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8 Nov

Hotel Hautzenbichl 154

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

154. Kapitel

Vorerst traf ich mich mit Goldie im Witetschka, wo sonst. Selbst die mürrische Frau Schneider war uns an diesem Tag wohl gesonnen und ließ sich zu Glückwünschen hinreißen. Goldie war bereits von einer ganzen Schar Gratulanten umgeben und wir orderten eine Flasche Hochriegel. Das Zeug ist zwar bis heute nicht zum Saufen, aber natürlich verlangte der Anlass nach Schampus. Er fuhr auch gleich gewaltig ein, da wir den ganzen Tag natürlich keinen Bissen gegessen hatten. Essen erschien uns ohnehin immer überbewertet zu sein. In diesen goldenen Zeiten durfte man noch „indoor“ rauchen, was wir bis zur bitteren Neige durchzogen.

Zu späterer Stunde und schon geschmeidig illuminiert begaben wir uns ins 100 Meter entfernte P3. Dort trafen wir einige Mädels aus unserer Klasse, die sich entschlossen hatten in Wiener Neustadt zu bleiben und hier gemeinsam mit uns zu feiern. Sie mussten allerdings den letzten Zug in welches Kaff auch immer erreichen, was bedeutete, dass sie sich cinderella-like um Mitternacht verdünnisierten.

Sämtliche Wiener Neustädter Jungs fanden sich nach und nach auch in besagtem Etablissement ein, unter anderem der jüngste Bruder von Hemi. Nennen wir ihn Hemi 4. Wie alle seine Brüder, sah auch er recht gut aus. Hemi 4 im Anbrat-Modus, er hatte mich wohl schon gut gefunden, als ich noch mit seinem Bruder schlief. So blieb es wenigstens in der Familie. Er bezahlte auch alle meine Drinks. Damals war es noch üblich, dass die Jungs die Getränke der Mädchen bezahlten. Ich fand das hervorragend und hatte niemals nur den Ansatz eines schlechten Gewissens.

Oft frage ich mich was uns der Feminismus eigentlich gebracht hat. Gut wir dürfen wählen und studieren (was alles selbstverständlich sein sollte), aber eh erst seit 1918. Toll. Nebenbei müssen wir den ganzen Scheiß, den unsere Groß- und Urgroßmütter machten auch erledigen (putzen, kochen, waschen, Kinder kriegen und sich dann um Aufzucht und Hege der Brut kümmern) und zusätzlich dazu arbeiten gehen. Mit dem Nebeneffekt, dass Typen, die uns zum Essen einladen, wenn man Glück hat dann ist es das Vapiano und nicht Mc Donalds, uns ohne mit der Wimper zu zucken vorschlagen, die Rechnung doch zu teilen. Die sollen doch scheißen gehen.

In den frühen Morgenstunden wankten Hemi 4 und ich stockbesoffen aus dem P3 um uns in die scheiß-geile Wohnung in der Fußgängerzone zu begeben. Anscheinend hatte er die von seinem Bruder übernommen. Gehweg etwa 150 Meter. Dort vögelten wir auf das Wildeste herum. Anschließend kifften wir noch bis zum Umfallen. Ab da werden meine Erinnerungen nebulös. Zu Mittag des nächsten Tages erwachten wir mit einem Mörder-Hangover. Aus diesem Grund kann ich auch keine Beurteilung über seine horizontale Performance abgeben.

Das 155. Kapitel folgt am 11. November 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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