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24 Sep

Savannah im Sprühregen

Weiter ging es auf unserer Reise durch die Südstaaten im Cadillac Escalade von Atlanta nach Savannah, Georgia. Wie bereits gewohnt dokumentiert mit der Olympus PEN E-PL8.

Tag sechs unserer Expedition Südstaaten: Wir verlassen Atlanta in der Mittagshitze, die Temperaturen befinden sich wieder „high in the nineties“, also doch ein bisserl wärmer. Vor uns liegen 250 Meilen (400 km) mit dem Cadillac Escalade – erst auf der Interstate 75 und in weiterer Folge auf der I-16. Was soll ich sagen: wie immer schnürlgerade Straßen, links der Sumpf und rechts der Sumpf. Dieses atemberaubende Landschaftsbild wird hier und da durch die allerorts bekannten Fastfood Tempel oder eine Loves Tankstelle, die in ihrem bezaubernden 70er Jahre Design den Wegesrand ziert, aufgelockert.

Check-in im Planters Inn Hotel, wir hatten die Suite mit Terrasse, da konnte ich rauchen, ohne dass ich ständig das Hotel verlassen musste, ein wahrer Luxus. Rein in den Schanigarten der Bar auf der anderen Straßenseite, ins Olde Pink House  und mal zwei bis drei Gin Tonics reinschütten. Die braucht man nach so einer langen Autofahrt einfach. Dinner nahmen wir im The Grey, einer ehemaligen Greyhound Busstation, die zu einem schicken Restaurant umgebaut und mit einem Touch 50er Jahre Architektur verfeinert wurde. Essen fantastisch, sehr empfehlenswert, sollte man sich zufällig nach Savannah verirren.

Die Stadt ist, wie viele Ami-Städte schachbrettförmig angelegt, in Savannah jedoch gibt es auch noch kleine, ebenfalls symmetrisch angeordnete Squares oder Parks, wirklich sehr beschaulich. Die Architektur ähnelt der New Orleans sehr stark, viele Balkönchen, viel Schmiedeeisen, leichte Verrottung. Man erahnt wie reich und wohlhabend Savannah gewesen sein muss, jedoch auch dort ist die Armut der Bevölkerung permanent präsent.

Ein Spaziergang über den City Market zahlt sich auf jeden Fall aus, man sollte allerdings nicht zu früh dran sein (so wie der beste Chefredakteur überhaupt und ich), denn vor 11 Uhr tut sich dort gar nix – nicht mal ein Kaffee, den hab ich in meiner Verzweiflung bei McD holen müssen. Der zentrale Abschnitt der Bull Street, sowie die Broughton Street laden zum Shoppen ein. Dort stieß ich auf ein unglaublich süßes Tschi-tschi-qua-qua Geschäft – ihr wisst was ich meine, ganz viele schöne, vollkommen unnötige Dinge, die man nicht braucht, aber unbedingt haben will. The Paris Market, wir lernten zufällig die Besitzer kennen, deren Eltern aus Österreich stammten und vor dem WWII in die USA emigrierten. Paula empfahl uns dann ein Restaurant für den Abend.

Die Zeit drängte, ein Lunch in The Wilkes House war angesagt. Eine Erfahrung der besonderen Art. Wir trafen dort vier Damen der Visit Georgia Agency. Abgesehen davon, dass sie sich um schlichte 25 Minuten verspäteten, es hatte gerade feiner Sprühregen eingesetzt (der böse Hurricane Harvey ließ grüßen), schlugen sie vor, wir mögen das Lokal doch durch die Küche betreten, was ich etwas seltsam fand, jedoch in Anbetracht der Menschenmassen am Vordereingang, die Einlass begehrten, erschien es mir schlüssig. Wir warteten nun gefühlte 40 Tage im Sprühregen, mein Haar verformte sich allmählich in ein klobesenähnliches Gebilde. Neben uns Kakerlaken und Ratten im Glück, zwischendurch wurde ein Bottich mit Hendelhaxerln an uns vorbeigezwängt (Kühlkette – häh?), bis uns endlich der Eintritt gewährt wurde. Mitten durch die Küche, das hätte ich lieber auch nicht gesehen.

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Mrs. Wilkes war ein Boarding House, also eine Art Pension, wo Leute Zimmer mieten konnten, im Parterre gab es einen Speisesaal, die Mieter setzten sich alle an einen großen Tisch und bekamen Southern Style Cuisine serviert. So machen die das dort noch immer, sie nehmen keine Kreditkarten, zu trinken nur Sweet Tea oder Wasser (die spinnen wohl, wo ich schon so dringend Alkohol gebraucht hätte) man muss den Teller nach dem Essen selbst in die Küche zurücktragen und lauter solche Tanz. Das einzige Zugeständnis zum 21. Jahrhundert ist die AC, natürlich war es saukalt in der Hütte. Bei meinen Recherchen fand ich heraus, dass Obama anscheinend auch schon dort war, dem blieb ja eh nix erspart.

Nach dieser wunderbaren Erfahrung entschieden wir uns für Alkohol, am Weg zu ihm kamen uns Sheila und der Gatte Herr X auf Fahrrädern entgegen, auch sie fanden die Idee mit dem Alkohol fantastisch. Für den Nachmittag planten wir einen Ausflug nach Typee Island, einer Savannah vorgelagerten Halbinsel, die als Ferienparadies gilt. Bei schönem Wetter ist es dort sicher auch total klasse, Harvey aber hatte anderes im Sinn. Nicht einmal unsere Olympus PEN E-PL8 schaffte es, dieses Wetter besser erscheinen zu lassen. Vorerst landeten wir bei einem Lokal, das sehr der „Krossen Krabbe“ aus Sponge-Bob ähnelte, nur wesentlich abgesiffter war. Sheila gefiel das gar nicht und so begaben wir uns zu The Deck, ein stylishes Bar/Lounge/Restaurant Teil, wo die anderen futterten und ich trank. Harvey fing an, mir auf die Nerven zu gehen.

Abends folgten wir Paulas Empfehlung und nahmen unsere Reservierung zum Dinner im Elizabeth on 37th wahr. Southern Style Cuisine neu interpretiert, sehr interessant, Ambiente aus „Vom Winde verweht“, muss man auch mal gesehen haben. Es sprühregnete weiter. Unsere Reise setzte sich nach Charleston (South Carolina) fort, aber davon das nächste Mal.

„I think anything sounds good with a Southern accent“. (Jessica Simpson)

 

Polly Perlon

Polly Perlon
Polly Perlon

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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