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10 Dez

Flachs – Leinen II

Als Flachs oder Leinen (altgriech. „linon“ und lat. „linum“) bezeichnet man die Faser des „Gemeinen Leins“ und das in der Textilindustrie daraus gefertigte Gewebe. Weitere Bezeichnungen lauten Leinwand, Leintuch oder Linnen.

Der Flachs wird mit speziell dafür entwickelten Ernte-Maschinen samt der Wurzel aus dem Boden gezupft. Sind die Blätter im unteren Bereich abgefallen, wird geerntet und das Stroh am Boden parallel ausgerichtet zum Trocknen abgelegt. Danach werden mittels Riffeln die Samenkapseln erntfert und weiter geht’s zur Röste oder Rotte, die gut getimed sein muss, damit die Fasern nicht beschädigt werden.

Seit geraumer Zeit wird aus umwelttechnischen Gründen hauptsächlich die Tauröste am Feld durchgeführt. Hierbei werden die Pektine von Pilzen und Bakterien abgebaut und es gelangen auch etliche Nährstoffe wieder zurück in die Böden. Dieser Prozess ist allerdings langwierig und wetterabhängig.

Nun wird der Flachs wieder getrocknet und weiter verarbeitet. Dies passiert in der Schwingerei. Er wird in kleine Stücke gebrochen, die Schäben, anschließend werden diese durch Schwingen von den Fasern getrennt. Übrig bleibt das Schwungwerk, die kurzen Fasern. Aus den Flachsfasern werden Zöpfe gedreht, die in der Spinnerei landen.

Die Flachs(Lang)fasern werden zu Fäden versponnen, zuvor jedoch zu Bändern zusammen gefasst, diese dann wieder mit weiteren Bändern vermischt (doublieren). Mittels Nassspinnverfahren in einem Warmwasserbad werden die Pektine aufgelöst, dann werden die Garne auf Spulen gewickelt und getrocknet.

Leinen webt man in Leinwandbindung. Bei Halbleinen verwendet man in den Schussfäden Leinen und die Kettfäden bestehen meist aus Baumwolle.

LEINEN KNITTERT EDEL

Verwendet wird Leinen auf Grund seiner Feinheit für Wäsche und Bekleidung. Es fluselt nicht und ist wenig anfällig für Schmutz und Bakterien, sowie antistatisch. Es wirkt kühlend und trocknend wärmend. Sehr reißfest und fast nicht elastisch, daher aber höchst knitteranfällig.

Leinen ist gegen Waschlaugen, Waschmittel, Kochwäsche, chemische Reinigung und hohe Temperaturen beim Bügeln unempfindlich. Da Leinen gegenüber Reibung empfindlich ist, sollte man es schonend waschen, es wird auch durch trockene Hitze geschädigt, daher immer feucht bügeln.

„The better a work is, the more it attracts criticism – it is like the fleas who rush to jump on white linens.“    (Gustave Flaubert, franz. Schriftsteller, 1821 – 1880)

Polly Perlon

Polly Perlon
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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