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3 Mrz

Hotel Hautzenbichl 84

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

84. Kapitel

Mit Buchhaltung und Rechnungswesen erhöhte sich die Anzahl der „High-Risk“ Fächer, neben Werkstätte nun auf drei. Das Level in Mathematik simmerte so knapp am Minimum herum, dass selbst ich kaum Schwierigkeiten hatte den Stoff zu erfassen und immer noch von Hallunkos Drill aus dem BG & BRG Knittelfeld zehren konnte. Die Professorin, die uns in Mathe unterrichtete vermied komplizierte Aufgaben, da sie selbst ebenfalls nicht in der Lage war, diese zu lösen.

Sonst lief alles wie geschmiert. Ich wohnte alleine. Niemand nervte mich und nach dem Unterricht fuhr ich mit Goldie auf ihrer Vespa ins Witetschka. Donnerstag oder Freitag abends hingen wir im P3 herum. Wochenendaufenthalte in Knittelfeld schränkte ich nach Möglichkeit ein. Der Fun-Faktor in Wiener Neustadt erwies sich als wesentlich intensiver.

So begab es sich, kaum hatte die Schule wieder begonnen und ich war in mein in der Zwischenzeit geliebtes Wiener Neustadt zurückgekehrt, dass ich mir wieder mal an der Bus Station in der Ungargasse die Füße in den Bauch stand. Direkt an der Haltestelle stand ein französisches Vintage Sportwagerl – Cabrio in rot natürlich.

 

Der Bus fährt ein – hupt erbost – aus dem an der gegenüberliegenden Straßenseite liegenden Restaurant stürzt ein sehr dünner Typ – hüpft ins Auto und fährt los. Ich denke mir, dar hat so jung ausgesehen, hat der überhaupt schon den Führerschein? Eigentlich ist er ein schircher Hund, aber irgendwie hat der was.

Einige Tage später, erschöpft vom Werkunterricht gönnen sich Goldie und ich einen „After School“ Drink im Witetschka. Da kein Tisch frei ist, setzen wir uns zu einem Bekannten Goldies. Er meint, er erwarte noch einen Freund, aber der Tisch sei groß genug, da hätten wir alle Platz. Der Typ mit dem roten Cabrio betritt die Szene. Nennen wir ihn Artie: „Dich hab ich letzthin an der Bushaltestelle gesehen“, sind seine ersten Worte.

Dann stellen wir uns vor. Ich finde heraus, dass er schon 24 Jahre alt ist und eine Zeit lang in Wien gelebt hat, außerdem studiert er Wirtschaft und Arabisch. Gelebte Coolness sickert aus seinen Poren. Ich bin hingerissen. Wir verstehen uns blendend und verknallen uns auf der Stelle in einander. Ich find immer noch, dass er ein schircher Hund ist, aber wir fühlen uns magnetisch voneinander angezogen. Nachdem der letzte Bus schon lange abgefahren ist, bietet er mir an mich heim zu bringen. Yessss!

Das 85. Kapitel folgt am 6. März 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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