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19 Okt

Jones = David gegen Goliath

Das Tex-Biz ist knallhart und nichts für zarte Seelchen. Die meisten eingesessenen österreichischen Textilfirmen, haben den Kampf gegen die Global-Players schon vor langer Zeit verloren und ihre Pforten für immer geschlossen.

Umso bemerkenswerter ist es, dass einige wenige österreichische Textileinzelhändler sich tagtäglich ihren Herausforderern, den global operierenden Monolables stellen. Dafür bedarf es, neben etlichen anderen Faktoren, ein überdurchschnittliches Maß an Schlauheit, innovativer Konzepte, Flexibilität und vor allem diesen einen Punkt, der dieses Unternehmen von der Konkurrenz unterscheidet.

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Ich hatte unlängst die Gelegenheit die Firma Jones, ein durch und durch österreichischer Familienbetrieb, der fernab des Einheitsbreis jährlich mehrere Damen-Kollektionen in den eigenen Stores und bei seinen Franchise-Partnern anbietet, kennenlernen zu dürfen.

Quelle: www.fashion-jones.com
Quelle: www.fashion-jones.com

Klar wird im Gespräch mit Frau Doris Rose, Miteigentümerin des Familienunternehmens und für das gesamte Design verantwortlich, dass die höchste Priorität des Unternehmens in der Nachhaltigkeit der Materialien, sowie eben auch in der Fertigung liegt. Früh erkannte man bei Jones die Nachhaltigkeit als das schlagende Argument im Verkauf. Die Zukunft wird uns zum sorgsamen Umgang mit den Ressourcen und mit den Menschen, die in der Industrie arbeiten, zwingen. Das ist die Verantwortung, die Unternehmen jetzt und fortan tragen werden.

Sustainability

80% der Fertigung passiert in Europa, hauptsächlich in benachbarten EU-Ländern. Ein weiteres Produktionsland ist die Türkei, wobei man auf Grund der politischen Entwicklungen dort, bereits über Alternativen nachdenkt. Die Stoffe kommen ausschließlich aus dem EU-Raum, häufig aus Italien. Daune kauft man in Shanghai ein, ausschließlich aus Totrupf – in dieser Hinsicht ist Ungarn als Bezugsquelle absolut inakzeptabel. Es wird keine Mühe gescheut, den österreichischen Kundinnen nur die qualitativ hochwertigsten Produkte anzubieten.

Die Löhne in der Fertigung sind den Kollektivverträgen der jeweiligen Produktionsländer angepasst. Frau Rose meinte dazu, das sei einfach besser für ihr Gewissen. Diese Einstellung würde man sich doch auch mal von der übermächtigen Konkurrenz wünschen, dann gäbe es vielleicht etwas weniger Elend in Südostasien.

40 Eigenstores betreibt Jones in Österreich und Europa, zusätzlich zur Kooperation mit 23 Franchisepartnern. Außerdem ist Jones in über 100 Standorten des gehobenen Fachhandels vertreten. Jones gilt innerhalb Österreichs als durchaus ernstzunehmender Konkurrent für ausländische Großunternehmen.

Doris Rose erarbeitete mit Bettina Assinger gemeinsam eine „Occasional-Wear“ Kollektion für die bevorstehende X-mas-Season, die neben eleganten Cocktailkleidern, schwingenden Abendroben auch Tops in Metallic-Look zu bieten hat. Key-Pieces, wie beispielsweise einen langen fein plissierten Rock in Bronze-Metallic-Shades kombiniert man mit den 80er inspirierten Blusen à la Denver-Clan. Diese Modelle akzentuieren die feminine Seite ihrer Trägerin. Ich bewerte diese spannende Kollektion als eines der High-Lights der kommenden Fest-Saison.

Jones zeigt uns, dass es in der heißumkämpften Textil-Branche auch Alternativen gibt. Hier handelt es sich um ein österreichisches Unternehmen, das die Vision verantwortungsvoll und mit Empathie gegenüber der Umwelt und den Menschen umzugehen, in die Tat umgesetzt hat.

 

The sole meaning of life is to serve humanity. (Leo Tolstoy)

 

Elvira Trevira

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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