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9 Apr

Langeweile

Die Langeweile macht sich breit. Schleichend. Es gibt auch nicht mehr soviel Arbeit – was abzusehen war. Die Freizeitbetätigungen sind spärlich und wiederholen sich. Man fühlt eine gewisse Trägheit – das Leben läuft in Slow-Motion.

Formel 1 Boliden aus Barilla-Pasta Schachteln und Klopapierrollen basteln – check. Home-Videos drehen und auf Facebook stellen – check. MNS Schutzmasken schneidern oder aufdollen – check. Mit der Wii-Konsole herumturnen – check. Pilates und Yoga im Wohnzimmer praktizieren – check. Kochen ohne Ende – check.

Jetzt in Woche vier des Lock-Down wird’s wirklich schon fad. Erschwerend ist folgende Tatsache: Das Wetter nicht total beschissen ist. Gespannt erwartet man die nächste Pressekonferenz der werten Bundesregierung. Ein kleiner Exkurs in die Wahrnehmung eines Normalbürgers:

Bundes-Basti warnt, wir dürfen nicht nachlassen und müssen weiterhin brav zu Hause bleiben. Das böse Corona Virus lauert überall. Der Innenminister – insgeheim nenne ich ihn den „Beißer“ (die Filmfigur, verkörpert von Richard Kiel erlangte Weltruhm als James Bond Bösewicht in „Der Spion der mich liebte“ und „Moonraker“) mahnt, artig zu bleiben und nicht zu clustern – speziell im Freien. Sonst kommt der Polizist und schimpft.

Die Krise in Grün wird von Vize-Kanzler Kogler verkörpert. Immer noch nicht vollkommen dem Öko-Look entwachsen (im Gegensatz zu seinem Parteikollegen Rudi, der jetzt perfekt sitzende Designer-Anzüge für sich entdeckt hat) wiederholt er in der nur ihm eigenen Art und Weise was Bundes-Basti zuvor schon breitgetreten hat.

Ja und dann gibt es noch den hochgeschätzten Bildungsminister Faßmann. Ihn würde ich mir eher in einem klerikalen Amt wünschen. Salbungsvoll tritt er vor die Kameras um uns mit demütig gefalteten Händen und tragender Stimme wieder einmal nicht darüber zu informieren wie es nun mit unseren Schülern, insbesondere den Maturanten weiter geht. Am Ende seiner Reden erwarte ich ein schier unvermeidliches Amen. Ich werde jedes Mal enttäuscht.

Abgesehen davon kann man den Entertainment-Wert dieser Pressekonferenzen durchaus nicht abstreiten. Sie entwickeln sich förmlich zum High-Light des Tages – Holla die Waldfee – da verblasst Netflix aber von so was. Aber auch hier lässt auf Grund der unaufhörlichen Wiederholungen die Spannung schon etwas nach. Das Gefühl, man befinde sich in einem niemals endenden Re-Run der „Golden Girls“ wirkt langsam beklemmend.

Ach ja – den Fips hab ich vergessen. Ich spreche von unserem Finanzminister. Könnt ihr euch noch an den Freund von Pezi beim Betthupferl erinnern? Ein nicht zuordenbares Viecherl, das am ehesten noch an ein Mäuschen erinnerte. Das ist er.

Nun – in seiner Haut möchte ich jetzt nicht stecken. Die drohende Milliardenverschuldung und Rezession hätte er sich beim Regierungsantritt wohl nicht in seinen kühnsten Träumen ausmalen können – damals hat er noch von einem Null-Defizit fantasiert. Ja – so kann`s kommen. Ihm wird den Rest der Legislaturperiode wohl kaum langweilig werden.

„It is well enough that people do not understand our banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning.“   (Henry Ford, amerik. Unternehmer, 1863 – 1947)

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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