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25 Feb

The most radical car movie…

...of all time - und hier spielt der Ford GT die Hauptrolle.

Die Rede ist vom Re-make des französichen Kurzfilms „C’était un rendez-vous“ (Ein Stelldichein – heute würde man es wahrscheinlich etwas cooler mit „Ein Date“ übersetzen) aus 1976 von Claude Lelouch und trägt nun den Titel „Re-Rendez-Vous“. Er entstand in Zusammenarbeit mit dem Oscarpreisträger. Den erhielt er übrigens 1966 für das beste Drehbuch für seinen Film „Ein Mann und eine Frau“ – auch darin spielen schnelle Autos eine tragende Rolle und Jean-Luis Trintignant darf sie fahren.

In dem 1976 gedrehten 8min 35sec langen Film sitzt Lelouch selbst am Steuer, die Kamera ist an der vorderen Stoßstange befestigt, außerdem waren noch sein Kameramann und sein Key Grip im Auto. Bei der Dame, die am Ende des Films, atemlos mit bebendem Busen die Treppe hinaufeilt, handelt es sich um seine damalige Flamme Gunilla Karlzen.

Wie man im Film sehen kann, war 1976 an einem Sonntag Morgen in Paris auch nicht gerade die Hölle los, außer ein paar aufgescheuchten Tauben, Müllautos und Bussen, die damals schon am Weg herumeierten, gibt es keine nennenswerten Hindernisse. Nach eigenen Angaben fetzte Lelouch passagenweise mit bis zu 200km/h durch die frühmorgendliche Stadt.

Im Re-Make mit dem Ford GT – er ist ein böses Geschwür und hat Ikonen-Status, sappalott! – ist die ursprüngliche Strecke verkürzt, das liegt auch daran, dass viele Straßen, die Claude ursprünglich benutzte, heute nicht mehr für den Verkehr zugelassen sind. Beeindruckend auch, dass exakt an denselben Stellen die Täubchen in die Luft flattern. Im Re-make fährt eine Dame das Auto um am Montmartre ihren Lover zu treffen. Sie trägt ein Kleid, das dem von Gunilla sehr stark ähnelt.

Im Originalfilm, war das eigentliche Motorengeräusch, mit dem eines etwas aggressiveren Sportwagens hinterlegt, das war beim GT definitiv nicht notwendig. Auch die Technik im Film- Video Business hat sich seit 1976 leicht weiterentwickelt, heute handelt sich um ein high-tech interaktives, rund 1:35 Minuten langes 360-Grad-Video. Der Kamerawinkel lässt sich ganz einfach mit der linken Maustaste des Computers ändern – für einen kompletten Rundumblick. Link für das Video: https://youtu.be/3Gy1z_dlEf0. Link für den Originalfilm: https://www.youtube.com/watch?v=zvDXlDxMnb4

Der Ford Mustang GT ist ein Symbol für Freiheit und das bissl „Badass-Image“ schadet auch nicht. Er schaffts unter fünf Sekunden aus dem Stand auf 100km/h und die 421PS, von denen man wirklich jedes einzelne ganz dringend braucht, kommen aus einem fetten 5,0 Liter V8 Motor. Alles andere wäre auch lächerlich und unzumutbar – denn den schärfsten Sound produziert ein V8. Das klingt, wie wenn man Lemmy von Motörhead gemeinsam mit Led Zeppelin geigen lassen würde. „Snow Patrol“ benutzte übrigens mit Erlaubnis von Lelouch den Film für ihr Musikvideo Open Your Eyes (2007).

Aber „Re-Rende-Vouz“ ist nicht der erste Auftritt des Mustangs vor der Kamera. Er kann auf eine beeindruckende Filmkarriere zurückblicken, abgesehen vom Auftritt im „James Bond“ – Streifen „Goldfinger“, wo er weiß trug, anschließend in „Bullit“, seiner größten Rolle, diesmal in Schwarz und von Steve McQueen gesteuert, bis hin zu „Gone in 60 Seconds“, wo Nicholas Cage ihn liebevoll Eleonor nennt. Nicht zu vergessen, seinen Reifenabdruck den er in der Musikbranche hinterlassen hat, wie etwa mit „Mustang Sally“ von Wilson Pickett, „Echo“ von Eminem und vielen anderen Songs.

Der Mustang ist ein Wagerl, dem man sich nicht so leicht entziehen kann, aber das ist wahrscheinlich bei den meisten Kultobjekten so. Sie sind kompromisslos.

 

Polly Perlon

Fotos des Fords:
www.ford.de 

Polly Perlon
Polly Perlon

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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