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23 Mai

Robe de Mariée – Das Brautkleid

Brautkleider sind so eine Sache – von atemberaubend schön bis potthässlich kann da alles dabei sein. Dank royaler Hochzeiten, wie die von Prinz Harry und Meghan Markle werden in diesem Segment immer neue Maßstäbe gesetzt.

Als erstes Brautkleid, das weltweit Aufsehen erregte, galt wohl das der US-amerikanischen Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Grace Kelly – später Fürstin Gracia Patricia, die 1956 den monegassischen Piratenfürsten Rainier III. in Monte Carlo heiratete. Damals sahen etwa 50 Millionen Menschen weltweit Grace in diesem weißen Traum.

Helen Rose, Chief-Costume-Designer bei Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) – sie entwarf zuvor schon etliche Filmkostüme für Grace Kelly, als diese noch aktiv in Hollywood agierte – kreierte dieses elegante Taft- und Spitzen Ensemble. Ergänzt wurde es durch eine Fascinator-Schleierkreation und ein Gebetbuch, welches mit Spitze und Perlen bestickt war, das Grace während der Hochzeitszeremonie in den Händen hielt. MGM besaß übrigens auch die Rechte, die fürstliche Hochzeit zu filmen.

Nach diesem Spektakel wurde es erstmal ruhig in Brautkleid Land – die 70er Jahre waren zu hippiesque – die gaben nicht soviel an Pomp und Glam her!

Das änderte sich schlagartig am Mittwoch, 29. Juli 1981 – ganz schön verrückt an einem Mittwoch zu heiraten, wer hat da schon Zeit für sowas. Aber der Tag der Trauung wurde damals zum Feiertag erklärt, daher hatten die Brits frei und konnten sich der wichtigen Aufgabe, dem Prinzen zuzujubeln widmen.

Die Eheschließung musste aus Platzgründen in der St. Pauls`s Cathedral stattfinden, Westminster Abbey war für die 3500 Gäste zu klein. Royals heiraten in anderen Dimensionen. Princess Dianas Brautkleid bleibt allerdings unvergessen. Eine typische 80er Kreation, die an Masse nichts zu wünschen übrig ließ – sie glich einem überdimensionalen „Fudge Cake with Cream Icing“ – das britische Designer Ehepaar Elizabeth und David Emanuel trug Schuld daran. Ein Statement an Rüschen, Maschen, Schleifen und Tüll, das seinesgleichen sucht – eine textile Erektion die bis heute unerreicht blieb, wofür man zutiefst dankbar sein muss. 700 Millionen Menschen beobachteten diese Traumhochzeit via TV – in der vierten Reihe in St. Paul`s lauerte übrigens bereits Camilla, das Pferd, ebenfalls in weiß gekleidet.

Kate Middleton, nun die Duchess of Cambridge, setzte in dieser Hinsicht schon ganz andere Akzente. Ihr Brautkleid entstammte dem Zeichenstift der britischen Designerin Sarah Burton, Kreativdirektorin des Modehauses Alexander McQueen.

Das Kleid war elegant und sexy zugleich, die superenge Corsage aus Satin mit herzförmigen Ausschnitt wurde an den Armen, Schultern und Dekolletè hauptsächlich mit Chantilly-Spitze angereichert. Das Satinmieder wurde in der Hüfte leicht aufgepolstert und in der Taille streng geschnürt, eine Inspiration aus der Viktorianischen Miederwarentradition, ein Markenzeichen des Hauses Alexander McQueen. Am Rücken war das Kleid mit 58 Knöpfchen hochgeschlossen. Der Rock war lang und ausgestellt geschnitten, die Schleppe verlief von der rückwärtigen Mitte der Taille in einer Länge von 2,70 Meter. Darunter befand sich ein Pettycoat aus englischer Cluny-Spitze auf Seidentüll. Im Gegensatz zu Dianas Schleppe, die 7,62 Meter maß, fast schon bescheiden.

Und nun hat Meghan Markle Prinz Harry geheiratet und zwar in Windsor. Ihr Kleid war von Givenchy. Die Tradition dieses Hauses Roben zu produzieren ist legendär. Kreierte Hubert de Givenchy doch auch Audrey Hepburns „All Star Forever“ Cocktailkleid aus „Frühstück bei Tiffany“. Das ultimative Kleid, das an Eleganz und Erotik unübertroffen ist. Seit 2017 zeichnet Clare Waight Keller als Creative Director des Hauses verantwortlich.

Das reinweiße schlichte Hochzeitskleid von Meghan Markle hatte 3/4 lange Ärmel und einen Bootausschnitt, die Silhouette erschien A-förmig. In den langen Schleier der Braut waren Symbole eingearbeitet, die alle 53 Länder des Commonwealth repräsentierten. Die Blümchen für den Brautstrauß kamen aus dem Garten des Kensington-Palace, hauptsächlich Vergissmeinnicht, Princess Dianas Lieblingsblumen – ihr sollte so gedacht werden – angeblich hat Prinz Harry sie am Vortag selbst gepflückt – oder auch nicht. Die Tiara, die Miss Markle trug, war eine Leihgabe der Queen. Sie ist mit Diamanten besetzt und stammt aus 1932.

Ich könnte nun auch noch über die Brautkleider von Letizia von Spanien, Mary von Denmark, Maxima von Holland, die der Schweden-Prinzessinen, die übrigens alle sehr stilvoll waren, schreiben. Eventuell auch, dass Bräute erst seit Queen Victoria weiß tragen, davor war es üblich in Pastellfarben, oder beispielsweise in kräftigen Farben wie Blau oder Grün zu heiraten. Eines bleibt allerdings wirklich noch zu erwähnen, Sarah Fergusons Brautkleid war absolut geschmacksfrei!

„A young bride is like a plucked flower – but a guilty wife is like a flower that had been walked over.“   (Honore de Balzac franz. Schriftsteller 1799 – 1850)

Elvira Trevira

Elvira Trevira
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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