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12 Mrz

Hotel Hautzenbichl 87

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

87. Kapitel

Wir fuhren im roten französischen Sportwagerl in seine Wohnung. … und landeten sofort auf der Couch. Ich erzählte Artie von dem ominösen Anruf, der Reaktion meiner Eltern und er antwortete mit folgendem Satz: „Wir müssen reden…“ Ich dachte mir Scheiße, das klingt nicht vielversprechend. Es blieb mir wenig Zeit seine Aussage zu reflektieren, denn es läutete an der Tür. Ich muss hier erwähnen, dass ich immer noch mein hautenges Kleid anhatte – es war höchst kompliziert an- und auszuziehen. Ich war kein großer Fan des Einnähens von Zippverschlüssen.

Artie sprang wie von der Tarantel gestochen vom Sofa und eilte zur Wohnungstür – nicht ohne die Wohnzimmertür zuvor zu schließen. Das kam mir komisch vor. Ich hörte gedämpftes Stimmengewirr. Nach geraumer Zeit kehrte Artie zurück ins Wohnzimmer. Sorgenfalten plagten seinen angespannten Gesichtsausdruck und er teilte mir mit, er müsse kurz weg fahren. Ich solle doch in der Zwischenzeit auf ihn warten und fernsehen. Ich hatte nicht mal die Gelegenheit, zu fragen was los sei – mit den Worten er würde nach seiner Rückkehr alles erklären – verschwand er.

Ich war sauer und zog mir den Tatort rein. Nach dem die Leiche endlich gefunden wurde klingelte es wieder an der Wohnungstür. Begeistert über die rasche Rückkehr meines Liebhabers öffnete ich sie enthusiastisch. … und war fassungslos als eine ziemlich schwangere Frau vor mir stand. Sie ließ mir nicht mal Zeit, mich ob ihres Anliegens zu erkundigen, sondern betrat einfach die Wohnung – als wär sie dort zu Hause, was sie wahrscheinlich auch war.

Ich holte kurz Luft, da schrie sie mich bereits an, wer ich sei, was ich hier zu suchen hätte und ich sollte doch gefälligst die Finger vom künftigen Vater ihres Kindes lassen. Nachdem ich mich ein wenig gefasst und ihre Tirade über mich ergehen hatte lassen, schrie ich zurück wer sie eigentlich sei und dass sie sich vom Acker machen solle. Ich glaube meine abschließenden Worte waren: „… du fetter schwangerer Trampel“ – oder etwas in diesem Sinne.

Der fette schwangere Trampel konnte mit dieser Beschimpfung nicht wirklich gut umgehen. Sie stürmte in die Küche, ergriff ein mit Orangensaft befülltes Glas und knallte es an die blütenweiße Wand. Das störte meinen angeborenen Sinn für Ästhetik und Reinlichkeit gewaltig und weitere Beschimpfungen entschlüpften meinen von Arties Küssen immer noch geschwollenen Lippen. Das hätte ich mir besser sparen sollen. Der fette schwangere Trampel griff zum Messerblock, gut zugänglich auf der Arbeitsplatte positioniert, riss den größten Feitl raus und fuchtelte mir damit vor meinem jugendlich-makellosen Antlitz herum. Nun war mir auch klar woher die Idee mit der Säure gekommen war. Offensichtlich ein Komplott zwischen ihr und „Schwitzenase“.

Das 88. Kapitel folgt am 15. März 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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