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7 Dez

Flachs – Leinen I

Als Flachs oder Leinen (altgriech. „linon“ und lat. „linum“) bezeichnet man die Faser des „Gemeinen Leins“ und das in der Textilindustrie daraus gefertigte Gewebe. Weitere Bezeichnungen lauten Leinwand, Leintuch oder Linnen.

In der Dzudzuana-Höhle in Georgien wurden 2007/8 die ältesten Beweise für die Erzeugung von Kleidung gefunden. Es handelte sich um Flachsfasern, teils gefärbt und ungefärbt, die wahrscheinlich zwischen 31.000 und 36.000 Jahre alt sind. Die ältesten Funde in Mitteleuropa (mährischen Mammutjägerstation Dolni Vestonice) werden auf 28.000 Jahre datiert. Auch die ägyptischen Mumien waren in Leinenbänder gehüllt.

Bis zur Zeit vor der Industriellen Revolution waren Wolle und Leinen und Leder die wichtigsten Rohstoffe zur Herstellung von Bekleidung, danach setzte sich die Baumwolle durch. Die Hauptfertigungsstätten befanden sich in Irland, Holland, Teilen der heutigen Bundesrepublik Deutschland, Schlesien, Böhmen und in der Ostschweiz.

FLACHS

Die weltweite Produktion von Leinen ist heute unbedeutend (2%). Es wird hauptsächlich in China, Frankreich, Belgien sowie Russland, Weißrussland, der Ukraine und Ägypten angebaut. Österreichs Anbaufläche liegt bei nicht mal 130 Hektar.

Der Anbau und die Produktion von Leinen ist sehr arbeitsintensiv und aufwendig. Der Vorteil allerdings ist, dass man der Einsatz von Dünger und Pestiziden vernachlässigbar ist, daher gilt Flachs als umweltfreundliche Pflanze.

LEINEN

Flachs/Leinen zählt zu den Bastfasern und wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen. Die 2,5 bis 6 Zentimeter langen Elementarfasern bestehen aus Zellulose und sind durch Pektine zu 50 cm bis 90 cm langen Faserbündeln verbunden. Hemicellulose und Lignin, sowie Wachs, das aber nur an der Faseroberfläche zu finden ist, sind weitere Bestandteile.

Durch Kotonisierung werden die Bündel durch unterschiedliche Verfahren in Elementarfasern zerlegt. Beim Kottonisieren durch Verwendung von dünnen Laugen die Pektine (Vielfachzucker, der als Klebstoff dient) aufgelöst. Aus Umweltschutzgründen wurde dieses Verfahren eingestellt. Eine Alternative sind Aufschlussverfahren, wie das Dampfaufschluss-, neue mechanische Verfahren und Ultraschallverfahren.

Das Ergebnis davon nennt man Flockenbast (Flockenflachs), es weist  Faserlängen von bis zu 40 Millimetern auf und kann in der Kurzstapelspinnerei (Dreizylinderspinnerei, Baumwollspinnerei) mit anderen Kurzfasern zu Garnen versponnen werden.

Mehr über Flachs und Leinen erfährt ihr in unserem nächsten Post! Stay with us!

„Beautiful fabrics last. Synthetics don’t. Certain fabrics, such as linen or cotton, develop their own character over time.“    (John Rocha, chin. Designer, *1953)

Polly Perlon

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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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