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4 Jun

Hotel Hautzenbichl 115

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

115. Kapitel

So begab es sich, dass ich gelangweilt am Rande der Tanzfläche herum stand – sie war übrigens etwa 25 Zentimeter tiefer gelegt als der Rest des Lokals und unter Kante beleuchtet. Was zu prekären Situationen im illuminierten Zustand führte und als innenarchitektonisches Kuriosum zu verstehen war.

Vis a vis erspähte ich einen ziemlich gut aussehenden Typen. Von der bereits bekannten und allseits beliebten Sorte: Tall, dark and handsome. Nach geraumer Zeit „eye fucking“ überwindet er sich endlich, überquert die Tanzfläche und spricht mich mit folgenden Worten an: „Du bist aber nicht von hier, oder?“ Das brachte ihm 9 von 10 Punkten. Als ausschlaggebend entpuppte sich wohl mein von Madonna inspiriertes Outfit, das sich aus abgefetzter Jeansjacke, Neon-Top und Micro-Mini mit allerlei Ketten, sowie riesigen Ohrringen und diversen Tüllschleifen zusammen setzte. „Nicht mehr“, lautete meine Antwort.

Danach lud er mich auf einen Drink ein. Meine Recherche startete und ergab folgende Bilanz: Der Typ war bei seinen Verwandten, offensichtlich Tante und Onkel, die Down Town Knittelfeld ein Trachtengeschäft führten, um dort während der Ferien auf deren Kinder aufzupassen. Wie reizend.

Wohnhaft in Wien Mauer (diese Tatsache brachte ihm weitere 10 Punkte) und Student der Veterinärmedizin (dafür gab es Abzüge – ich war und bin kein besonderer Tierfreund, eine Haltung, die in diesem Land ein gewisses Maß an Wagemut erfordert). Führerscheinbesitzer (weitere 10 Punkte und ein ganz wesentlicher Punkt bei der Wahl der zukünftigen Liebhaber). Bei eingehender Betrachtung stellte ich fest, dass er wirklich sehr gut aussah.

Auch sein Bekleidungsstil fand Gnade vor meinem kritischen Auge. Jeans, Cowboy Stiefel, T-Shirt. Als wir viel später das Lokal verließen zog er eine mit Lammfell gefütterte Piloten Jacke über – a la Top Gun. Bei Sonnenschein, sollte ich später feststellen, krönte er diesen Look mit einer Ray Ban Aviator. Dies und seine Anmache hatten ihm bereits etliche Pluspunkte beschert. Ich weiß, oberflächlich – ist mir aber wurscht, denn auch Oberflächlichkeit gehört zelebriert. Wir unterhielten uns bis tief in die Nacht an der Bar, meine Freundinnen waren schon längst nach Hause gefahren, zuvor klärte ich noch ab, ob er mich mit seinem Auto heimbringen könne, wozu er sich natürlich gerne bereit erklärte. Nennen wir ihn Christo.

Im Auto knutschten und fummelten wir schon heftig rum, wir wissen, ich neigte nie zu besonderer Zurückhaltung. Für den darauffolgenden Nachmittag verabredeten wir uns in einem Lokal in Knittelfeld, nahe dem Hauptplatz. „Angies Pub“ konnte man als nicht völlig uncool bezeichnen. Man konnte auch ungeniert herum machen, ohne dass jemand gleich die Sittenpolizei informierte.

Das 116. Kapitel folgt am 7. Juni 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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