna Fashion Week hat wieder begonnen, und wir stellen euch hier ein paar unserer Favoriten vor. Seid ihr diese Woche auch bei einer der Shows beim Museumsquartier dabei?
View Post
To top
5 Jun

Motel Tout Vienne 49

Wien muss man sich verdienen, diese Stadt schenkt dir nichts. Der Weg ins Paradies führt durch sämtliche Bezirke. Das Gras ist in Wien auch nicht grüner, aber irgendwann hast du dir die Stadt geholt – so please take me home to Paradise City!

49. Kapitel

Glücklicherweise tauchte in diesem Moment Kerstin auf, schnaubend und prustend und mit einer gehörigen Portion Groll gegen die Wiener Verkehrsbetriebe. Eine Oberleitungsstörung hatte ihren Zeitplan durcheinander gebracht. Wir beschlossen ins „Kajewski“ weiter zu ziehen. Als wir dort eintrafen eroberten wir uns einen Platz an einem Lounge – Tisch – es war der einzig verfügbare und „stallierten die Leut“ aus. Eine unserer Lieblingstätigkeiten, der wir regelmäßig frönten und die häufig zu spastischen Lachkrämpfen führte.

Eine Gruppe Männer betrat das Lokal und wurde sofort von einem demütig emsigen Kellner in Empfang genommen, dessen Blicke nervös-suchend über die Sitzgelegenheiten scannten. Die Truppe im Schlepptau näherte er sich uns und fragte, ob sich die Herren zu uns setzen dürften. Wie immer dem sozialen Kampf verschrieben, erlaubten wir es, ohne genau darauf zu achten, wer sich da eigentlich bei uns niederließ. Es war Niki Nazionale und seine Entourage. „Wunderbar“. Flaschenweise wurden schwere Alkoholika bestellt und die Sauferei begann. Niki hatte Gefallen an Kerstin gefunden, nicht ahnend, dass sie Motorsport aus tiefstem Herzen verachtete. Als Teenager war sie bei den Demonstrationen gegen die „Startbahn West“ am Frankfurter Flughafen dabei gewesen, was ebenfalls auf eine gewisse Abneigung gegen motorisierte Fortbewegungsmittel in der Luft hindeutete. Er briet sie erbarmungslos an und die Mitglieder seiner Entourage füllten hemmungslos unsere Gläser. Ich distanzierte mich davon, hochprozentigen Alkohol zu mir zu nehmen. Die Stimmung flog so hoch wie ein Lauda-Airbus. Der Anbratversuch war ins Stocken geraten, wie die Kolben bei einem Motorschaden – und so stürzte auch die Stimmung abrupt ab – wie ein Lauda-Airbus. Niki sprang auf und verlangte einen Lokalwechsel.

Uns war das nur recht. Niki und sein Gefolge zogen ab. Danach passierte Folgendes: Der Kellner, der die Gruppe so vollmotiviert bei uns platziert hatte, eilte herbei. Wiederum scannte er hektisch die Umgebung ab, Stress Flecken bildeten sich auf seinem Gesicht. „Wo is da Lauda und seine Haberer? Wer zoit de Zech?“ Sein Blick blieb bei uns hängen. Mir schwante Fürchterliches. „Nein“, hörte ich Kerstin, ebenfalls etwas nervös, jedoch voll im Teutonenmodus statuieren. „Denken Sie nicht mal dran uns die Rechnung vom Lauda aufs Aug zu drücken“, fauchte sie – einem tasmanischen Teufel nicht unähnlich. Ob einer solch intensiven teutonischen Zurechtweisung stülpten sich des Kellners Schwanz und Hodensack wohl ins Körperinnere und er eilte mit einem piepsigen „nein, nein, eh nicht“ davon. Krise abgewendet – auf ins U4.

Das 50. Kapitel folgt am 8. Juni 2022!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

No Comments

Leave a reply