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21 Mrz

Keith Haring – The Alphabet

,,Die Wirklichkeit der Kunst beginnt in den Augen des Betrachters und erlangt Kraft durch Phantasie, Erfindungsgabe und Konfrontation.’’

Bekannt geworden ist Keith Haring durch Streetart in Subway Stationen, er hat Kunst als Aufschrei gegen Gewalt und Unterdrückung genützt und für das Individuum gekämpft. Keith Haring, ein Künstler ganz besonderer Art. Anlässlich seines 60. Geburtstages widmet die Albertina ihm eine Ausstellung, die seine Werke, mit Fokus auf seine einzigartigen Zeichensprache, darstellt.

Keith Haring wurde 1958 im US-Bundesstaat Pennsylvania geboren und zog in seinen frühen Zwanzigern nach New York. Abgedeckte Werbetafeln, die er mit Kreidezeichnungen illustrierte, wurden zur Grundlage seiner Kunst. Trotz etlicher Probleme mit der Exekutive, als Reaktion auf seine Malereien, ließ sich der Künstler nicht davon abhalten weiterhin Subway Stationen durch tanzende Männchen und krabbelnde Babys seine persönliche Signatur zu verleihen.

Mit einfachen Silhouetten und aus wenigen Strichen bestehenden Figürchen, erregte Haring enorme Aufmerksamkeit. Sein Anliegen war, Kunst für die Öffentlichkeit zu gestalten. Seine Werke sollten für jedermann zugänglich und verständlich sein.

,,Meine Zeichnungen versuchen nicht, das Leben nachzuahmen, sie versuchen, Leben zu erschaffen.’’

Eine weitere Auffälligkeit des Künstlers ist sein Stil, ohne jegliche Unterbrechung in einem durchgehenden Vorgang zu arbeiten. Ohne abzusetzen, ohne zwischenzeitliche Betrachtung, ohne Korrektur und ohne Unterbrechungen gelang es Haring permanent, außergewöhnlich vollkommene und ausgewogene Meisterwerke zu kreieren.

Primitiv und planlos oder wohl eher ausdrucksstark und eindrucksvoll?

Neben Originalität und knalligen Farben hebt sich Harings Kunst auch durch die Kritik an Gesellschaft und Institutionen ab. Mit seinen Zeichnungen hatte sich der Künstler zum Ziel gesetzt auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. Kunst als Aufschrei gegen Gewalt der Herrschenden und Unterdrückung durch Diktatur war sein Motto. Seine Werke beinhalten Botschaften der Gleichberechtigung, Rebellion gegen Gewalt und Sexualität.

Abgesehen von der künstlerischen Darstellung diverser Missstände setzte sich Haring für die nukleare Abrüstung, Beendigung der Apartheid sowie Gleichberechtigung der Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Sexualität ein.

Er kämpfte gegen Diktatur, Rassismus und Kapitalismus.

Durch die Diagnose seiner HIV- Erkrankung im August 1988 ließ sich Haring ebenfalls nicht entmutigen. Mit Projekten, wie der Gestaltung der Hauswand in einem der ärmsten Viertel Barcelonas, setzte Haring ein Statement. Haring bekannte sich offen zu seiner Krankheit, betätigte sich unermüdlich in seiner Rolle als einer der ersten AIDS-Aktivisten und leistete so einen wichtigen Beitrag zu Enttabuisierung von HIV.

Kurz vor seinem Tod gründete Keith Haring eine Stiftung um die Weiterführung seiner gemeinnützigen Arbeit sicherzustellen, deren Hauptziel darin bestand, vorurteilsfreies Bewusstsein über HIV und AIDS zu schaffen, sowie benachteiligten Jugendlichen uneingeschränkte Bildungsmöglichkeiten zugänglich zu machen.

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Am 16. Februar 1990 nahm Harings Kampf gegen AIDS sein Ende. Er starb im Alter von nur 31 Jahren an dieser folgenschweren Erkrankung. Während seiner Schaffenszeit von einem knappen Jahrzehnt entwickelt sich Keith Haring zu einem der bis heute einflussreichsten Künstler.

„Für mich ist Kunst keine Propaganda. Sie sollte die Seele befreien, die Fantasie anregen und die Menschen dazu ermutigen, weiterzudenken. Sie feiert die Menschlichkeit, statt sie zu manipulieren.“ – Keith Haring

Eure Polly Perlon

Polly Perlon
Polly Perlon

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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