Featured Posts

The winner is: Urban Decay!
Liebe LeserInnen, gleich zu Beginn: Ihr könnt gewinnen, und zwar Lippenstifte von Urban Decay – und wie es funktioniert findet ihr am Ende des Posts raus!
View Post
Fashion Trends A/W 16/17
View Post
Vienna Fashion Week – Favorites
Die Vienna Fashion Week hat wieder begonnen, und wir stellen euch hier ein paar unserer Favoriten vor. Seid ihr diese Woche auch bei einer der Shows beim Museumsquartier dabei?
View Post
To top
24 Mrz

Warum gibt es Mode?

Die einfachste Form der Demonstration von Macht, Hierarchie und Reichtum war historisch gesehen, dies durch Bekleidung, deren Farben und Symbole (Kreuz, Lilie, Krone…) auszudrücken, der Empfänger dieser Botschaft musste weder des Schreibens noch des Lesens mächtig sein.

Schon vor der Antike bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts war die gesellschaftliche Aufteilung sehr klar. Eine unendliche Masse an Armen stand einer winzig kleinen Anzahl von Aristokraten und Superreichen gegenüber. Nur letztere genossen das Privileg sich mit ihrem Aussehen auseinander zu setzen. Im Unterschied dazu ging es bei der Masse der Armen ausschließlich ums Überleben – Bekleidung hatte nur den Zweck den Körper warm zu halten, vor Wind und Wetter zu schützen und vor allem zu bedecken.

Quelle: pixabay.com

In dieser sehr langen Zeitspanne, war die Bekleidung der Aristokratie besonders von religiösen, politischen und militärischen Einflüssen geprägt. Mode wurde nicht gemacht – sie entwickelte sich von selbst, was wahrscheinlich auch auf den Drang der Menschen nach Veränderung zurückzuführen ist.

Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com

Die Krawatte beispielsweise, findet ihren Ursprung bei kroatischen (daher leitet sich auch das Wort ab) Regimentern, die ein meist rotes Stofftuch mit speziellen Knoten um den Hals gebunden hatten. Damen trugen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts ausnahmslos lange Röcke, was sich auf den Katholizismus und dessen teilweise irre Auswüchse zurückführen lässt.

Quelle: pixabay.com

Kaiser und Könige demonstrierten ihre Macht mit den Farben Rot, Royalblau (=Blitzblau) und selbstverständlich Gold. Man denke an Heinrich VIII in einem hermelinverbrämten Cape, oder Ludwig XIV, den Sonnenkönig, nur er allein trug Schuhe mit roten Sohlen. Nachdem die Revolution ihre Kinder gefressen hatte, krönte sich Napoleon Bonaparte, inspiriert von der römischen Antike, in einem Fantasiekostüm mit Lorbeerkranz.

Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com
Quelle: flaticon.com

Als der Brexit klargemacht wurde, trug die Queen nicht ihr Krönungsornat, was das Protokoll bei solchen Anlässen eigentlich vorschreibt, sondern ein europablaues Kostüm, dessen farblich passender Hut mit goldgelben Sternen geschmückt war. Ein fantastisches Beispiel für ein politisches Statement, dass durch Kleidung transportiert wurde.

Quelle: pixabay.com

Erst während und nach der Industriellen Revolution und der damit zusammenhängenden Massenproduktion, die hauptsächlich in der Textilindustrie ihren Ursprung fand, war es der sich zu diesem Zeitpunkt bildenden Mittelschicht möglich, sich modisch zu kleiden. Begabte Schneider wurden zu Couturiers, viel später zu Designern – sie bestimmten die Moderichtung, die in die Massenproduktion aufgenommen wurden.

Quelle: pixabay.com

Im 20. Jahrhundert war ein neues Phänomen zu beobachten, mit der weiblichen Emanzipation, der Loslösung vom Korsett und den bis zum Knie (später dann noch höher) rutschenden Rocksäumen, entwickelten sich Jugendkulturen, die neben der Musik, auch mit ihrem rebellischen Kleidungsstil ihren Unmut über moralische Fesseln, politische Entwicklungen und gesellschaftliche Zwänge Ausdruck verliehen. Von den Greasern bis zu den Punks wurden die Statements durch Jeans, Lederjacken und Slogan-T-Shirts gesetzt, aber auch auf Symbole wie Totenköpfe, Metallketten und Nieten wurde nicht verzichtet.

Quelle: pixabay.com

In den 80er Jahren des letzten Jahrtausends entwickelte sich die Brand-Culture. Markenprodukte wurden plötzlich auch von der breiten Masse sehr begehrt. Vorzugsweise nicht als Plagiat. Der Hype um die diversen Brands reißt nicht ab. So schließt sich aber auch wieder der Kreis. Demonstration von Wohlstand, wenn schon nicht Reichtum und ein wenig Einfluss, wenn schon nicht Macht, durch die jeweilige Marke. Durch Bekleidung ist das heute nicht mehr ganz so gut kommunizierbar, da der Zugang zu teurer Mode durch Sales und Pop-Up-Stores eben auch für die breite Masse leistbar geworden ist.

Quelle: pixabay.com

Warum es Mode gibt? – wenn man diese Frage nicht nur auf Bekleidung beschränkt, sondern auf Luxusgüter im Allgemeinen, dann ist die Antwort wahrscheinlich immer noch, um Macht, Hierarchie und Reichtum zu demonstrieren. Ein weiterer Grund dürfte der natürliche Drang des Menschen, sich selbst auszudrücken sein. Auch das Bestreben nach stetiger Veränderung, sowie das Schöne und den Luxus zu begehren, kommen hinzu.

„Fashion is about dreaming and making other people dream.“   (Donatella Versace)

Elvira Trevira

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

No Comments

Leave a reply

Instagram