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8 Aug

Rolling Fifties & The New Look

Der Schrecken des 2. Weltkrieges saß dieser Generation noch im Nacken und man wollte verständlicherweise vergessen - nicht aufarbeiten. In der Mode fand dies Ausdruck in Glanz, Glamour, Stil und Eleganz.

Im Frühling 1947 stellte Christian Dior eine Kollektion vor, die die Welt den Atem anhalten ließ. Er selbst gab ihr den Namen „Ligne Corolle“ (Blütenkelch-Linie), sie wurde jedoch von der damaligen Chefredakteurin des „Harper`s Bazaar“, Carmel Snow, als „New Look“ bezeichnet und unter diesem Namen sollte der Stil, der das kommende Mode-Jahrzehnt prägen würde, in die Geschichte eingehen.

Die Silhouette betonte den Busen, eine Wespentaille war „must“, deswegen zwängten sich die Damen sehr freiwillig gleich wieder ins Mieder, dessen sich ihre Vorfahrinnen 40 Jahre davor in zähen Kämpfen endlich entledigt hatten. Weite, schwingende Röcke, meist mit einem Petticoat darunter, rundeten den New Look ab. Die Alternative zu den Petticoat-Röcken, waren hautenge Bleistift-Röcke. Das Wirtschaftswunder versetzte der weiblichen Emanzipation einen fetten Schlag, eine Karriere war nur so lang interessant, bis ein passender Ehemann gefunden wurde, auf den man nach der Eheschließung im Petticoat am heimatlichen Herd warten konnte. Die Working Girls waren für die kommenden Jahre mal auf Eis gelegt, oder besser gesagt ans Heim gekettet und zur Aufzucht und Hege der lieben Kleinen abkommandiert.

Paris war das internationale Zentrum der Mode, von Mailand und London, geschweige denn N.Y sprach kein Mensch. Die Stars der Modeschöpfer, die hießen damals auch so, die Bezeichnung „Designer“ entwickelte ich erst viel später, hießen allen voran: Christian Dior, Cristóbal Balenciaga, Hubert de Givenchy und Pierre Balmain. Coco Chanel schlug erst Anfang der 60er wieder kräftig zu – wahrscheinlich widerstrebte ihr die biedere Eleganz dieser Epoche.

Wie ihre Idole Marilyn Monroe, Sophia Loren, Brigitte Bardot und Audrey Hepburn trugen die Mädchen und Frauen zu ihren Kostümen mit Schößchen, oder Twin-Sets mit Perlenketten, selbstverständlich super-spitze Pumps mit Bleistiftabsätzen, die die Wirkung von fantastisch geformten Beinen erzielten. Dazu passend das Handtäschchen und Hütchen, die farblich abgestimmten Handschuhe durften ebenfalls nicht fehlen. Zu Anlässen hüllte man sich in schwere, aufwendig verarbeitete Roben, auch um damit seinen finanziellen Status zu repräsentieren. Beim Make-Up setzten die Damen auf einen wohlgeschwungenen Lidstrich, sowie den knallroten Kussmund – der herausdrehbare Lippenstift war noch eine kleine Novität.

Nur wenige Frauen trugen Hosen, die waren grad nicht so beliebt, trug man sie doch im Krieg bei der Arbeit in der Munitionsfabrik. Audrey Hepburn machte die Caprihose jedoch wieder salonfähig und als Alternative sah man auch die Marlene-Hose. Der Bikini bekam durch Brigitte Bardot, sie räkelte sich in einem Modell mit Blumendruck 1952 am Strand von Cannes bei den dortigen Festspielen, was ihrer Karriere durchaus half, einen neuen Aufschwung.

Der Generationenkonflikt zwischen Jugendlichen und Eltern, die ihre im Krieg verlorene Jugend zu recht bedauerten und strikte moralische Werte vermitteln wollten, erfuhr in den 50ern seinen ersten Höhepunkt. Die jungen Menschen entdeckten ihre Liebe zu einer vollkommen neuen und aufregenden Musikrichtung, dem Rock`n Roll, der zu dieser Zeit aus Amerika nach Europa gelangte. Die Jungs kleideten sich wie Marlon Brando, Elvis Presley und James Dean, es war die Geburtsstunde der Blue Jeans, weißen T-Shirts und Biker-Jacken, diese Kleidungsstücke sind nie wieder verschwunden, drei Klassiker waren geboren, sie zählen heute zu den Basics in der Herren- sowie auch in der Damenmode.

Die Mode der 50er Jahre war grundsätzlich von einer steifen Eleganz geprägt, aber in den Jugendlichen dieser Zeit steckte wohl genug Rebellion, um die Türen in eine neue lässige und coole Richtung zu öffnen.

Fashion is gentility running away from vulgarity and afraid of being overtaken. (William Hazlitt, englischer Schriftsteller 1778-1830)

Elvira Trevira

 

 

 

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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