Featured Posts

The winner is: Urban Decay!
Liebe LeserInnen, gleich zu Beginn: Ihr könnt gewinnen, und zwar Lippenstifte von Urban Decay – und wie es funktioniert findet ihr am Ende des Posts raus!
View Post
Fashion Trends A/W 16/17
View Post
Vienna Fashion Week – Favorites
Die Vienna Fashion Week hat wieder begonnen, und wir stellen euch hier ein paar unserer Favoriten vor. Seid ihr diese Woche auch bei einer der Shows beim Museumsquartier dabei?
View Post
To top
2 Jun

Hotel Hautzenbichl 11

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

Elftes Kapitel

Als Kleinkind lernte ich meine erste Freundin kennen. Sie hieß Petra und wohnte in einem Haus, dessen Garten an den nördlichen Rand unseres Grundstückes grenzte. Wir lernten uns am Gartenzaun kennen. Bald durften wir unter Aufsicht miteinander spielen. Ich war überglücklich. Dieses Glück war leider von begrenzter Dauer, da die Familie wegzog.

Ich musste mich fortan mit meinem Opa (dem Schlosser – wir wohnten alle im gleichen Haus) amüsieren. Von meiner Großmutter, der Vicky, hab ich nur mehr ihre dicken Beine im Gedächtnis. Ich führe dies auf meine mangelnde Größe zurück. Anscheinend fiel ich durch eine gewisse Lästigkeit auf, daher steckte man mich in den katholischen Pfarrkindergarten Knittelfeld. Wohin sonst? Katholisch galt immer als zwingend in meiner Familie.

F..K KATHOLISCH

Geführt von eher bösartigen Klosterschwestern und zivilen Hilfskräften. „Winkerl stehen“ war eine beliebte Form der Bestrafung. In meiner Erinnerung hab ich meine Kindergartenzeit im „Winkerl“ verbracht, oder musste eine Strafpredigt von einer der Klosterschwestern über mich ergehen lassen. Man wurde immer gefragt: „Weißt du eigentlich, was du gemacht hast?“ Auf diese Frage hätte ich dem alten Drachen jedes Mal ein glattes „Nein“ entgegen schreien können. Ich mein echt jetzt, was für grauenhafte Verbrechen können Vierjährige schon begehen?

Es gab auch immer diese „Lieblingskinder“ – ich wusste nicht wie man dazu werden konnte – ich fand die zum Kotzen. An eines davon kann ich mich noch gut erinnern, sie hatte immer eine große türkise Masche in ihrem glänzend dunklen Haar (was mich vor Neid fast platzen ließ) und wurde ständig von den Klosterschwestern gelobt und geherzt. Echt abstoßend. Die kleine Schlampe wurde ich erst nach der vierten Klasse Gymnasium los.

Das zwölfte Kapitel folgt am 5. Juni 2020!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

No Comments

Leave a reply