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13 Jun

Hotel Hautzenbichl 118

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

118. Kapitel

Christos Freundeskreis bestand aus einem Arsch voll „rich kids“. Deren Eltern waren entweder Anwälte, Ärzte oder Unternehmer, die Locations an denen wir uns herum trieben umfassten Atzgersdorf-Mauer, Perchtoldsdorf, Hietzing und Umgebung. Kurz gesagt waren allesamt Bewohner des Wiener Speckgürtels. Durchwegs bornierte Arschlöcher, die sich wunderten wieso sich Christos eine Irre wie mich, die einen nicht zu übersehenden Hang zum Underground an den Tag legte, eingetreten hatte. Ständig hingen wir in dieser Speckgürtel Gegend herum und den dort angesiedelten Lokalen. Eigentlich in einer bereits ländlichen Gegend. Das wollte ich nicht – ich wollte in die Stadt – ins Zentrum. Da hätte ich gleich in Wiener Neustadt oder gar Knittelfeld bleiben können.

Meine Ambitionen erstreckten sich in Richtung U4, Blue Box, Ring-Café oder Move. Stattdessen saß ich in Hietzinger Konditoreien herum und bedauerte mein Dasein – was war mit denen eigentlich los? Die Mädels trugen Blüschen, karierte Benetton Pullunder, Schottenröcke und College-Schuhe. Sie verachteten mich, erstens sprach ich kein Hochdeutsch und zweitens hätten sich einige aus dieser elitären Schar wohl gern den Christos reingezogen. Tja, das ging sich zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz aus. Meine krassen Looks wirkten in dieser Gesellschaft wie ein eitriges Geschwür.

Alle besuchten entweder Privat Schulen oder studierten im ersten Semester Wirtschaft. Die Langeweile ließ mich beinah komatös werden. Mit Christos verstand ich mich aber wirklich gut, mein Reiz für ihn lag wahrscheinlich in der Exotik meiner Kreativität und angeborenen Durchgeknalltheit. Wirklich aufregende Dinge unternahmen wir leider nie. Das hing sicherlich mit der anerzogenen Konservativität seinerseits und seines Umfelds zusammen.

Alles befand sich immer im „Rahmen“, keine Saufexzesse, keine Drogen (bis auf einen seiner Freunde der ein arger Kiffer war und mich manchmal von seinen Joints anziehen ließ) und natürlich auch kein Rock`n Roll. Die meisten rauchten nicht mal und hörten immer nur Ö3 Hitparade und Sonntag Nachmittag standen die „Großen Zehn“ mit Udo Huber in orangen Overalls am Programm. Echt jetzt?

Das 119. Kapitel folgt am 16. Juni 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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