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28 Jun

Hotel Hautzenbichl 123

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

123. Kapitel

Die Jungs legten wahren Enthusiasmus und Eifer an den Tag. Zu Beginn wurde Holz gehackt, um die einzige Heizmöglichkeit, nämlich den Ofen/Herd in der Küche anzuwerfen. Die Speckgürtel-Kids stellten sich dabei dramatisch ungeschickt an und ich fürchtete um deren sämtliche Gliedmaßen. Sie standen auch sehr eng beieinander. Irgendwann wurde es mir zu viel und ich schrie aus der geöffneten Tür hinaus, sie sollten doch Abstand halten. Meine Erfahrung im Bezug auf die Tätigkeit des Holzhackens war wahrscheinlich ausgeprägter als ihre. In Hautzenbichl wurde ununterbrochen Holz gehackt.

Vor meinem inneren Auge taten sich gespaltene Schädel und in einer etwas abgeschwächten Variante durch die Luft fliegende Finger auf. Die ich dann einsammeln und im Schnee kühlen musste, während wir in Mutters 50 PS Mitsubishi Colt ins Landeskrankenhaus Lilienfeld rasten. Natürlich konnten wir nur drei von fünf Fingern retten, da uns die zur Konservierung und Vermeidung von Gefrierfraß erforderlichen Gefrierbeutel, sowie die ebenso unabdingliche Frischhaltefolie fehlten… (Beides natürlich von toppits).

Nachdem endlich ein paar Scheite Holz gehackt waren, die Dunkelheit brach schon über uns herein, wollten die Naturburschen Feuer im Ofen machen. Dieses Vorhaben entpuppte sich als nur mäßig erfolgreich, da das Holz noch feucht war und statt Flammen nur Qualm produzierte. Ich litt und überlegte mir, dass ich jetzt eigentlich in einem scharfen Outfit im U4 herumhängen, geile Musik hören und gutaussehende Typen abchecken könnte. Die Realität hatte mir drei Vollidioten, die dieses Wochenende zu einer Art Survival-Training mutieren ließen, beschert.

Mir fiel ein, dass der Kiffer bei der Anreise eine Flasche Wodka erwähnt hatte, die er wohl aus Papis Hausbar entwendet hatte und begab mich auf die Suche danach. Habe ich erwähnt, dass im Wham-Haus kein Fließwasser installiert war? Um an Wasser zu kommen, musste man den Weg hinter das Gebäude antreten, wo sich ein Leier-Brunnen gleich neben dem Plumpsklo befand. Die Nähe der beiden Anlagen beunruhigte mich massiv. Insgeheim sah ich den Inhalt des Plumpsklos in den Brunnen sickern.

Natürlich spritzte das erste gepumpte Wasser auch total braun aus dem Hahn, was mich in meiner Annahme bestätigte. Weitere Überlegungen führten jedoch zu dem Schluss, dass der Wasserhahn innen rostig sein könnte, nachdem das Wasser zusehends klarer wurde. Ich pumpte einen ganzen Kübel voll, den ich zuvor mindestens 40 Mal ausgespült hatte, um darin die Wodka Gläser (die wohlgemerkt im Interieur beinhaltet waren) und das restliche spärlich vorhandene Geschirr zu waschen.

Der nächste Blog Post folgt am 1. Juli 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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