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3 Mrz

… und wieder Weltfrauentag

Die Auslöser für die Initiative des Internationalen Frauentages waren der Kampf für das Frauenwahlrecht und die Gleichberechtigung, das alles spielte sich Anfang des 20. Jh. ab.

Aber wem gilt der Kampf für Frauenrechte, wie dem Schwangerschaftsabbruch oder der Frauenquote in Führungspositionen eigentlich? Denen, die Gesetze erlassen – das sind meist immer noch Männer.

Anthropologisch betrachtet, gilt die Spezies Mann als Ernährer (erlegt das Mammut), Krieger (schlägt dem aus der Nebenhöhle den Schädel ein) und Eroberer (macht sich aus dem Staub). Die Frauen dürfen hinterher aufräumen – liegt in unserer Natur… aber ehrlich, was bleibt uns denn übrig?

Womans Liberation came creeping all across the nation

Bobby Brown - Frank Zappa 1979

Mittlerweile fordern einflussreiche Frauen, den Frauentag abzuschaffen, denn solange man diesen Tag feiern müsse, bedeute dies, dass es keine Gleichberechtigung gäbe. Stimmt, jedoch erweist sich die Emanzipation als äußerst zäher Prozess, der sich nur zaghaft entwickelt und steter Arbeit und Unnachgiebigkeit bedarf.

Männer, egal ob sie aus dem Showbiz, der Politik kommen, oder einfach nur „brave“ Angestellte sind, glauben offensichtlich immer noch, dass Frauen Avancen aller Art hinzunehmen haben. „#me too“ hat`s uns gezeigt. Solange alltägliche Gewalt gegen Frauen einfach stattfindet und soziale Nahbeziehungen für Frauen sich häufig als gefährlich erweisen, kann man nicht wirklich von Emanzipation sprechen.

Aus heutiger Perspektive ist anzunehmen, dass noch Generationen von Frauen den Kampf für Gleichberechtigung, gegen sexuelle Übergriffe durch Männer, gegen Benachteiligungen im Beruf und im Allgemeinen führen werden müssen. (Beispiel Schließung eines Kindergartens in Vorarlberg: Verbannen wir die Alte doch hinter den Herd, wo sie sich um die Fratzen kümmern kann, dann kommt sie wenigstens nicht auf blöde Ideen). Ein Teil der dort ansässigen Frauen/Mütter kämpfen trotzdem tapfer weiterhin dagegen an.    

So scheint mir generell der politische Tenor im Moment in dieser Republik zu trällern. Ein kleiner? Ruck nach rechts und zurück in die 50er Jahre. Auch medial ist dies seit geraumer Zeit spürbar, man beachte nur die vielen „heimatbezogenen“ Formate, die im Staatsfernsehen aber auch im allseits beliebten – und hier finde ich den Namen schon bezeichnend – „Servus TV“, über den Bildschirm flimmern. Am besten alle Damen im Dirndl – ein bisschen „Heile Welt Drittes Reich Szenario“ – damals, wo das Ländliche, sprich die Heimatscholle noch so schön war. (Die Damen am Foto haben übrigens die falsche Haarfarbe – blond ist zwingend).

Ob wir Frauen aus dieser Nummer noch rauskommen werden in den künftigen Jahren? Also mir kommt das alles momentan kooomisch vor. Ich bezweifle, dass uns der Weltfrauentag dabei helfen wird!

„Human rights are women’s rights, and women’s rights are human rights.“ (Hillary Clinton)

Sie hätte die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten werden können, da dort aber unter anderem, trotz des digitalen 21. Jahrhunderts, ein Wahlrecht aus den Zeiten des Pony-Express herrscht, haben die Amerikaner nun einen Imbecilen, mit der geistigen Kapazität eines unberechenbaren Dreijährigen inmitten der Trotzphase als Präsident….Ja und auch weil es zu viele waffennarrische Republikaner gibt.

Polly Perlon

Polly Perlon
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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