Featured Posts

The winner is: Urban Decay!
Liebe LeserInnen, gleich zu Beginn: Ihr könnt gewinnen, und zwar Lippenstifte von Urban Decay – und wie es funktioniert findet ihr am Ende des Posts raus!
View Post
Fashion Trends A/W 16/17
View Post
Vienna Fashion Week – Favorites
Die Vienna Fashion Week hat wieder begonnen, und wir stellen euch hier ein paar unserer Favoriten vor. Seid ihr diese Woche auch bei einer der Shows beim Museumsquartier dabei?
View Post
To top
26 Apr

Hotel Hautzenbichl 102

Exotische, bizarre Geschichten passieren nicht nur auf „dark desert highways“ – so weit muss man gar nicht fahren, es reicht schon in Knittelfeld, einer Stadt die nicht mal Gott gefällt, aufzuwachsen.

102. Kapitel 

Irgendwann am Anfang dieses Schuljahres 1984 lief mir Hemmie über den Weg. Ich kannte ihn aus „Arties Dunstkreis“ und fand ihn wirklich attraktiv. Seine Eltern besaßen eine Textil-Fabrik außerhalb Wiener Neustadts und er sollte diese irgendwann mal weiter führen. Das stresste ihn recht. Er hatte noch zwei ältere und einen jüngeren Bruder. Speziell der zweitälteste Bruder sah fantastisch aus, aber eigentlich waren alle vier richtig hübsch.

Hemmie besaß eine scheiß-geile Wohnung in einem der Barockhäuser in der Fußgängerzone. Aufgewachsen waren die Brüder jedoch in einer Villa mit Pool in der Nähe der Fabrik. Sie nannten die fetteste Katze der Welt ihr Eigen. Sie wog 23 Kilo. Leider ersoff sie im Pool. Ihre kurzen Beinchen und die Fettleibigkeit hinderten sie daran sich aus dem Becken zu befreien, nachdem sie hinein geplumpst war.

Außerdem fuhr Hemmie Citroen in weiß und war somit mobil. Das bescherte mir wiederum belebende Ausflüge in die Vergnügungsstätten der Umgebung. So machten wir uns eines Abends in diesem warmen September des Jahres 1984 auf den Weg nach Wien um ins U4 zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass dieses Lokal für viele Jahre mein nächtliches Wohnzimmer werden sollte.

Wir ritten dort kurz vor Mitternacht ein – normalerweise fuhr man erst ins U nachdem die letzte U-Bahn angelegt hatte, also nie vor 01.00h – aber das wussten wir Landeier natürlich nicht. Ich trug ein hautenges, tief ausgeschnittenes super kurzes weißes (falsche Farbe fürs U4) Schlauchkleid und schwarze High-Heels. Die einzigen Informationen über das Lokal bezog ich aus dem ebenfalls in diesem Jahr erschienen Song von STS wo es heißt: „Da geh i gestern ins U4 – fangt a Diandl a zum redn mit mir – schwoarze Lipp’n grüne Hoar – do kannst ja Angst kriang wirklich woahr.“ Und genau so war es. Die buntesten Vögel der Stadt bildeten in diesem Lokal eine frohe Schar. Ich war fasziniert und wollte den Ort nie wieder verlassen.

Meine Affaire mit Hemmie verlief im Laufe dieses Herbstes irgendwie im Sand, wir blieben aber trotzdem befreundet. Dieses Szenario bevorzugte ich weiterhin und meist nahmen meine Liaisonen auch diesen Ausgang. Man muss sich ja nicht gleich hassen, nur weils nicht klappt – na ja manchmal schon.

Das 103. Kapitel folgt am 29. April 2021!

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay + Privat

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

No Comments

Leave a reply