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2 Mrz

Matcha, das moderne Wundermittel?

Egal, wohin ich sehe, immer strahlt mir der grüne Matcha-Tee entgegen – auf Facebook oder Instagram, als Smoothie-Bowl, Kuchenzutat oder einfach als Getränk. Der erste Hype um das japanische Heißgetränk ist nun schon lange verflogen, und man muss mittlerweile von einem ausgewachsenen Trend sprechen: Matcha findet man im Tee oder Kaffee mittlerweile sogar bei Starbucks und McDonalds. Nachdem mir die grüne Mischung in letzter Zeit wieder auffällig oft unter die Augen gekommen ist, wollte ich es jetzt genauer wissen: Was ist Matcha? Und woher kommt dieser Trend?

Kleiner Tee, große Vorteile?

In unserer Mädelsrunde sagten wir früher: „Wir sind nicht bereit, Sex, Drugs & Rock’n’Roll für Yoga, Tee und Nahrungsmittelergänzungen aufzugeben.“ Nachdem zuerst Yoga Einzug in unsere Truppe fand ist nun vielleicht auch der Tee dran – zumindest nach meinen ersten Recherchen:

Bei der Herstellung des Pulvertees wird das ganze Teeblatt verarbeitet, wodurch eine hohe Konzentration an wertvollen Inhaltsstoffen erhalten bleibt. Matcha ist unter anderem reich an Vitamin A, B, C und E. Zudem ist es ein guter Kaffee-Ersatz: Die Wirkung des beliebten Wachmachers setzt zwar schneller ein, flaut aber dementsprechend rasch wieder ab – das Koffein im Matcha wirkt langsamer, aber dafür stetig. Das führt wiederum zu erhöhter Aufmerksamkeit und Konzentration. Matcha wirkt außerdem stressabbauend, regt den Stoffwechsel an und unterstützt den Fettabbau.

Ich gebe zu – das klingt schon ziemlich gut.

Die ersten Aufzeichnungen zu dem grünen Getränk stammen übrigens aus dem China des sechsten Jahrhunderts. Mönche brachten den Pulvertee später nach Japan, und dort erlangte er Kultstatus. Viel später weitete sich seine Popularität auch bei uns im Westen aus – weshalb wir Matcha heute in vielerlei Form auf Blogs, Facebook und Instagram bewundern dürfen.

Kleiner Tee, großes Geld?

Für Matcha wird hauptsächlich eine bestimmte Teepflanze, die Sorte Tencha, verwendet. Die Blätter der Pflanze werden nach der Ernte mit Dampf bearbeitet und dann vorsichtig getrocknet. Nach der Trocknung werden die Blätter in traditionellen Mühlen aus  Granit gemahlen. In einer Stunde entstehen so in einer Mühle nur etwa 30 Gramm, also etwa eine Dose Matcha, wie wir ihn im Supermarkt im Regal stehen haben.

Aber die strenge Zubereitung hat ihren Preis: 30 Gramm Matcha kosten bis zu 50 Euro. Der Pulvertee wird auch billiger verkauft, ist dann aber nahezu immer mit anderen Inhaltsstoffen wie Zucker gestreckt, da er sonst zu bitter wäre. Hochwertiger Matcha hingegen hat eine neutrale bis süßliche Note.

Die Zubereitung ist ebenfalls eher ungewöhnlich: Ein bis zwei Gramm Matcha werden in eine Schale gegeben. Das wird dann mit 80 bis 100ml heißem Wassser (etwa 80C°) aufgegossen und mit einem Rührbesen aus Bambus schaumig geschlagen. Je dicker der Schaum wird, desto hochwertiger ist der Tee.

Matcha – der Test

Ich habe drei verschiedene Matchas verkostet, um mir einen Eindruck zu schaffen – einmal die KISSA „Supermodel’s Secret To Go Sticks“, einmal Bio Primo „Green Matcha“ und zuletzt noch Stick Lembke „Bio Matcha“. Um eines vorweg zu nehmen: Es ist wirklich notwendig, auf die Zutatenliste zu sehen.

Der Matcha von Bio Primo bestand nur zu einem Bruchteil aus Matcha, der Rest waren andere Zusätze – so sah dann auch der fertige Tee aus. Statt dem satten Grün, das mir auf Instagram entgegenstrahlt, endete mein erster Versuch mit einer hellgrünen, milchigen Brühe – der Geschmack war in Ordnung, aber eher fade. Ich habe weder das Bedürfnis den Tee je wieder zu machen noch jemandem zu servieren – vielleicht probiere ich ihn die Tage wieder, der erste Eindruck war aber eher negativ.

Der Stick Lembke Tee war farblich ein wenig überzeugender – mit einigen Filtern könnte man ihm fast den ikonischen Matcha-Grünton zusprechen (FAST.). Er schmeckt auch schon besser – ein Blick auf die Zutatenliste verrät auch, dass nur reiner Matcha verarbeitet wurde, ohne jegliche Zusatzstoffe. Beim ersten Verkosten war ich positiv überrascht, und meine, dass ich ihn wieder trinken würde – nicht regelmäßig, aber der Gesundheit wegen. Mein Fazit zum Matcha von Stick Lembke: Er ist genießbar, für mich als „Matcha-Neuling“ vielleicht aber nicht die große Offenbarung.

Zuletzt probierte ich den Matcha von KISSA Tea. Gerade auf Social Media bekommt der Tee viel Lobgesang, und da ich mir nie sicher bin, was davon ehrliche Meinungen sind und was nicht, stand ich dem Tee besonders skeptisch gegenüber. Der erste Eindruck konnte aber schon überzeugen: Die Farbe ist ein sattes, dunkles Grün, und der Tee riecht ungemein viel stärker als seine beiden Konkurrenten. Hin und hergerissen zwischen meinen Vorurteilen und der ansprechenden Erscheinung des Tees kostete ich ihn und musste feststellen: Das Beste kommt zum Schluss! Der Tee hat keinen bitteren Beigeschmack, sondern schmeckt fast ein wenig süßlich. Der „Matcha-Geschmack“, der die anderen beiden Tees überlagert hat, ist fein und unfassbar angenehm. Bei diesem Matcha sage ich klar: Den trinke ich wieder! (Während ich diesen Beitrag tippe, trinke ich übrigens gerade statt meinem täglichen Grüntee eine Tasse KISSA Matcha.) Mein einziges Manko: Die Sticks sind jeweils einzeln verpackt, was sie in der Anwendung zwar sehr handlich macht, aber dennoch mehr Müll produziert als notwendig. Bei meinem nächsten Einkauf werde ich daher eher auf die 30g-Verpackung zurückgreifen.

Von links nach rechts: Bio Primo, stick lembke, KISSA

Matcha hat mich nun offiziell in seinen Bann gezogen – und an Sex, Drugs and Rock’n’Roll hänge ich liebend gerne noch ein „Matcha“ dran – ist ohnehin gesünder.

Try it, like it, love it!

Nelly Nylon

Nelly Nylon
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: nelly.nylon@blog-mag.net

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