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7 Jun

Hotel Hautzenbichl 116

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

116. Kapitel

Am nächsten Morgen beim Frühstück informierte ich meine Eltern über die neue Eroberung und das ich nicht damit gerechnet hätte, jemanden aus Wien in der Dorfdiscothek kennen zu lernen. Sowie über das bevorstehende Date. Linde startete das Verhör und ich bedauerte bereits überhaupt etwas erwähnt zu haben. Die Unterhaltung nahm jedoch eine überraschende Wendung, als ich erzählte, er sei der Neffe der Besitzerin des Trachtengeschäfts. Es gab ohnehin nur das eine in der Stadt. Selbstverständlich waren die Eigentümer meinen Eltern bekannt. In diesen gottverdammten Käffern „kennt man sich“.

Plötzlich mischte sich mein Vater in das Gespräch ein – was mir ungewöhnlich erschien. Er legt teilweise autistische Züge an den Tag. Am Ende stellte sich heraus, dass Christos Mutter, die Schwester der Trachtengeschäft Besitzerin, wohl in Jugendjahren ihre Ferien des öfteren in Knittelfeld verbracht hatte und so meinen Vater kennen lernte.

Anscheinend entwickelte sie amouröse Gefühle für den Tankred und verknallte sich unsterblich in ihn. Diese Liebe blieb jedoch seinerseits unerwidert. So wurde es zumindest kolportiert. Beide blieben weiterhin lose miteinander befreundet. Die Gute ehelichte in späteren Jahren einen Arzt, den Vater von Christos und dessen älteren Bruder, ebenfalls Mediziner. Interessant. Diese Geschichte gestaltete sich zum Hauptthema unseres Dates. Wir verbrachten den Rest der Woche hauptsächlich in „Angies Pub“. Linde drängte darauf ihn kennen lernen zu wollen, was ich aber vorerst verhindern konnte. In ihrer Wahrnehmung war er mein erster Freund und die Aufregung war groß.

Nach der Abwicklung sämtlicher Osterrituale wie die in der Steiermark übliche Fleischweihe, dem Nesterl suchen und dem alljährlichen Osterfeuer bei uns im Garten – dazu tanzten wieder sämtliche Verwandten an und alles endete wie gewohnt in einem gepflegten Besäufnis – fuhr ich mit Christos in seinem Auto Richtung Wiener Neustadt. Er setzte mich bei der Wohnung der lustigen Witwe ab. Es gab natürlich einen nicht ganz jugendfreien Abschied.

Das 117. Kapitel folgt am 10. Juni 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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