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11 Okt

Tel Aviv

Kaum zu glauben, aber unsere Reise vom Toten Meer nach Tel Aviv mussten wir zur Abwechslung nicht mit einem Taxi bestreiten, sondern konnten den Bus nehmen. Auch wenn erst nicht ganz klar war, ob dieser (rechtzeitig) kommen wird. In Jerusalem mussten wir umsteigen und kamen wenig später schließlich in Tel Aviv an, wo wir die restlichen Tage unseres Urlaubs verbrachten.

Die Metropole am Mittelmeer ist eine sehr quirlige und lebendige Stadt, die niemals schläft. Wieder begegneten uns die Locals sehr aufgeschlossen und liebevoll. Als wir eines Abends auf unserer Terrasse saßen und unser Dinner verspeisten, quatschte uns E., der Nachbar von gegenüber an. Es war schon dunkel und wir konnten sein Gesicht nicht erkennen, aber wir unterhielten uns ein paar Minuten mit ihm bis wir schließlich aufbrechen mussten. Wir hatten wenige Stunden zuvor N. & T. am Carmel Market kennengelernt, als wir uns gerade durch die verschiedenen Baklava und andere Süßigkeiten probierten. Die beiden sprachen uns an und wollten sich abends mit uns auf ein paar Drinks treffen.

Sie entführten uns in eine Rooftop Bar, die erst am Wochenende zuvor eröffnete. Das erinnerte mich so sehr an meine Reise in die Staaten – New York Feeling pur!

Quelle: pixabay.com

Es war schon spät abends, aber der Ausblick über die Skyline der Stadt war atemberaubend. Die Lichter Tel Aviv’s glitzerten um die Wette, im Hintergrund tolle Musik und ein Gin Tonic in meiner Hand – was will man mehr?! Ein schöner, ausgelassener Abend, der gegen halb 4 Uhr endete. Natürlich wollten N & T., dass wir mit zu ihnen nach Hause kommen, aber als A. und ich dies ablehnten, waren wir überrascht wie locker die Burschen das nahmen. Sie wollten uns aber gerne an einem anderen Tag wieder treffen (was allerdings nie passierte). Wir machten uns auf den etwas längeren Nachhauseweg. Es ist schon was ganz besonderes nachts durch die dunklen Straßen der Stadt zu spazieren. Viele feierlustige Menschen begegneten uns und es stimmt schon was über Tel Aviv gesagt wird: das ist die heimliche Stadt, die niemals schläft. Hier kann locker bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden, während in New York die Clubs ja schon viel früher schließen.

Am nächsten Tag legten wir einen Beach Day ein und trafen uns mit unseren neuen Freunden Alon & Alona, die wir am Toten Meer kennenlernten. Natürlich fuhr an dem Tag wieder einmal kein Bus. Denn es war Sabbat, der siebte Wochentag im Judentum – ein Ruhetag, an dem keine Arbeit verrichtet werden soll. Dieser findet jeden Freitag/Samstag statt (von Sonnenuntergang am Freitag bis zum Eintritt der Dunkelheit am Samstag). Wir schnappten uns also ein Taxi und begaben uns auf die halbstündige Fahrt Richtung Norden zum HaSharon Beach, der Lieblingsstrand von A. & A. .

Die nächsten Tage begaben wir uns wieder ein bisschen auf Sightseeing-Tour (Levinsky Market, Besuch der alten Hafenstadt Jaffa, …) und machten einen Tagesausflug nach Jerusalem. (Blogpost dazu folgt!)

Am letzten Abend in Tel Aviv, als wir gerade so durch die Straßen spazierten auf dem Heimweg in unserer Appartement, quatschte uns mitten auf der Kreuzung ein Typ an. Es stellte sich heraus, dass es unser Nachbar E. war, den ich nur anhand seiner Stimme wiedererkannte. Ein ganz Lieber, der aber ohne Punkt und Komma spricht. Er begleitete uns bis zur Haustüre und sprach den ganzen Heimweg hauptsächlich über die Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen. E. wollte von uns lernen “wie Frauen so sind” und “warum Frauen so und so reagieren”, was das “alles zu bedeuten hat”. Nachdem ich schon etwas hangry war und er anfing einige seltsame Fragen zu stellen – wie bspw. ob wir unsere Balkontüre nachts zusperren oder ob diese eh immer geöffnet sei und ob wir in der Nacht, als wir auf der Rooftop Bar waren, nicht mehr nach Hause gekommen sind, weil er kein Licht in der Wohnung sah – wurde mir das Ganze zu bunt. Er wollte unbedingt auf ein Glas Wasser zu uns ins Appartement kommen, um zu sehen wie es eingerichtet ist und wie wir leben. Wir verabschiedeten uns aber ganz höflich von E. und gingen ohne ihn in die Wohnung.

Unsere Unterkunf war übrigens traumhaft, vor allem der Balkon – dekoriert mit extrem vielen Pflanzen, Kräutern und einer Lichterkette. Auf die beiden Kakerlaken (Camilla & Fridolin), die mit uns im Appartement lebten, hätten wir allerdings verzichten können. 😉

Der nächste Tag war bereits unser Abreisetag, wir frühstückten noch im Benedict und schlenderten durch das Levinsky Viertel, bevor wir uns schließlich auf den Weg zum Flughafen machten. A. und ich chillten noch in einer Lounge vor dem Check In, als plötzlich Nachbar E. vor uns stand. Er war komplett aus dem Häuschen, als er uns entdeckte. Er war also die ganze Strecke zum Flughafen gefahren, weil er uns zu Hause nicht mehr antraf. Er klopfte wohl an der Türe des Appartements und als er merkte, dass wir dieses bereits verlassen hatten, dachte er sich warum nicht mal eben zum Flughafen fahren. Ich brach erstmals in einen Lachkrampf aus, weil ich nicht glauben konnte, was da eigentlich gerade passiert. Wieder sprach E. ohne Punkt und Komma und erzählte uns von seiner schwierigen Nacht. Da A. und ich ihn nicht mehr mit nach oben in unsere Wohnung genommen hatten, fuhr er wohl ans Ende der Stadt und saß bis 3 Uhr früh in einem Park, um darüber nachzudenken warum wir ihm eine Abfuhr erteilten. Ach E., so war das ja gar nicht gemeint …

Und als wäre die ganze Israel Reise nicht schon verrückt genug, wartete noch ein kleines Abenteuer auf mich und zwar bei der Sicherheitskontrolle. Der Passport-Automat wollte auch nach zweimaligem Pass einscannen, mein Gesicht nicht erkennen, also musste ich zum Schalter. Es bildete sich eine ewiglange Schlange. Der Typ vor mir hatte offensichtlich gröbere Probleme, weil er nach 10 Minuten immer noch nicht durchgelassen wurde. Als endlich ein zweiter Schalter öffnete war ich guter Dinge. Allerdings fragte mich die Flughafenmitarbeiterin, ob ich neben meinem österreichischen Pass noch einen israelischen Pass hätte. Ich verneinte. Sie fragte mich wo ich geboren und aufgewachsen sei. Österreich. Und meine Eltern? Ebenfalls beide aus Österreich. Daraufhin meinte sie, ich solle mich doch mal anschauen, da könne was nicht stimmen. Aus welchen Ländern denn meine anderen Vorfahren stammen? Ich musste innerlich lachen, da aber bereits Boarding Time war, verkniff ich mir eine weitere Aussage und meinte nur, dass meine Oma aus Italien sei. Das war wohl die einzige plausible Erklärung für sie, warum ich als Österreicherin braune Haare und Augen, sowie eine gebräunte Haut habe. Damn Girl, …

Wie dem auch sei, die Mitarbeiterin ließ mich schließlich durch und ich konnte endlich ins Flugzeug einsteigen.

Im vierten und letzten Teil unserer Israel Reise erzähle ich euch von unserem Daytrip nach Jerusalem und gebe ein kleines Fazit zur ganzen Reise.

Nelly Nylon
Nelly Nylon

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: nelly.nylon@blog-mag.net

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