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10 Jun

Hotel Hautzenbichl 117

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

117. Kapitel

Von nun an verbrachte ich meine Wochenenden hauptsächlich in Wien. Mutter im speziellen, aber auch Papi hatten sofort einen Narren an mir gefressen. Zusätzlich gab es noch den Arzt-Bruder und dessen Frau, die Chilenin war. Aus diesem Grund hatte die gesamte Familie eine ausgeprägte Affinität zu Südamerika entwickelt. Mit diesem Kontinent hatte ich mich bis dato noch nicht so beschäftigt. Schien aber interessant zu sein. Arzt-Bruder handelte auch mit Steinen, zusätzlich zur Tätigkeit als Turnus-Arzt im Krankenhaus, die er von diversen Südamerika-Besuchen mitgebracht hatte.

Außerdem begeisterten sich die beiden Brüder für eine Hunderasse namens „Dogo Argentino“. Unfassbar hässliche Köter die durchaus in die Kategorie Kampfhunde fallen. Dauernd sollte ich dieses Viech streicheln und ich fühlte mich irgendwie gezwungen es gut zu finden, was mich enorme Überwindung kostete. Abgesehen davon schlatzte das Tier alles in seiner Umgebung voll. Ich hasste ihn.

An den Wochenenden hingen wir in Christos Zimmer herum um zu vögeln, in Ermangelung einer eigenen Wohnung lebte er noch bei den Eltern. Irgendwann war es mir auch egal, dass seine Eltern unsere sexuellen Ausschweifungen auf Grund sehr dünner Wände mitbekamen. Linde hielt mich immer noch für eine Jungfrau – so wollte sie mich auch in die Ehe bugsieren, wie sie mir wieder einmal mitteilte. Diese Aussage ließ ich im Raum stehen.

Ich fand es insgeheim seltsam, dass ein 22 Jähriger noch bei Mami hauste, diese Lebenssituation hatte ich für mich persönlich nicht vorgesehen. Mein Plan sah folgendermaßen aus: Im kommenden Sommer nochmals in den Ferien jobben und den Führerschein machen, im Schuljahr danach maturieren und anschließend nach Wien übersiedeln um dort was auch immer zu tun. Bei Mami zu wohnen erweckte meine volle Verachtung. Das kommunizierte ich natürlich nicht – ich war schon froh, dass er permanent ihr Auto ausborgen durfte.

Das 118. Kapitel folgt am 13. Juni 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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