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9 Mai

Motel Tout Vienne 40

Wien muss man sich verdienen, diese Stadt schenkt dir nichts. Der Weg ins Paradies führt durch sämtliche Bezirke. Das Gras ist in Wien auch nicht grüner, aber irgendwann hast du dir die Stadt geholt – so please take me home to Paradise City!

40. Kapitel

Meine Laune trübte sich etwas, da ich in High Heels in der Affenhitze durch Alt Erlaa zappeln musste. EmBe war recht sportlich und immer flott unterwegs. So stolperte ich jammernd hinter ihm her. Endlich erschien am Horizont ein öffentlicher Fernsprecher. Glücklicherweise wusste EmBe die Telefonnummer seines Freundes auswendig – auf Grund seines Jobs war sein Hirn überaus zahlenaffin aufgestellt – und er rief ihn an. Der Typ beschrieb wie wir zu ihm gelangen würden, vergaß allerdings zu erwähnen, in welchem der drei Blöcke wir nach dem jeweiligen Eingang, der dementsprechenden Stiege, dem korrekten Stockwerk – es gibt 27 pro Block – uns einfinden sollten und zu guter Letzt, bei welcher Türnummer wir läuten müssten. Ich hatte den Eindruck mindestens schon acht Mal die einzelnen Gebäude umkreist zu haben, bis wir endlich das richtige ausfindig machten, nicht ohne wieder zur Telefonzelle zurück zu hatschen.

Mein Unmut verschärfte sich und ich begann den Freund und EmBe ein wenig zu hassen. Welcher Vollidiot lebt in so einem Silo, angelegt wie die Gärten der Semiramis mit intensiven Ansätzen der minotaurischen Labyrinthe. Warum kann der nicht in der Josefstädter Straße wohnen, der Volltrottel? Ach ja, weil es dort keine Swimmingpools auf den Dächern gibt – der eigentliche Grund unserer Anreise. Nach gefühlten vier Tagen trafen wir schwitzend und prustend in der Herberge des EmBe Freundes ein. Eigentlich rechnete ich mit einer atemberaubenden Aussicht musste mich allerdings mit dem Blick auf den gegenüberliegenden Block zufrieden geben. Mir war nach einer Abkühlung und ich regte an, wir könnten unsere Drinks nehmen und uns zu den Pools am Dach begeben, diese dort in der Sonne schlürfen und uns je nach Bedarf im Pool abkühlen. Daraus wurde leider nichts, da das Pool wohl von irgendwelchen bösartigen Algen befallen war, die fragwürdige Hautausschläge verursachten und daher zur Zeit ein Badeverbot bestünde.

Echt jetzt – ich traute meinen Ohren nicht – der einzige Grund, warum ich mich hierher locken hatte lassen, war offensichtlich der Algenplage zum Opfer gefallen. Auch EmBe war sehr enttäuscht, er hatte sich, so wie auch ich, viel „skin to skin“ im kühlen Nass erhofft. Gut – Plan B trat in Kraft. Besaufen wir uns doch. Gesagt getan. Zu später Stunde wollte ich EmBe überreden noch nach Hause zu fahren. Wir brachen auf und begannen das Auto zu suchen, ergebnislos. Wir hatten völlig vergessen auf welchem der 3200 Parkplätze wir es abgestellt hatten. Jedoch lief uns die Telefonzelle wieder über den Weg, so erschien es uns zumindest – wir waren sehr alkoholisiert. Mir fiel auf, dass sie etwas anders aussah, als die von der wir zuvor angerufen hatten, bei ihr handelte es sich um eine Aluminium Zelle. Diese hier war das Vorgängermodell und vollständig verglast.

Mich faszinierte die Idee darin Sex zu haben – ich konnte immer schon auf einen leichten Hang zum Exhibitionismus zurückgreifen. Auch EmBe hielt dieses Vorhaben für eine ausgezeichnete Idee. Gesagt – getan, ich verließ sie mit dem Abdruck des Telefonhörers am Arsch und ein paar weiteren Schrammen nach diesem Spontan-Fick. Wir befanden, dass keiner von uns beiden auch nur mehr annähernd in der Lage war ein Auto zu steuern – eine weise Einsicht – ganz abgesehen davon, dass wir es ohnehin nicht finden konnten. Aus diesem Grunde kehrten wir wieder in die Wohnung des Freundes zurück, wo wir dann mit dem Vorsatz, uns am nächsten Tag mit der Ortung des Wagens zu beschäftigen, auch übernachteten.

Das 41. Kapitel folgt am 12. Mai 2022!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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