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15 Feb

The Shrimpton – 1st Supermodel ever!

Die Rede ist von Jean Shrimpton, die in den 60ern das bestbezahlte Model der Welt war – die Swinging Sixties prägte, 20 Mal das Cover der Vogue zierte und sich mit Anfang dreißig, von der Branche angewidert, für immer zurückzog.

Jean Shrimpton

In den 60ern zeichnete sich ein neuer Frauentyp ab – neben den kurvigen Diven, wie Sophia Loren, Marilyn Monroe und Liz Taylor, waren plötzlich auch schlanke, große, schon fast androgyne Mädchen – speziell bei den Fotomodellen, aber auch den Schauspielerinnen – gefragt.

Quelle: beautybanter.com

S o passierte es, dass Jean Rosemary Shrimpton (* 7. November 1942 in High Wycombe, Buckinghamshire), an einer Londoner Straßenkreuzung vom Regisseur Cy Endfield angesprochen wurde, der ihr eine Rolle in einer Jules Vernes Verfilmung anbot. Sie war 17 Jahre alt, besuchte ein Sekretärinnen- College – was sie nicht unbedingt spannend fand und ergriff die Gelegenheit. Aus der Filmrolle wurde zwar nichts, aber Endfield empfahl ihr einen Modelkurs zu absolvieren, die ersten Shootings für Kataloge und Magazine ließen nicht lange auf sich warten.

Quelle: viola.bz

Bei Aufnahmen für die Vogue (1961) traf sie auf den Fotografen David Bailey, sie verliebten sich auf der Stelle ineinander, Jean avancierte zu seiner Muse und im Duett prägten die beiden den Stil der Modefotografie zu dieser Zeit. 1963 wurde „The Shrimp“ – Jean verwehrte sich auf das heftigste als Garnele bezeichnet zu werden und hasste diesen Spitznamen – vom Magazin „Glamour“ zum „Model of the Year“ gewählt. Bailey ließ sich flux von seiner frisch angetrauten Ehefrau scheiden, wollte seine Muse ehelichen, Jean verweigerte jedoch.

Quelle: www.pinterest.de

Am Höhepunkt ihrer Karriere wurde sie non-stop für die Covers der Vogue, des Harper’s Bazaar, der Vanity Fair, des Time Magazine and Glamour Magazine fotografiert – mehr geht nicht. Nach drei Jahren war die Beziehung mit Bailey erledigt und Jean ging mit dem britischen Schauspieler Terence Stamp eine Beziehung ein. Ihre Schwester Chrissie war übrigens eine Zeit lang mit Mick Jagger liiert.

Quelle: www.vogue.com

1965 fotografierte sie Richard Avedon für den Harper’s Bazaar in einem Raumanzug, was den Astronauten- und Space Look dieser Zeit zum Hype der Stunde verhalf. Einen Skandal löste Jean mit ihrem kurzen Etuikleid (10 cm oberhalb des Knies) aus, als sie beim Melbourne Cup in eben diesem erschien. Die bigotten, spießigen Ehefrauen der Vorstände des Vereins machten ihr die Hölle heiß und sie wurde gezwungen zur Preisverleihung, sie war dafür engagiert einen Preis zu überreichen, in biederen Klamotten zu erscheinen. Jeans „gottloses“ Outfit bescherte ihr weltweit noch mehr Publicity und ebnete den Weg für Mary Quants Minirock. Ätsch ihr konservativen Hyänen!

Quelle: foundationdesign.co.nz

Nachdem ihre Affaire mit dem Brit-Schauspieler und auch ein paar andere mit diversen Intellektuellen ihr Ende genommen hatte, (Jean Shrimpton war es herzlich egal was das Establishment von ihr hielt) einige Auftritte in verschiedenen cineastischen Machwerken zu Super-Flops mutierten, lernte sie den Fotografen Michael Cox kennen, heiratete ihn und bekam einen Sohn. Gemeinsam mit Cox erwarb sie in Penzance, einem Küstenstädtchen in Cornwall das historische Abbey Hotel, das sie bis vor einigen Jahren persönlich führte, dessen Leitung nun aber ihr Sohn übernommen hat.

Quelle: vogue.it

Jean Shrimpton hasste es Zeit ihres Lebens im Mittelpunkt zu stehen, was wahrscheinlich auch für ihren frühen und endgültigen Rückzug aus der Modebranche, die sie absolut verachtet, verursacht hat. (Zitat: „Fashion is full of dark, troubled people. It’s a high-pressured environment that takes its toll and burns people out. Only the shrewd survive.“)

Quelle: www.azquotes.com

Sie war eine der berühmtesten Frauen der 60er Jahre und prägte „Swinging London“ mit Anmut und Eleganz. Männer wie Jack Nicholson, Warren Beatty und Steve McQueen lagen ihr zu Füßen. Die Kamera liebte sie, sie war das billigste Model aller Zeiten – schon nach einer halben Rolle Film, hatte man alles was man brauchte, erinnert sich David Bailey.

Believe it or not, I don’t wake up looking like a supermodel. (Tyra Banks – Supermodel)

Polly Perlon

Polly Perlon
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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