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13 Okt

Fashion Exodus

Was tragen wir diesen Winter? Was werden wir kommenden Frühling und Sommer tragen? Schwerwiegende Fragen von denen die Fashionistas des 21. Jahrhunderts täglich geplagt werden. White kids – white problems!

Tatsache ist – in der über 2000 Jahre alten Geschichte der Mode war alles schon mal da. Abgesehen davon sind die Möglichkeiten beschränkt, da der menschliche Körper den Schneidern gewisse Vorgaben auferlegt. Der Rumpf muss bedeckt werden – das gebietet die Moral – für den Kopf muss eine Öffnung her, denn wir wollen ja auch was sehen. In der kalten Jahreszeit wäre es ratsam auch Ärmchen und Beinchen zu bedecken. Sonst wird`s huschi!

Designer orientieren sich an der Mode vergangener Jahrzehnte. Momentan haben sie, wie schon so oft, die 70er und 80er Jahre in der Reißen. Alles wird neu „interpretiert“. Optisch kaum eine Verbesserung, materialtechnisch mit Sicherheit – wenigstens was.

Modediktate gibt es seit Ende der 80er definitiv nicht mehr. Seit knapp 30 Jahren kann jeder tragen was er möchte und wird auch nicht mehr ausgelacht. Eh toll! Diese Entwicklung führt jedoch zu seltsamen Entwicklungen und einem beinah maoistischen Einheitslook.

Junge Mädchen/Frauen tragen im Winter ausschließlich schwarze Skinny Jeans, darüber einen oversized Pulli/Sweater, vorzugsweise in schlammfarbenen Tönen gehalten, darüber einen gefütterten Parka in oliv. Der dicke Schal darf nicht fehlen und natürlich der Dutt am Haupt. Sneakers erklären sich von selbst. Und Millionen von Altersgenossinnen schauen identisch aus – global – einziger Unterschied Konfektionsgröße und Haarfarbe. Wie individuell!

Bei den Jungs das gleiche in grün – Skinny Jeans – Hoodie – Sneakers – Parka, die Alternative dazu wäre ein Karohemd und Lederjacke. Bitte die Gesichtsbehaarung, falls schon vorhanden, nicht vergessen. Die Welt strotzt förmlich von Ersatz-Taliban. Selbst der beste aller Chefredakteure trägt jetzt Bart – in weiß – steht ihm eh gut.

Ich frag mich, wohin ist die Individualität gekommen und korrigiere mich selbst. Wenn man sich außergewöhnlich kleidet, fällt man natürlich auf und zwar meist positiv. Selbstverständlich gibt es auch blöde Bemerkungen. Ein gesundes Selbstbewusstsein ignoriert diese einfach. Feig aus der gesichtslosen Masse zu trompeten ist nicht neu. Man muss sich wohlfühlen in seiner Kleidung. Egal was man trägt, man wird authentisch rüberkommen. Ich würde mir für alle Menschen mehr Mut wünschen – und nicht nur was die Mode betrifft!

„The hardest thing in fashion is not to be known for a logo, but to be known for a silhouette.“   (Giambattista Valli, ital. Designer, *1966)

Elvira Trevira

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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