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20 Mai

Hotel Hautzenbichl 110

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

110. Kapitel

Beim Dinner um 8h entspann sich ein verbales Scharmützel zwischen Pickelprinz-Vater und mir. Es begann so: Er fragte mich, für wen ich mich am Pool so aufreizend geräkelt hätte. Offensichtlich war ihm meine angeborene elfenhafte Grazie entgangen. Ich konterte mit der Gegenfrage, für wen er wohl glaube dass ich mich geräkelt hätte, worauf er mir natürlich mit dem Reiseleiter kam. Das hatte ich erwartet.

Daraufhin erläuterte ich ihm, dass ich kein Interesse an Typen hätte, die zehn Jahre älter wären als ich und beschuldigte ihn offenbar mich eingehend abgecheckt zu haben, da er so umfassend über mein Verhalten am Pool informiert war. Anscheinend hatte er angenommen, ich würde ob seiner Behauptung bis zu den Haarwurzeln erröten und mich in peinlichem Gestammel verfangen. Meine Replik hatte ihn überrascht und daher meinte er, ich solle nicht so frech sein.

Alter – wer hatte dem ins Hirn gschissn? Ich hatte bis dato schon mehr als drei Jahre Wiener Neustadt hinter mir, ein unter erektilen Störungen leidender frustrierter Familien-Wallach konnte in meinen Augen wirklich scheißen gehen. Man muss Linde zu gute halten, dass sie bei meinem Vorwurf einhakte, er hätte mich abgecheckt und ihm auch noch eins vor den Latz knallte. Ende der kurzen Freundschaft zum dem Wiener Bildungsbürgertum.

Hopp – rauf auf das Schinakel und ab gings nach Assuan. Assuan Staudamm, der wirklich beeindruckend ist, Elephantine und Kitchener Island mit dem botanischen Garten (etwas ungepflegt, jedoch voller exotischer Riesenblüten) und Check-in im „Old Cataract Hotel“. Geiler alter Kasten. Wenn ich könnte würde ich im Hotel leben – von New York über Rio bis Tokio und überall dazwischen. Wieder Dinner um 8h, Pickelprinzen Familie setzte sich zu uns – ich hatte übereilig angenommen, wir seien die für immer los. Irrtum. Wenigsten legte sich das Familienoberhaupt nicht mehr mit mir an.

Am nächsten Tag hatten wir „frei“. Yippie. Etwas länger schlafen und dann am Pool dieses fantastischen Hotels, in dem neben Agatha Christie, Winston Churchill auch Präsident Mitterand und Aga Khan III. genächtigt haben, ein wenig chillen. Linde und ich klatschten uns auf Sonnenliegen, das notwendige Equipment für einen Tag an der Sonne, also Zeitschriften, diverse Cremen und ähnlich unentbehrliche Utensilien lagerten in einer Badetasche. Sogleich eilte ein beflissener Angestellter herbei und befragte uns nach den Getränkewünschen. Es hätte besser nicht sein können.

Das 111. Kapitel folgt am 23. Mai 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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