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Vienna Fashion Week – Favorites
Die Vienna Fashion Week hat wieder begonnen, und wir stellen euch hier ein paar unserer Favoriten vor. Seid ihr diese Woche auch bei einer der Shows beim Museumsquartier dabei?
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12 Nov

Es geht um die Sache mit den Dingen, die man gern hätte, aber nicht kriegen kann, da jemand entschieden hat, dass man sie nicht (mehr) braucht. Das Zeitalter der Entmündigung hat voll eingesetzt.

Ich komme aus einer Familie, in der sich immer alles um Motoren drehte. Und zwar Verbrennungsmotoren. Mein Vater flog Jets, meine Onkels besaßen Autohäuser, ein anderer Onkel betrieb eine Spedition, die fuhren in den 70ern noch mit 40-Tonnern nach Saudi-Arabien. Einer meiner Cousins besitzt einen Rennstall und ist in der GT Serie mit Lamborghini sehr erfolgreich. Und zu guter Letzt bin ich dann auch noch mit dem Chefredakteur des größten österreichischen Mobilitätsmagazins verheiratet.

Also was soll ich sagen? Schwierig. Was fasziniert mich an Autos: Das Design, hauptsächlich das von Ami-Geschwüren aus den 60ern und 70ern, die zeitgenössischen Modelle scheinen häufig inzestuös zu sein, die schauen sich alle ähnlich. Natürlich der Sound, vor allem der von V-8 Maschinen, vielleicht auch noch die Farbe, da gibt`s hin und wieder recht interessante Töne. Es ist ähnlich wie in der Mode, Atemberaubendes war schon lang nicht mehr da.

Und nun kommt noch die Sache mit dem Strom dazu. Aber die interessiert mich eh nicht. Meinen Einfluss darauf, ob ich mir noch aussuchen kann, mit welchem Auto ich in Zukunft unterwegs sein werde, halte ich für marginal. Der Markt wird von E-Autos und deren Derivaten bestimmt sein und was anderes wird es einfach nicht mehr geben. „Tu Buße, du hast bis nach deiner ersten Midlife-Crisis diesem Planeten ohnehin schon viel zu viel zugemutet, du widerliches Arschloch!“

Wenn man E-Autos scheiße findet, wirst du als Klima-Taliban abgestempelt werden und dein Leben ist gelaufen. In der Mode ist es ähnlich, versuch mal, einen schmal geschnittenen schwarzen Rollkragenpullover dessen Länge bis zum Hüftknochen reicht zu erwerben, oder vielleicht so etwas Verwegenes wie eine schwarze Strickwickelweste. Definitiv unmöglich. Diktate in der Mode lauten heute: Das gibt es jetzt nicht, weil es jetzt was anderes gibt – das hat dir zu gefallen – also kauf dir gefälligst das! Mich lässt das Gefühl nicht los, dass dieser Modus sich in viele Aspekte meines Lebens einschleicht. Selbst entscheiden, oder gar aussuchen, war mal – das werden wir uns zukünftig wahrscheinlich abschminken können…

„We need to find innovative ways to dramatically ease congestion, improve personal mobility, and cut energy use.“   (Dan Lipinski, amerik. Politiker, *1966)

Elvira Trevira

Fotos wie immer Pixabay!

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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