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22 Jan

Mobilität – Was für ein Witz!

Ein Thema, das zur Zeit in aller Munde ist. Welche Formen der Mobilität bilden den Status Quo – welche Alternativen stehen uns zur Verfügung – ist E-Mobilität das Gelbe vom Ei – oder doch nicht? Könnten sich Antriebsmodelle durch Wasserstoffzellen durchsetzen? Es wird geforscht, diskutiert und mutmaßt – hier betrachten wir die Situation mit einem kleinen Augenzwinkern.

Babies sind wenig mobil, sie liegen meist nur rum und zappeln ein wenig. Oft hängt über ihren Köpfchen ein sogenanntes „Mobile“ in Form von Bärchen, Sternen oder sonst was, das sie motivieren soll sich still zu verhalten und es fasziniert anzustarren. Häufig jedoch verursacht es nur mehr Gezappel.

Der Drang sich zu bewegen und von A nach B, eventuell mit einem kleinen Umweg über A1, steckt in jedem Menschen. Wir liegen, dann robben, später krabbeln wir, bis wir es früher oder später endlich schaffen, ohne permanent hinzuplumpsen uns aufrecht auf zwei Beinen fortzubewegen. Dazu bedarf es Energie.

Und hier wird es spannend, denn kaum haben wir diese Fertigkeit erlangt, fällt unser windelumhüllter Popo bereits in den Sitz eines Bobbycars, später avancieren wir zum Dreirad, hier tauchen wir nicht mehr mit unseren speckigen Beinchen an, Pedale ermöglichen uns die Fortbewegung, oft noch nicht richtig koordiniert – erste Unfälle passieren.

Diese fallen in weiterer Folge bei der Nutzung des Fahrrades bereits etwas heftiger aus, so ein Knie ist schnell aufgeschunden. Sind wir dann zu hard-core Pubertierenden herangewachsen, muss – wie auch immer – ein Moped her. Die Unabhängigkeit ist beinah grenzenlos, der Papa zahlt den Sprit und man kann  bei den Klassenkameraden definitiv Eindruck schinden. (Durch maximale Coolness).

Es wird Zeit den Führerschein zu machen, das Moped eine vergessene Peinlichkeit der frühen Jugend, es ist schlimmer bei der Führerscheinprüfung durchzufallen als bei der Matura, das erste Auto – eine fahrende Müllhalde bei „Will haben“ um 2500,– Euro erstanden – der Wille des Vaters zur finanziellen Unterstützung etwas gedämpft, durch die immer noch nicht absolvierte Matura.

MOBILITÄT

Zur Maturareise fliegen wir natürlich, die meisten in diesem Alter bereits zum x-ten Male, am besten mit einem schlecht gewartetem Sunshine-Liner – Vater hat noch immer nicht seine Spendierhoserln heruntergelassen – nach Antalya. Dort vor Ort nehmen wir an einem Bootsausflug teil – genau Tauchen ist auch super – der geriatrische Außenbordmotor wird mit einer Substanz angetrieben, die Heizöl wie einen Jahrgangs-Champagner erscheinen lässt.

Zusätzlich verfeinern wir unsere Mobilität – der Weg zur Bahre ist noch nicht mal zu einem Drittel zurückgelegt, durch Ausübung verschiedenster Sportarten. Wir sind in Österreich, daher stellt man uns mit spätestens vier Jahren auf die Schi – Kleinkind Snowboards könnten in den kommenden Jahren eine Marktlücke schließen – man würde ihnen aber einen wesentlich schärferen Namen verpassen, Toddler-Shuffles eventuell. Radfahren allein reicht in seiner ursprünglichen Form natürlich nicht – wir fühlen uns gezwungen mit raupenartigen Rädern, sogenannten Mountainbikes, durch alpines Gebiet zu hetzen. Wilde, Todesmutige fühlen sich zum Reiten auf großen, unberechenbaren Tieren, die man Pferde nennt, berufen.

UNSERE MOBILIÄT SCHEINT KEINE GRENZEN ZU KENNEN. GERNE ZERSTÖREN WIR AUCH EIN WENIG UMWELT DAFÜR – UM DEM EINHALT ZU GEBIETEN, LASSEN WIR SCHLAUEN KERLCHEN UNS ALTERNATIVEN EINFALLEN, WIE BEISPIELSWEISE DIE E-MOBILITÄT ODER ANDEREN SCHABERNACK!
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Aber um die Batterien zu erschaffen, bedarf es seltener Erze und Substanzen, die in Afrikas Böden schlummern. Egal, die Chinesen kauften schon vor Jahren enorme Gebiete und Afrika wird seit Jahrhunderten ausgebeutet – wieso sollte man ausgerechnet jetzt damit aufhören? Abgesehen davon gibt es Studien, die belegen, dass es für den menschlichen Organismus nicht besonders zuträglich ist mehr 20 Minuten auf einer Batterie rumzusitzen. In weiterer Folge ist meines Wissens auch die Endlagerung der Energiespender (dann, wenn das erschöpfte Häschen zu trommeln aufgehört hat) nicht gänzlich gelöst…

Klar ist eines – um uns fortzubewegen bedarf es Energie, die muss irgendwie gewonnen werden. Es ist idiotisch sich vorzumachen, dass alternative Energien die Umwelt unberührt lassen, sich das Klima nicht weiter verändern wird. Auch werden wir unsere Mobilität nicht einschränken, niemand will zurück zur Kutsche (hier ist auch der Methangas-Ausstoß zu berücksichtigen) im Gegenteil, die Babies der Zukunft werden sicher nicht ausschließlich zu Fuß gehen wollen.

„Restrictions on mobility will be removed as cars become driverless. We’ll be chauffeured, basically.“    (Michio Kaku, *1947, amerik. Physiker)

Polly Perlon

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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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