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8 Apr

Hotel Hautzenbichl 96

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

96. Kapitel

Und wieder einmal zogen die Sommerferien ins Land. Als Schüler teilt man das Jahr nach Ferienphasen ein. So hantelt man sich von September bis zu den Weihnachtsferien durch, von dort ist es nur ein Katzensprung zu den Semesterferien. Danach gilt es die Durststrecke zu den Osterferien zu überwinden, die sich variabel gestaltet, da es darauf ankommt, wie Ostern im jeweiligen Jahr fällt. Ein kleiner Hops bis Pfingsten und darauf folgt der Endspurt mit einem meist entspannten Juni zur Zeugnisverleihung. Vor einem liegen neun Wochen purer Entspannung, atemberaubender Abenteuer und häufig unendliche Langeweile. Dieser Zyklus wiederholt sich übrigens wieder über Jahrzehnte hinweg, wenn man schulpflichtige Bälger in die Welt gesetzt hat.

So machte ich mich nach besagter Zeugnisverleihung wieder nach Hautzenbichl auf. Die Ferien streckten sich in nicht enden wollender Tristesse vor mir hin. An einem Samstag Abend wollten die Eltern mit mir ins Werkshotel in Zeltweg essen gehen. Das war damals eine der schicksten Locations um zu speisen, nachdem Herr Red Bull es in sein Imperium eingegliedert hat, soll der Art Deco Bau noch spektakulärer sein. Nachdem ich die Region nach Tunlichkeit meide, kann ich dies jedoch nicht wirklich beurteilen.

Für dieses „Dinner in gepflegtem Rahmen“ wählte ich ein transparentes Mini-Tonnenröcken in grünem Schottenkaro aus Polyester-Organza mit einem dazu passenden Oberteil aus demselben Material. Die Taille betonte ich durch den schon bekannten Erdäpfelsack-Leder-Gürtel um einen Stilbruch zu provozieren. Im Fokus dieses Ensembles stand die Transparenz.

Zum „amuse gueule“ entgleisten Lindes Gesichtszüge zusehends, als „Anti Pasti“ folgte eine massive Form der Schnappatmung, den Digestiv gestaltete ein epochaler Wutausbruch, hervorgerufen durch meine Weigerung mir „was Vernünftiges“ anzuziehen. Gesagt sei, an diesem Abend dinierten wir nicht im Werkshotel. Die nächsten zehn Tage beglückten wir uns gegenseitig mit eisigem Schweigen und verächtlichen Blicken. Was meinen Bekleidungsstil betraf, blieb ich stets kompromisslos.

Das 97. Kapitel folgt am 11. April 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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