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10 Apr

Sneaky Peaky

Are you rushin` in? Or are you goin` sneaky peaky like? Ist irgendein Sager aus irgendeinem Shootergame, das meine Söhne rauf- und runter gespielt haben. Warum heißen unsere geliebten Sneaker aber so – und warum eignen sie sich so herrlich zum Schleichen?

Quelle: flaticon.com
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Definiert werden Sneakers als ein mit einer Gummisohle versehener Schuh, dessen Obermaterial aus Leder, Synthetik oder Canvas besteht. Wobei in unseren Breiten als Sneakers eher die mit Canvas ausgestatteten Modelle gelten. Canvas wird ein aus starkem Garn dicht und fest gewebter Stoff bezeichnet. Die Bezeichnung stammt aus dem englischen und bezieht sich auf historisches Segeltuch.

Quelle: pixabay.com

Ursprünglich war der Begriff Sneakers im Nordosten der USA sowie in Südflorida und North Carolina gebräuchlich. In den urbanen Regionen wird das Slangword „kicks“ verwendet. Da die Gummisohlen sehr leise sind und sich nähernde Personen nicht hört, sie sich sozusagen anschleichen, wurde der Begriff Sneakers (to sneak up – anschleichen) verwendet. Davor wurde der Terminus „Sneaks“ von Gefängnisinsassen in Bezug auf ihre Aufseher verwendet, die ebenfalls Schuhe mit Gummisohlen trugen.

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Um 1870 herum hießen Schuhe mit Gummisohlen in GB Plimsoll – bezugnehmend auf ein Buch von Nicolette Jones, in dem die Gummisohle horizontal seitlich mit einem färbigen Streifen abgebildet war, was an die Freibordlinie (Plimsoll Line) eines Handelsschiffes erinnert. Wenn der Schuh über dieser Linie ins Wasser gerät, bekommt der Träger nasse Füße. Weiters wurden sie für sportliche Aktivitäten wie Tennis oder Croquet verwendet. Die britische Armee vertiefte das Profil und sie wurden fortan auch für militärische Zwecke genutzt. Englische Schulkinder mussten sie beim Turnunterricht tragen.

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Am Beginn des 20.Jahrhunderts schwappten die Plimsolls über den großen Teich, wo sie dann auch gleich als Sneakers bezeichnet wurden. Die Firma Spalding brachte die ersten Basketball Schuhe 1907 auf den Markt, welcher nach dem 1. Weltkrieg enorm anwuchs. Besonders populär wurden sie durch die Athleten Jim Thorpe und Chuck Taylor, beide trugen die damals brandneuen Converse All Stars.

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1936 brachte die französische Firma Spring Court den ersten Tennis Schuh aus Canvas auf den Markt, mit acht Löchern für die Luftzufuhr und die Sohle war aus vulkanisiertem Gummi.

S N E A K E R S

Parallel dazu entwickelten in Herzogenaurach in Deutschland Adolf „Adi“ und Rudi Dassler einen derartigen Schuh für den Sport. Diese Modelle wurden auch bei den olympischen Spielen 1936 in Berlin eingesetzt. Später splitteten sich die Firmen in Adidas und Puma auf.

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In den 50er Jahren begannen Jugendliche und Kinder in den USA Sneakers zu tragen, als sich die Bekleidungsvorschriften in den amerikanischen Schulen lockerten und drückten somit auch eine Lebenshaltung aus. Speziell nach dem sie James Dean in „A Rebel without a Cause“ gesehen hatten, wo er ausgebleichte, ausgelatschte Sneakers tägt. Ende der 70er und die ganzen 80er hindurch, war Work-Out und Jogging neu und modern – die Schuhfabrikanten verkauften nicht nur mehr ihre Produkte, sondern den ganzen Lifestyle rund um den gerade entdeckten Körperkult. Sneakers wurden zu einem Fashion-Statement und einer Definition der Persönlichkeit des Trägers.

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Diverse Marken werden mit verschiedenen Musikrichtungen in Verbindung gebracht. Hip-Hopper tragen vornehmlich Puma, Nike und Adidas. Im Rock`n Roll sind Converse und Macbeth beheimatet. Beatniks, Rocker und Skateboarder trugen sie, weil sie billig, anonym und authentisch waren. Converse, Keds und Vans sammelten ihre Fans nicht im Sport sondern mit Underground Icons wie den Ramones, Sid Vicious und Kurt Cobain. Seitdem findet man Converse auch in bunten Farben, zuvor waren sie nur in schwarz und weiß erhältlich. Sammler von Sneakers nennt man übrigens Sneakerheads.

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2008 verärgerte Converse Nirvana Fans, indem sie ein high-top Modell, das mit Zeichnungen und Notizen aus dem Tagebuch von Curt Cobain bedruckt war, auf den Markt brachten. New Balance Sneakers kamen durch einen Nazi-Blog ins Gerede, nachdem Donald Trump diese Marke bei einem seiner Auftritte trug und NB als die „offiziellen Schuhe der Weißen“ bezeichnete. Das Statement des Unternehmens zu diesem Vorfall hätte lahmer nicht ausfallen können.  

„I’ve retired my sneakers for stilettos, baby!“    (Vivica A. Fox amerik. Schauspielerin)  

Elvira Trevira

Elvira Trevira
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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