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1 Mai

Remember Le Mans

Ein Film über einen Film und zwei Legenden – Steve McQueen und das 24h Rennen von Le Mans.

Le Mans ist ein eher kleineres Städtchen in der nordfranzösischen Region Pays de la Loire. Die Einwohner nennt man übrigens Manceller – also nicht die Le Manser. Das alles würde nun wirklich niemanden kratzen, fände in dieser Stadt  nicht alljährlich eines der härtesten Autorennen der Welt statt.

1923 wurden das allererste Mal die sogenannten 24 Heures du Mans (das 24 Stunden-Rennen von Le Mans) ausgetragen. Der Kurs ist etwa 13,5 km lang und führt über den eigentlichen Circuit, sowie für den Wettbewerb als Strecke adaptierte Landstraßen. 1955 kam es beim 24 Stunden Rennen von Le Mans zur größten Katastrophe in der Geschichte des Motorsports. Teile des Mercedes-Benz 300 SLR des Franzosen Pierre Levegh, flogen nach einer Kollision auf der Zielgeraden in die dortige Zuschauertribüne. Dabei starben der Pilot selbst und 84 Zuschauer.

Die Faszination Le Mans machte aber auch vor Hollywood-Stars nicht Halt. Paul Newman, der mit den knallblauen Augen, gewann das Rennen zwei Mal.  Steve McQueen, drehte 1970 den gleichnamigen Kult-Film darüber.

… und darum geht es in „Remember Le Mans“. Es ist eine Dokumentation über die Dreharbeiten zu diesem Film.

Sehr unterhaltsam und informativ, mit reichhaltigem Off-Filmmaterial, berichten die Zeitzeugen Dr. Glavitza und Dr. Huber, unterstützt von Peter Samuelson, launig über chaotische Dreharbeiten, ein grundsätzlich fehlendes Drehbuch, faule Produktionsleiter und einen völlig durchgeknallten Steve McQueen. Glavitza und Huber kamen durch ihren Einsatz als Stuntmen in dem im Jahr zuvor gedrehten „James Bond – Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ dazu – auch in Le Mans bedurfte es Stuntmen, die richtig Autofahren konnten, bis dahin war die Hauptaufgabe dieser Zunft eher durch Fenster und vom Pferd zu stürzen geprägt, erzählt Glavitza. Samuelson war ein 18-jähriges jungfräuliches Bürschchen, wurde ursprünglich als Übersetzer für die Crew angeheuert, studierte jedoch an der Uni lediglich Alt-Französisch, konnte also gut über Ritter und deren Rösser in diversen Versmaßen deklamieren, hatte vom Alltags-Französisch aber nur wenig Ahnung. Das alles sollte sich in Le Mans schleunigst ändern.

Dem Original-Film fehlte der Plot. Es war Steve McQueens Intension einen Film, der ausschließlich vom Rennfahren selbst handelt, zu inszenieren. Daher hat das Machwerk für den nur mittelmäßig enthusiastischen Renn-Fan auch so seine Längen. Die Dokumentation „Remember Le Mans“ ist wesentlich spannender. Sie beschreibt den Wahnsinn, der sich hinter den Kulissen abspielte, ist voller Emotionen und Erinnerungen. Sex, Drugs and Rock&Roll, sowie die damals weitverbreitete Flower-Power-Happiness bestimmten die Atmosphäre am Set.

Das Team von Cinecraft um Felix R. Giuliani und Christian Giesser hat mit dieser Hommage an Steve McQueen und seinen Film, gleichzeitig ein interessantes und ebenso unterhaltsames Zeitzeugnis für den Motorsport aber auch für das Handwerk der Filmemacher, geschaffen.

Muss man gesehen haben und kann man kaufen.

 

„I Feel the Need – the Need for Speed!“  (Top Gun 1986)

Polly Perlon

 

 

Polly Perlon
Polly Perlon

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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