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1 Feb

Hotel Hautzenbichl 74

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

74. Kapitel

So verging dieses erste Schuljahr – ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr an alles so genau erinnern. Einerseits war es maßlos aufregend, andererseits auch „hart wie Kruppstahl“. Ich hatte noch viel zu lernen. Nicht nur für die Schule, sondern für mich persönlich, da es Unmengen an Widrigkeiten gab, dir mir das Leben vor den Latz knallte. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man sich nur durch Erfahrungen, Erlebnisse und Fehler, die anschließend reflektiert und wenn möglich korrigiert werden sollten, weiter entwickeln kann. Schon damals spürte ich eine Gier in mir, soviel an Leben zu konsumieren wie möglich, man weiß niemals wie lang es dauert. Daran halte ich auch heute noch fest.

Die ersten Jahre in dieser Stadt zähle ich zu den prägendsten meines Lebens. Ich wäre heute nicht die Person die ich bin, hätte ich das alles – und zwar vollkommen auf mich gestellt (ich lehnte elterliche Hilfe rigoros ab) – nicht bewältigt. Ich zwang mich meist selbst in die Knie um das von mir gewünschte Ergebnis zu erzielen. Solche Verhaltensweisen stählen das Rückgrat dauerhaft, machen dich jedoch erbarmungslos, zu dir selbst und zu anderen.

Freundschaften waren noch frisch, es mangelte an gegenseitigem Vertrauen. Wir befinden uns in den 80ern, da bedeutete „Coolness“ einfach alles, dadurch sah man sich teilweise gezwungen – aus völlig falschen Beweggründen heraus – außerhalb der eigenen Komfortzone zu agieren. Wiener Neustadt musste ich mir verdienen. Fünf Jahre später die Bundeshauptstadt übrigens noch einmal.

Mein Zeugnis war einigermaßen passabel, selbst in Werkstätte – nach weiteren Arbeitskitteln, – mänteln und was wir damals sonst noch so alles fabrizierten – ließ Pony ein „Befriedigend“ springen. Ich war angenehm überrascht, eigentlich hatte ich mit viel Schlimmerem gerechnet. Danach kamen die großen Ferien. Hier tat sich ein neuerliches Problem auf. Tatsächlich hatte ich ein ganzes Jahr in Knittelfeld verpasst. Soll heißen, an Erlebnissen, die meine Freunde miteinander teilten, nicht teilgenommen. So war ich einerseits in der neuen Stadt noch nicht richtig verwurzelt, aber auch nicht mehr ganz zugehörig im Umfeld in dem ich aufwuchs.

Das 75. Kapitel folgt am 4. Februar 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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