Featured Posts

The winner is: Urban Decay!
Liebe LeserInnen, gleich zu Beginn: Ihr könnt gewinnen, und zwar Lippenstifte von Urban Decay – und wie es funktioniert findet ihr am Ende des Posts raus!
View Post
Fashion Trends A/W 16/17
View Post
Vienna Fashion Week – Favorites
Die Vienna Fashion Week hat wieder begonnen, und wir stellen euch hier ein paar unserer Favoriten vor. Seid ihr diese Woche auch bei einer der Shows beim Museumsquartier dabei?
View Post
To top
15 Apr

Go Home!

Reisen gehört in Zeiten von Corona nicht unbedingt zu den brisantesten Themen. Urlaube die zu Katastrophen ausarten, bleiben ewig in Erinnerung. Wogegen die „schönen Reisen“ häufig nicht mal am Rande des Frontallappens einen Stehplatz finden. Beides Gründe jetzt mal nicht zu lamentieren.

Wir begeben uns ins Jahr 1989 zurück. Ich bin stolze Besitzerin eines VW Golf 1. Generation, 50 PS. Soulmate Ingrid und ich beschließen, eine Reise an die ligurische Küste zu unternehmen – nach Lignano fährt ja eh jeder Troglodyt.

Es ist Sommer, es ist heiß. Nach gefühlten 93 Stunden Fahrt (Höchstgeschwindigkeit 110 km/h bergab) kommen wir in Vernazza, einem malerischen Örtchen der Region Cinque Terre an. Wir parken in einer Straßenkehre knapp vorm Ort, was damals noch möglich war. Im Bikini, mit Badetüchern und unseren Handtaschen zappeln wir zum Strand. Alles andere lassen wir im Auto zurück – deppert – ich weiß eh, aber wir waren blutjung und glaubten noch an das Gute.

Abends, nach einem spannenden Badetag – es waren ein paar ganz gut aussehende Jungs am Strand – schleppen wir uns zum Auto zurück. Ich brauche jetzt nicht extra erwähnen, dass es aufgebrochen war und alles, inklusive meiner Kontaktlinsen, von diebischen Italienern entwendet worden war.

Ingrid hatte noch keinen Führerschein, so blieb es an mir – nachts mit optischer Sonnenbrille – die Heimfahrt anzutreten. Irgendwann parke ich den Wagen auf einem Feld, gemütlich in feuchte Badetücher gekuschelt, versuchen wir Schlaf zu finden.

Gegen 0300 wecken uns Feuerwehrmänner – auf den neben uns tobenden Großbrand hinweisend – und nötigen uns, die Katastrophenzone schleunigst zu verlassen.

Am folgenden Tag setzen wir den Höllentrip fort. Wir sind etwas knapp bei Kasse, da sich ein nicht unwesentlicher Teil des Reisebudgets in den Koffern befand. Wir sind gezwungen bei Autogrill die Zeche prellen und den Typen bei den Mautstellen durch heftiges Gezeter – Beschimpfung des italienischen Volkes im Allgemeinen – das Fürchten zu lehren, so dass sie uns gebührenfrei passieren lassen. Wir sahen damals noch recht scharf aus, das hat geholfen.

Das Schicksal jedoch, war noch nicht fertig mit uns. Als ich kurz vor der österreichischen Grenze aus einem Tunnel rausfahre, liegt vor mir auf der Straße ein LKW-Reifen. Auf Grund der Verkehrsdichte kann ich weder bremsen noch ausweichen. Beherzt rumple ich über das Teil, leider muss meine hintere Stoßstange dran glauben. Die Suche nach ihr bleibt ergebnislos – bis zum heutigen Tag. Wenn man solche Urlaube übersteht, ist man auch gegen Corona mental gewappnet!

„Bad presidents don’t deserve holidays. They deserve scorn.“   (Ben Shapiro, amerik. Autor, *1984)

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

No Comments

Leave a reply