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7 Sep

New Orleans Abge-fuckt-ness De Luxe

Eine Reisegeschichte durch den Süden der USA in mehreren Teilen dokumentiert mit der großartigen Olympus PEN E-PL8.

„Riding on the City Of New Orleans…“ so beginnt der Song von Steve Goodman aus 1971, berühmt geworden durch Arlo Guthrie und im Refrain kräht der jeweilige Interpret enthusiastisch „Good morning America how are you?“

Diese Frage drängt sich auf, wenn man am Louis Armstrong New Orleans International Airport landet – einem Flughafen, der flächendeckend mit Spannteppich ausgelegt ist, wodurch man schon hygienetechnisch auf die Abgesifftheit der buntesten und geschichtsträchtigsten Metropole Amerikas vorbereitet wird…und ja, Louis Armstrong wurde in New Orleans geboren.

Quelle: coolchaser.com

Mein Mann, der beste Chefredakteur aller Zeiten, aber das wisst ihr ja schon, fällt durch exzellente Beziehungen zur Firma Cadillac auf, daher wurde uns von dieser Firma ein Cadillac Escalade zur Verfügung gestellt. Auch unsere Reisekumpanen Sheila Shrink und ihr Gatte Herr X waren von dem Plan, im „Duke of Detroit“, so nenne ich ihn immer – denn nur die amerikanische Autoindustrie ist im Stande, so fette Bad Boys zu bauen – durch die Südstaaten zu cruisen, höchst angetan.

Check-in im Royal Sonesta Hotel direkt an der Bourbon Street – es war schon nach Mitternacht, da unsere Boing 787 Dreamliner der British Airways leider einen technischen Defekt hatte, saßen wir vier Stunden in London Heathrow am Rollfeld fest. Ein Drink und eine Zigarette mussten her – deswegen raus vor die Tür auf die Bourbon Street. Eine besondere Erfahrung: Non-stop-Party auf die eher derbere Art – als Europäer würde man es wohl mit Ballermann auf Malle vergleichen. Erstaunlich, dass in einem Land, in dem Prostitution verboten ist, die Damen in Lingerie durch die Straßen zappeln dürfen, aber das waren sicherlich alles nur Tänzerinnen. Die Drinks sind sensationell, man geizt nicht mit dem Alkohol, sie werden allerdings in Plastikbechern serviert, wohl „for our own saftey“ – man kann Erwachsenen eigentlich nicht zutrauen aus einem Glas zu trinken, das ist zu gefährlich. Bemerkenswert die Größe der Kakerlaken (vier Zentimeter plus), die beschwingt in mehr oder weniger großen Grüppchen entspannt durch die Bourbon Street flanieren.

Am nächsten Morgen jedoch zeigte sich New Orleans von seiner besten Seite und ich verliebte mich auf der Stelle. Die Architektur, vor allem spanisch und ein wenig französisch beeinflusst, unterstrichen durch die üppige Vegetation (Sumpflandschaft, Hitze und knapp 80% Luftfeuchtigkeit), lässt den Betrachter den Atem anhalten. Vor einer verrotteten Schönheit, die alles gesehen hat, einer Hure, die sich von ihren Freiern wie den Franzosen und Spaniern (die Briten konnten sie nie einnehmen) niemals vernichten ließ, sich jedoch wunderbar mit den Piraten arrangierte, die alljährlich mehr oder weniger erfolgreich den Hurricanes trotz, muss man sich einfach verneigen.

So hampelten wir durchs French Quartier, mit all seinen Voodoo Shops, den bunten Geschäften, die hunderte scharfe Saucen anbieten, angeführt von Tabasco, das auch aus der Gegend kommt. Aus jedem Lokal oder Geschäft ertönt Blues, Jazz oder Dixie und man schlendert mit einem gewissen „swag“ dahin. Armut ist überall spürbar und ich meine hier richtige Armut, selbstverständlich hauptsächlich innerhalb der farbigen Bevölkerung. Das gilt übrigens für die meisten Teile des amerikanischen Südens. Vielleicht sollte Mr. President dort mal ansetzen „to make America great again“ und sich weniger um Nordkorea kümmern.

Nachmittags war die Besichtigung der Houmas House Plantation in Darrow, das zwischen New Orleans und Baton Rouge liegt, angesetzt. Ein düsterer, jedoch optisch schöner Ort mit sehr dunkler Aura, dessen Gärten von 500 Jahre alten Eichen geprägt sind. Ursprünglich wurde auf der Plantage Zuckerrohr angebaut, was natürlich die 750 dort – und ich verwende den Ausdruck „gehaltenen“ Sklaven bewusst – erledigten. Heute werden auf dem vier Hektar großen Grundstück nur mehr Führungen veranstaltet. Der momentane Besitzer, ein Herr namens Kelly, der offensichtlich ein bissl was auf der Batterie hat, veranstaltete vor Ort die Hochzeit seiner beiden Hunde mit ungefähr 1000 geladenen Gästen inklusive Medienpräsenz – scheint ein Exzentriker zu sein. Der Regisseur Robert Aldrich drehte auf Houmas 1964 seinen sechsfach oscarprämierten Psychothriller „Wiegenlied für eine Leiche“ mit Bette Davis, Olivia de Havilland und Joan Crawford. Dieser Film spiegelt die morbide Energie dieses Hauses außergewöhnlich gut wieder.

Zum Dinner war ein Besuch im Napoleon House angesagt – gleich neben dem ehemaligen Slave Exchange situiert. Nach Gumbo und Jambalaya, sowie wunderbaren Gin Tonics bekamen wir eine Führung der Prunkräume im ersten Stock, die hatte der damalige Bürgermeister von N.O. (1812-1815), ein gewisser Nicolas Girod etabliert, da es sein Plan war, Napoleon von St. Helena zu befreien um dann was weiß der Kuckuck mit ihm zu machen. Schiff zur Insel im Süd-Atlantik war schon gebucht, leider starb Napoleon drei Tage bevor die ganze Aktion startete. (http://www.napoleonhouse.com/history/).

Der Mississippi River – auch als „Ol` Man River“ besungen dominiert die Stadt. Ein Spaziergang an der Uferpromenade ist durchaus empfehlenswert, man kann die vor Anker liegenden Raddampfer bewundern und anschließend in „Meals for the Heart“ Superfood genießen. Immer von Musik begleitet, die in ganz New Orleans zu jeder Zeit präsent ist.

Nachmittags sprangen wir auf einen Hop-On/Hop-Off Bus, die beste Methode eine Stadt in kurzer Zeit zu erkunden. Hier erfuhren wir die Geschichte des PoBoy Sandwich, das angeblich 1929 im Restaurant von Benny und Clovis Martin, vormalige Tramway-Führer, erfunden wurde. 1929 gab es einen vier monatigen Streik der Straßenbahn-Gesellschaften, währenddessen die Brüder ihren ehemaligen Kollegen gratis Sandwiches servierten. Die Kellner des Restaurants bezeichneten die vorübergehend arbeitslosen Tramway-Chauffeure als „Poor Boys“, woraus sich der Name der Sandwiches entwickelte. Es ist ein mit Huhn oder Schrimps belegtes Baguette. Der Lafayette Friedhof, den ich gerne gesehen hätte, war leider geschlossen, jedoch entschädigte uns das liebliche „Garden Quartier“ voll und ganz. Dort gibt es totally sophisicated Vintage-Fashion-Shops, mit Roben, Kleidern und Schuhen, die bis in die 1940er Jahre zurückreichen.

Abendessen im Sac-a-Lait, Warehouse-Style-Restaurant, geile Location, tolles Essen. Da hab ich dann auch Alligator auf Selleriepüree probiert, hat ein bisserl nach sehr zartem Henderl geschmeckt. Alligatoren leben im Bayou, den Sümpfen Louisianas wo rund zwei Millionen dieser charmanten Tierchen herumplantschen. Was uns aber nicht davon abhielt, nach dem Essen noch in die Frenchman Street zu wackeln um uns in „The Spotted Cat Music Club“  noch eine Runde Jazz reinzuziehen.

Aber was wäre eine Reise ohne Fotos? Wir bekamen für unseren Road Trip durch die Südstaaten die Olympus PEN E-PL8 zur Verfügung gestellt. Eine handliche, sehr stylish designte Digitalkamera mit einem Hauch Vintage, die in jedes Tascherl passt. Vintage bezieht sich aber lediglich auf das äußere Erscheinungsbild und wird durch die Oberfläche in Lederoptik, sowie den matten Metallelementen unterstrichen – innen drinnen wohnt Hi-Tech.

Obwohl ich für diese Reise keine Selfies – oder nur ein paar gemacht habe – (ich weiß es nicht mehr, wir schossen über 1000 Fotos) – auch das ist mit der PEN möglich, in dem man einfach den Touch-Screen rausklappt – das Gerät stellt sich dann automatisch auf „Selfie“ um.

Quelle: olympus.at

Der Art Filter ist „state of the – wie gesagt – art“ – die Effekte kann man im Live View direkt sehen und sogleich den optimalen Filter wählen. Wirklich sensationell allerdings ist das eingebaute WiFi – ich muss gestehen, die erste Kamera mit der wir fotografieren, die diese Funktion aufweisen kann. Mit dem Olympus Image Share App kann man Fotos direkt via Facebook und Instagram teilen.

In ein paar Tagen geht`s mit einem Post über unserer Reise durch die Südstaaten, auf der Flucht vor Harvey, dem bösen Hurricane von Louisiana durch Mississippi und Alabama nach Atlanta Georgia weiter, ich hoffe ihr seid dabei.

 

Tomorrow is another day! (Scarlett O`Hara in „Vom Winde verweht“)

 

Polly Perlon

Polly Perlon
Polly Perlon

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

1 Comment
  • Heidi

    tolle Fotos! mit olympus E PL 8?
    das Geschäft mit den Hüten wäre meins__ 🙂
    love and respect Heidi

    9. September 2017 at 18:30 Antworten

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