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12 Mai

Hotel Hautzenbichl 4

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

Viertes Kapitel

Meine Eltern Tankred und Linde trafen sich erstmals in Graz. Was ich komisch finde, denn Knittelfeld ist ein wahrlich überschaubares Kaff und sie wuchsen zehn Kilometer von einander entfernt auf. Gut – mein Vater verbrachte acht Jahre hinter den Mauern des Abteigymnasium Seckau bei den Benediktiner Mönchen. Da kommt man nicht so leicht raus. In seiner Klasse waren übrigens auch die Sprösslinge europäischer Top-Aristos. Habsburger, Liechtensteins und Konsorten. Teilweise „crazy as bugs“ – Zitat Tankred.

Ursprünglich besuchte er das Gymnasium in Knittelfeld, das bekam aber im Krieg einen Volltreffer ab und die Aufrechterhaltung des Unterrichts war nicht mehr möglich. Knittelfeld war übrigens nach Wiener Neustadt die am zweitstärksten zerstörte Stadt Österreichs. Die Alliierten nahmen an, dass Hitler auch dort unterirdisch Flugzeuge bauen ließ, was aber nicht der Fall war.

Sicherheitshalber wurde es durch flächendeckende Bombardements platt gemacht. Der anschließende hastige Wiederaufbau in den 50er und 60er Jahren ist zum großen Teil für die niederschmetternde Tristesse der Stadt verantwortlich. So gingen die Kinder fast ein Jahr nicht mehr zur Schule und mein Papa wurde nach Kriegsende ins nahegelegene Seckau verfrachtet.

WW II

1952 war Matura und die dazugehörige Reise führte die Klasse an die Côte d’Azur. Sie waren die gesamte Woche so betrunken, dass er sich an absolut nichts mehr erinnern konnte und bei einem neuerlichen Besuch im Jahre 2018 von der Schönheit der Gegend absolut überwältigt war. Ich glaube jedoch, dass es in den 50er Jahren dort wesentlich geiler war. Man denke an Brigitte Bardot im Blümchen Bikini am Strand vorm Ritz-Carlton in Nizza.

Das fünfte Kapitel folgt am 15. Mai 2020!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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