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14 Mrz

The Hollywood Influence

Es gibt Kleidungsstücke und Modeströmungen, für die weder ein Designer oder sonst jemand aus der Modebranche verantwortlich sind, sie haben sich einfach entwickelt. Das Show-Biz jedoch hat Stars aus ihnen gemacht.

Meist handelt es sich dabei um Alltagsbekleidung, die eine turbulente Geschichte zu erzählen haben. Man nehme das T-Shirt oder die Jeans als Beispiel: Ersteres ursprünglich ein Hemd für Seeleute, erklomm es übers Militär und anschließend den Sport seinen Status als Funktionsbekleidung. Als es jedoch von Marlon Brando und James Dean (und zwar in der Farbe weiß) in den sozialkritischen Filmen „Der Wilde“ und „…denn sie wissen nicht was sie tun“  getragen wurde, gelangte es eindeutig zu Kultstatus und war ein Synonym für Freiheit und Rebellion gegen das Establishment. Der Jeans erging es ähnlich, ebenso der Biker-Jacke. Brando und Dean mit ihrer kompromisslosen Darstellung des Außenseiters und deren Kostümbildner, mit ihrem unglaublichen Gespür für den Zeitgeist, waren verantwortlich dafür, diese drei Kleidungsstücke zu Ikonen werden zu lassen. John Travolta hat dieses Image in „Grease“ und Arnie in „Terminator“ noch manifestiert.

Denken wir an die Mods oder Punks. Subkulturen, die sich im London der 60er und späten 70er Jahre entwickelten und einen starken Input in der Mode hinterließen. Fred Perry erweiterte die Farbpalette für sein legendäres Pololeibchen, da die Mods es ununterbrochen zu ihren schmalen Anzügen und spitzen Schuhen trugen und dadurch die Nachfrage enorm anstieg. Die Punks trugen mit „No Future“ bedruckte Slogan-T-Shirts und knallenge Hosen in Schottenkaro, dazu die unvermeidliche Biker-Jacke, selbst aufgpimpt mit Buttons, Stacheln und den Logos ihrer Lieblingsbands, vornehmlich den Sex-Pistols und Ramones.

Aber auch der „Preppy-Style“ kam nicht zu kurz in der Filmwelt, hier fällt mir die „College-Jacke“ ein, die in diversen Filmen mit studentischem Hintergrund saisonal immer wieder einen Boost bekam. „The Breakfeast Club“, „American Teen“ und „American Pie“ sind Beispiele, die sich über Jahrzehnte lang hinziehen.

Bo Derek gelang es durch ihre Frisur im Film „Ten – Die Traumfrau“ Millionen Frauen und Mädchen dazu zu bringen, sich die Haare am Kopf entlang zu winzig kleinen Zöpfchen zu flechten. Um das gut aussehen zu lassen, brauchte man aber das Gesicht eines Topmodels, das die meisten Trägerinnen dieser Frisur leider nicht providen konnten – aber immer wieder flackert dieser Frisuren-Stil auf. Madonna, leider eine nur mittelmäßige Schauspielerin,  trug bei ihrem Film-Debut „Desperately Seeking Susan“ diverse Korsagen und Tüllröcke mit allerlei Klimbim dran, nicht zu vergessen die ins Haar gebunden Tüllschleifen (meist in Neonpink). Eine sich glücklicherweise nicht wiederholende modische Torheit.

1990 eroberte ein schickes Kleid in der Farbe „coffee“ mit großen ecru-färbigen Tupfen weltweit die Kleiderschränke. Julia Roberts sah man darin im Film „Pretty Woman“ beim Poloturnier. Die Modebranche – damals war man sich des modischen Einflusses des Kinos auf die Konsumenten bereits sehr bewusst – setzte ursprünglich auf das Outfit aus der ersten Szene. Hierbei handelte es sich um das Stretchtop + Rock mit den Overknee-Stiefeln.

Die „Way Farer“ von Ray Ban war Marilyn Monroes liebste Sonnenbrille, Ray Ban (eine Firma, die auch für die U.S. Army arbeitete) hatte regelmäßige Auftritte im amerikanischen Film. Clint Eastwood trug sie in „Dirty Harry“ und Tom Cruise setzte sich die Ray Ban Aviator 3025 als „Maverick“ in „Top Gun“ ununterbrochen auf oder ab. Ebenso wie Horatio Caine es in C.S.I. Miami mit der Silhouette handhabt.

Oft genug entstehen Trends und Modeströmungen über im Film oder die Musik transportierte Bilder, oder sie kommen direkt von der Straße. Natürlich werden sie von Designern aufgegriffen und weiterentwickelt. Ihr Ursprung bleibt jedoch authentisch und so werden sie in manchen Fällen zu Klassikern oder erlangen gar Kultstatus.

‘I like my money where I can see it – hanging in my closet.’ Carrie Bradshaw

Elvira Trevira

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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