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18 Mai

Must Have Not

Ich höre beim morgendlichen Kaffee meist Radio – wie auch tausende andere Menschen. Unweigerlich schleichen sich in mein Ohr diverse Werbespots. Was mich heute aber endgültig wachgerüttelt hat, war kurz vor halb sieben eine Werbeeinschaltung einer bestimmten Firma – nennen wir sie K. Ein Overall im – und jetzt wird es spannend – floralen Blumendruck – wurde angepriesen. Anscheinend ein „Must Have“ in diesem Sommer. Und der Preis: „Unglaubliche € 9,90!“

Aber von Anfang an – ein floraler Blumendruck – ist das nicht so wie ein „schwarzer Rappe“ oder „weißer Schimmel“ – da sind einem eifrigen Werbetexter wohl die Rösser durchgegangen. Na gut – meines Wissens nach, sind Overalls nicht erst diesen Sommer ein „Must“, sondern schon seit ein paar Saisonen, wenn überhaupt! Und wer bestimmt was ein „must“ ist? Wohl am ehesten die Trägerin selbst.

Richtig erstaunlich jedoch ist der Preis des guten Stücks – € 9,90 – das gibt zu denken: aus welchem Material ist der Overall gefertigt, wo wurde er produziert und unter welchen Umständen?

Auf der Homepage von K findet man allerlei über den hohen Qualitätsanspruch der Firma, etwa dass die Produkte auf verschiedene Arten getestet werden, damit beim Endverbraucher keine gesundheitlichen Schäden auftreten. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Produktion bei K ausgelagert ist. Somit übernimmt K für die Umstände unter denen der Lieferant produziert keine Verantwortung – was im Klartext heißt, es ist der Firma völlig egal unter welchen Bedingungen die Ware erzeugt wird. Das ungeschriebene Gesetz ist:  So billig wie nur möglich, so viel Profit wie nur machbar. In Anbetracht dessen, das K auch viele Arbeitsplätze in unserer schönen ersten Welt sichert, ist das auch irgendwie nachvollziehbar.

Aber nun nochmal zurück zu einer einfachen Milchmädchen Rechnung – der „florale Blumendruck“ muss entworfen und der Stoff muss gewebt oder gewirkt werden, ein Modell muss designt und der Schnitt erstellt werden. Es wird zugeschnitten und genäht (selbstverständlich in Akkordarbeit) dann ausgezeichnet, verpackt – anschließend kommt die Ware aufs Schiff, landet in Hamburg, Rotterdam oder an einem anderen großen europäischen Hafen – rauf auf den LKW und von da aus in die Zentrale, wo die Ware wieder weiterverschickt wird – direkt in die Läden, wo uns der florale Jumpsuit dann entgegenstrahlt. Und das alles ist so günstig, dass man dieses „Must“ um unglaubliche Euro 9,90 verkaufen kann! Wow! Und Juhu – K macht auch noch Profit!

Da kann man wirklich nur sagen „unglaublich“.

Was denkt ihr darüber? Seht ihr das eher kritisch, oder erfreut ihr euch an dem Schnäppchen?

Stay with us!

Polly Perlon

Polly Perlon
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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