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16 Mrz

Canna – Moda

Seit jeher nutzte man Hanf zur Herstellung von Bekleidung. Der Hanfanbau wurde jedoch bis Mitte des 20. Jahrhunderts weltweit sehr reduziert, hauptsächlich durch Verbote aufgrund der Verwendung von Cannabis als Rauschmittel.

Seit 4000 v.Chr. wird Hanf bereits als Nutzpflanze angebaut. Die ältesten Funde aus China reichen bis 2800 v.Chr. zurück. In Europa stammt der älteste Fund von Hanftextilfragmenten aus 500 V.Chr., entdeckt in einem keltischen Grabhügel in der Nähe von Stuttgart.

Am Ende des Mittelalters galt Hanf als die wichtigste Nutzpflanze. Auf Grund der ausgezeichneten Reißfestigkeit stellte man hauptsächlich Segeltuch, Seile und Säcke daraus her. Den Höhepunkt der Nutzung erlangten Hanffasern im 17. Jahrhundert mit dem Haupteinsatzgebiet in der Schifffahrt.

Für ein durchschnittliches Segelschiff wurden etwa 50 bis 100 Tonnen Hanffasern benötigt, die Segel und Seile mussten etwa alle zwei Jahre ersetzt werden. Als Segelschiffe von den Dampfschiffen abgelöst wurden, schrumpfte damit auch die Bedeutung der Hanfpflanze.

Bis ins 19. Jahrhundert zählte Hanf neben Flachs und Wolle zur wichtigsten Faser in der Bekleidungsherstellung. Auf Grund seiner etwas gröberen Struktur stellte man aus Hanf hauptsächlich Ober- und Arbeitsbekleidung her. Die Bedeutung in der Bekleidungsindustrie verlor der Hanf durch die Verbreitung der Baumwolle und die Industrialisierung der Textilproduktion.

Erst seit den 1990er Jahren bemüht man sich, Hanf wieder intensiver in die Textilproduktion einzubringen. Hanflangfasern stammen heute vor allem aus China und finden fast ausschließlich Verwendung bei der Produktion von Textilien. Sie sind sehr reißfest und besitzen die Fähigkeit, rund 30 % Feuchtigkeit aufzunehmen, was einen hohen Tragekomfort gewährleistet.

Ein weiterer Vorteil gegenüber der Baumwolle liegt im Anbau. Der Ertrag ist auf gleicher Fläche rund doppelt so groß. Für den Anbau von Hanf wird weniger Wasser und Dünger benötigt. Auf Pestizide kann vollkommen verzichtet werden. Auch werden die Böden kaum verunreinigt – bei Baumwolle ist das Gegenteil der Fall.

Beim Anbau von Bio-Hanf sinken jedoch die Erntemengen um die Hälfte. Auch ist nicht jede Hanfsorte für die Bekleidungsproduktion geeignet, ebenso sind die Verarbeitungstechniken noch nicht perfektioniert.

„Hemp is a part of the cannabis plant, and it is very useful.“   (Ziggy Marley, jamaic. Musiker, *1968)

Elvira Trevira

Fotos: Pixabay

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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