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14 Okt

Hotel Hautzenbichl 146

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

146. Kapitel

F dann war es soweit. Der Wonnemonat Mai brachte nicht nur mildere Temperaturen mit sich, sondern auch die gefürchtete Reifeprüfung. Vorerst in schriftlicher Form. Etwa zwei Wochen vor dem Ereignis, Schändi – mein Jausen-Provider – neigt sich zu mir und zischelt mir zu: „Hast du schon was für die Matura gelernt?“ Diese Frage konnte ich ruhigen Gewissens verneinen. Ich startete eine kurze Umfrage bei nahegelegenen Sitznachbarn, ob diese sich schon vorbereitet hätten. Selbst Miss Seebenstein und Miss Forchtenstein bestätigten nicht ganz untätig gewesen zu sein. Deutsch, Englisch und Geschichte der Mode schienen mir einfach zu bewältigen zu sein und Mathe war ein reines Hazard Spiel – live or die. Also nicht klar kalkulierbar.

Und daran hielt ich mich auch. Ich kann voller Überzeugung behaupten für die schriftliche Matura kaum etwas gelernt zu haben. Diese Vorgangsweise übernahmen Jahre später auch meine beiden Söhne, was mich ehrlich gestanden beinah in den Wahnsinn trieb. Den Auftakt bildete die Deutsch Matura. Trotz intensiver mentaler Recherche ist es mir nicht möglich gewesen, das vorgegebene Thema wieder abzurufen. Es muss mir gelegen sein, denn ich nutzte die vier Stunden um es in endlose Schachtelsätze – bis heute meine bevorzugte Erzählform – zu verpacken. Es soll Germanisten geben, die Schachtelsätze ablehnen. Darauf kann ich nur erwidern, dass sie wahrscheinlich unter einer zu kurzen Erinnerungsspanne leiden und bereits den Beginn vergessen haben, wenn sie am Ende eintreffen.

Es gibt übrigens auch Chefredakteure von Männer Magazinen, die man nicht unbedingt als ausgeprägte Vasallen meiner geliebten Schachtelsätzen bezeichnen könnte. Nichtsdestotrotz fuhr ich ein glattes „sehr gut“ auf meine Deutsch Matura ein. Ebenso trug sich das in Englisch zu. Miss Black, der Groll gegen Barbie und mich bezüglich unserer angeblichen nächtlichen Ausflüge am Schikurs in Goldegg hatte sich mit den Jahren gelegt und ihre Achtung mir gegenüber stieg zunehmend, da ich ihr doch an und ab mit dem einen oder anderen englischen Vokabel aushelfen konnte. Manchmal zahlt es sich aus von frühester Jugend an unentwegt englische Trash-Romane zu lesen. Auch in diesem Fach brillierte ich mit einem astreinen „sehr gut“.

Danach folgte der mögliche Stolperstein. Mathematik. Schon seit Hallunko ein von mir abgrundtief verachteter und mit intensiver Leidenschaft gehasster Gegenstand, dem ich äußerst feindlich gesinnt war. Er mir übrigens auch. Zahlen und ich konnten niemals wirklich auch nur eine oberflächliche Liebesbeziehung zu einander entwickeln, was sich zukünftig erbarmungslos in meinen Kontoständen ausdrücken sollte.

Das 147. Kapitel folgt am 17. Oktober 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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