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6 Sep

Tales from the back row

Amy Odells Buch beginnt damit, dass sie nach einer Fashionshow bei einer Gruppe von Personen steht, die sich über die Details einer neuen Kollektion unterhalten. Sie ist neu in der Szene und daher ist es ihr unklar, wie man ein eigenes Gespräch über die Verwendung von Reißverschlüssen führen kann.

Etwas mehr als 200 Seiten später hat Odell alles erlebt, was man in der New Yorker Fashionszene erleben muss – Fashion Faux Pas, ein Bewerbungsgespräch bei Anna Wintour, ein Interview mit Karl Lagerfeld und unzähliges mehr.

Die Modeindustrie ist hierarchisch aufgebaut – was vor allem bei anstehenden Fashionweeks und den Platzzuweisungen von Modeschauen klar wird. In der Front Row sitzen die mächtigen Influencer mit dem besten Blick auf die neuen Kollektionen. In den hinteren Reihen erkennt man oft nur die obere Hälfte der Models – sieht das Geschehen aber aus ganz anderen Augen.

 

Odell, die mittlerweile als Editor bei Cosmopolitan angestellt ist, war eine der ersten Fashion Bloggerinnen für „The Cut“ und erzählt in ihrem Debütroman „Tales from the back row“ von ihrer Karriere in der Modebranche, die in ebendiesen hinteren Reihen ihren Anfang nahm. Dabei nimmt sie dem Leser die oft angenommene Illusion, wer in der Fashionszene arbeite, führe ein glamouröses Leben. Im Gegenteil: Statt Jetset-Leben, Front Rows und Designer-Geschenken erwarten sie vor allem Überstunden, Plätze in den letzten Reihen und unangenehme Interviews mit Prominenten.

Das Besondere an dem Buch ist, dass Amy Odell ihre Liebe zur Industrie nie verliert – sie musste  für ihre Karriere hart arbeiten, hinterlässt aber den Eindruck, dass es jede Sekunde ihrer Zeit wert war. Ihre Beschreibungen sind enorm ehrlich, spannend und sarkastisch – und genau die richtige Mischung aus Kritik und Liebe für die Modewelt. Außerdem erzählt sie ungeniert von ihren Begegnungen mit Celebrities, im positivem wie im negativem Sinne – und ja, sie erwähnt Namen!

Am Ende des Buches gibt sie zehn Tipps für jeden, der in der Modeindustrie arbeiten möchte – unter anderem:

When you first start out, always act like you know what's going on.

Ein weiterer Ratschlag, den sie im Laufe des Buches oft wiederholt, ist:

Work hard.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, oder?

 

Mein Fazit: Egal ob man in der Modebranche Fuß fassen will oder einfach wissen möchte, wie es Behind the scenes abläuft – das Buch ist angenehm, ehrlich und unterhaltsam zu lesen. Und wenn ich mir jemanden aussuchen dürfte, mit dem ich in der letzten Reihe einer Modenschau sitze, wäre Amy meine erste Wahl.

See you soon,

Cora Cotton

Cora Cotton
Cora Cotton

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: cora.cotton@blog-mag.net

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