Featured Posts

The winner is: Urban Decay!
Liebe LeserInnen, gleich zu Beginn: Ihr könnt gewinnen, und zwar Lippenstifte von Urban Decay – und wie es funktioniert findet ihr am Ende des Posts raus!
View Post
Fashion Trends A/W 16/17
View Post
Vienna Fashion Week – Favorites
Die Vienna Fashion Week hat wieder begonnen, und wir stellen euch hier ein paar unserer Favoriten vor. Seid ihr diese Woche auch bei einer der Shows beim Museumsquartier dabei?
View Post
To top
19 Mrz

#Konsum

Man möge meinen, nach der weihnachtlichen Konsumorgie hätte sich die Situation etwas beruhigt – Irrtum – das Völlern geht in jeder Hinsicht weiter. Fette Einkaufstaschen, einerseits mit den Logos großer Ketten, andererseits mit den noblen Prägungen der Premium Brands verziert, definieren weiterhin unser Straßenbild.

Geld ist anscheinend abgeschafft. Macht nix – dafür gibt es Kreditkarten. Was steckt denn da drinnen, in den Säcken, die aufgebläht wie Cholerabäuche aus den diversen Konsumtempeln gezerrt werden? Vornehmlich Modeartikel.

Selbst der uninformierte Ignorant sollte in der Zwischenzeit behirnt haben, dass die Textilindustrie für einen Großteil der human-ökologischen Katastrophen auf diesem Planeten verantwortlich ist.

Man blicke in Richtung Westen. Auf die nordamerikanischen Baumwollfelder – dort und überall anders wird unser durstiges, kapriziöses Baumwollpflänzchen mit Millionen Tonnen Pestiziden besprüht. Die davon an Krebs erkrankten Baumwollfarmer werden sodann mit Medikamenten desselben Konzerns, der die Schädlingsbekämpfungsmittel herstellt, behandelt.

Die Baumwollindustrie zeichnet auch für die Austrocknung des Aralsee (ursprünglich 4. größter See der Welt – Zuflüsse wurden gekappt um Baumwollfelder zu bewässern – sein Wasservolumen hat sich um 70% verringert) verantwortlich.

Große Konzerne verkaufen uns nun – da „Nachhaltigkeit“ marketingtechnisch gerade voll hip ist – „Concious Fashion“ und ähnlichen Unsinn. Der Preis allein – etwa ein Kleid um 9, 99 Euro – macht stutzig.

Wie die Textilindustrie mit Mensch und Umwelt verfährt ist der breiten Masse nicht richtig klar, vielen ist es einfach egal. CO2 ist momentan viel schicker, dabei verzichtet man persönlich auf nichts. Wie etwa auf ein neues T-Shirt, zu dessen Herstellung 2720 Liter Wasser benötigt werden – beinah der Jahresbedarf eines Menschen (3000 l).

„The first rule of sustainability is to align with natural forces, or at least not try to defy them.“   (Paul Hawken, amerik. Umweltschützer, *1946)

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

No Comments

Leave a reply