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13 Dez

Get the fresh look

Älter werden ist unlustig – die Schwerkraft fordert ihren Tribut – die Kosmetikindustrie verdient sich dumm und dämlich dran, die Pharmaindustrie übrigens auch. Aber ganz ehrlich, wir wollen alle das uns gegebene Aussehen so lang wie möglich erhalten. Irgendwann war mir klar, trotz teurer Cremen namhafter Firmen, ich werde mich optisch nicht mehr verjüngen können, aber vielleicht gibt’s einen Weg, der mich von diesem gestressten, grantigen Gesichtsausdruck befreit und frischer aussehen lässt.

Hier kam Dr. med. Michaela Meister ins Spiel. Ihres Zeichens eine Praktische Ärztin, beschäftigt sie sich seit mittlerweile über 15 Jahren mit ästhetischer Medizin. Die Pionierin in der Laser – Haarentfernung, diese Methode bietet ihre Praxis Medkos in Korneuburg schon seit 2005 an, widmet sie sich insbesondere der Faltenbehandlung und Hautverbesserung.

Die Mimikfalten werden mit Botox (Wirkungsdauer um die sechs Monate) lahmgelegt, statische Falten mit Hyaluronsäure unterspritzt. Botox ist ein Lebensmitteltoxin, das für die ästhetische Medizin synthetisch hergestellt wird. „Giftige“ Eiweißhüllen werden durch zahlreiche Arbeitsgänge im Labor weggereinigt, bis nur mehr der eigentliche Wirkstoff übrig ist, das ist auch der Grund für den doch recht stolzen Preis. Seit den 1950er Jahren wird es in der Neurologie eingesetzt, Migränepatienten wissen das. Hyaluron hingegen ist eine körpereigene Substanz, die ebenfalls synthetisch nachproduziert wird. Der Körper erkennt es trotzdem als eigenes Hyaluron und es wird durch bereits im Körper befindliche Enzyme in einem Zeitraum von maximal 1 ½ Jahren abgebaut – genau – danach muss man sich wieder piecksen lassen. Die neueste Errungenschaft in Sachen Hyaluron ist das „Liquid Lifting“, klärt mich Michi auf. Da wir Nachbarinnen sind haben sie, die Spritze und ich schon ein sehr amicales Verhältnis zueinander. Beim Liquid Lifting wird eine größere Menge Hyaluron mittels einer feinen Kanüle unter einen größeren Bereich der Haut eingebracht um statische Falten anzuheben.

Beim „Fadenlifting“ werden nach unten gesackte Konturen durch sehr feine auflösbare Fäden, die auch in der Herzchirurgie verwendet werden, hochgezogen, so kann man vor allem die Silhouette rund ums Kinn korrigieren. Michi wendet auch den „Fraktionierten Laser“ bei Behandlungen gegen Falten an, durch ihn wird die körpereigene Collagenproduktion forciert, anschließend bilden die oberen Hautschichten einen leichten Schorf der abfällt und der erzielte Effekt ist eine faltenreduzierte, glatte und strahlende Haut.

Um ein pralleres, strahlendes Hautbild zu bekommen, empfiehlt Dr. Meister die Mesotherapie, und hier geht’s bereits um Hautverbesserung, bei der mit Vitaminen und Spurenelementen angereichertes Hyaluron mit vielen winzigen Stichlein unter die Haut eingebracht wird, die Hautstruktur ist danach auch gleichmäßiger. Besonders faszinierend fand ich das „Vampirlifting“, aber nur dem Namen nach, es wird auch Plasmalifting genannt. Eigenes Blut wird abgenommen, bei der Aufbereitung die Stammzellen extrahiert, danach werden sie ebenfalls wieder mit winzig kleinen Stichen zurück unter die Haut befördert. Ja Dracula, so macht man das! Außerdem gibt es noch eine Reihe von Laserbehandlungen, die gegen rote Äderchen, Sonnenschäden, sowie Pigmentflecken, Akneschädigungen und große Poren angewendet werden. Zu erwähnen wären noch „Chemische Peelings“, die gegen den allgemeinen Glauben, die Haut nicht ausdünnen, sondern ohnehin schon abgestorbene Zellen entfernen. Bei der Skulptrabehandlung, Michi sagt mir, je älter man ist, desto öfter muss man hier die erste Phase wiederholen – das lass ich mal aus denke ich – wird Milchsäure flächig unter die Haut gespritzt. Hier handelt es sich um einen „Bindegewebe-Booster“, in meinem Alter müsste ich in sechs Monaten mindestens vier Sitzungen absolvieren, danach bräuchte ich alle zwei Jahre eine Ampulle – ich glaub das zahlt sich bei mir nicht mehr aus.

Dr. Meister arbeitet in ihrer Praxis Medkos mit der Diplom Kosmetikerin Annemarie Denner zusammen, die dort klassische kosmetische Behandlungen, aber auch Maniküre und Pediküre anbietet. Der dritte von Medkos angebotene Bereich, sind Körperbehandlungen. Auf die Haarentfernung durch Laserstrahlen bin ich anfänglich schon eingegangen, aber „Cool Sculpting“ ist eine völlig andere Liga. Ein an der Universität Harvard entwickeltes Gerät (es ist das einzig zertifiziert zugelassene seiner Art) verbrennt durch Kälte Fettzellen, die danach in einem Zeitraum von zwölf Wochen vom Körper verstoffwechselt werden. Also: Man befindet sich auf einer Liege, ein Aufsatz der durch einen Schlauch mit dem Gerät verbunden ist, wird an der Problemzone angelegt, dieser Körperabschnitt angesaugt und etwa eine Stunde lang sehr stark gekühlt. Dabei werden die bösen Fettzellen gekillt und anschließend ausgeschieden. Man erzielt so beinah das Ergebnis einer Absaugung ohne dabei angebohrt zu werden. „Cool Sculpting“ dient dazu den „Bodyshape“ zu verbessern und ist für normalgewichtige Damen mit einem BMI 19 – 25 geeignet. Bei den Körperbehandlungen zur Fettreduktion kann auch noch die „Fett-weg-Spritze“ zum Einsatz kommen, bei der eine Substanz aus Sojabohnen die Fettzellen zerstört. Der Abbau der kaputten Zellen dauert im Schnitt drei Monate. Wer stark unter den Achseln oder auf den Handflächen schwitzt, dem sei eine „Hyperhidrose“ Behandlung ans Herz zu legen. Botox wird hier in die betreffenden Stellen injiziert, komischerweise versieht es dort ein ganzes Jahr lang seinen Dienst.

Nach meinem Gespräch mit Michi war ich um viele Informationen reicher und mein Einblick in die wunderbare Welt der ästhetischen Medizin hat sich doch  wesentlich vertieft. Ich persönlich nutze die ästhetische Medizin um frischer, entspannter und auch gepflegt auszusehen – sie wird mich aber nicht jünger machen können, jung muss man im Kopf bleiben.

 

Less is more!

Polly Perlon

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