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12 Jul

Elsa, die bessere Coco?

Zugegeben – der Titel könnte ein wenig irreführend wirken. Wird Elsa Schiaparelli, eine italienische Modedesignerin,  tatsächlich mit Coco Chanel verglichen – der revolutionären Modeschöpferin und Gründerin einer der berühmtesten Marken der Welt?

JA! Und nicht nur das: Schiaparelli war Chanels größte Konkurrentin, und konnte sie in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts gar mit ihren außergewöhnlichen Ideen hinter sich zurücklassen.

Elsa Schiaparelli wuchs in einer Gelehrten-Familie in Italien auf. Nachdem sie geheiratet hatte zog sie nach London, gefolgt von New York – wo die Ehe bereits in die Brüche ging. Daraufhin kehrte sie mit ihrer Tochter, die mit dem Spitznamen „Gogo“ gerufen wurde, zurück nach Europa und lebte von da an in Paris.

Durch ihre Kontakte in der Stadt und daraus resultierende neue Bekanntschaften wurde sie inspiriert, Mode zu kreieren. Und so begann Schiaparelli ihre Karriere – ohne jegliche Erfahrung im Design und Schneidern von Kleidern.

Am Anfang stand ein Pullover

Die Aufmerksamkeit der Pariser Szene bekam sie mit einem selbst entworfenen Pullover-Design, das durch einen doppelseitigen Strick die Illusion eines umgeworfenen Schals bot. Nach diesem folgte die Kollektion „pour le Sport“ – mit Badeanzügen, Ski-Gewand und ersten Kleidern. Kurz darauf begann sie auch ihre berühmten Abendkollektionen zu entwerfen. Katherine Hepburn, Greta Garbo, Marlene Dietrich – alle wollten ihre Designs.

Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges zog es Schiaparelli nach Amerika, wo sie mit Unterbrechungen bis 1945 blieb. Als sie zurück nach Paris kehrte, musste sie feststellen dass sich die Mode verändert hatte – für die bunten und gewagten Designs der Designerin war kein Platz mehr. Die Marke Schiaparelli hielt sich dennoch bis 1954, bevor sie endgültig aufgeben musste – im selben Jahr, in dem ihre einst größte Rivalin Coco Chanel zurück in die Modewelt trat.

Schiaparellis Designs und Wirken

Schiaparelli war in jeder Hinsicht innovativ und kreativ. Sie war eine der ersten, die das Wickelkleid kreiiert hat – durch die einfache Tragweise und den schmeichelnden Schnitt war es bei ihrer Kundschaft sehr beliebt. Das Design gelangte jedoch erst in den 70ern mit Diane von Fürstenberg zu Weltruhm.

Zudem schockte sie oft mit ihren Designs – so ließ sie die Tennis-Spielerin Lili de Alvarez im Jahr 1931 mit einem ihrer Designs, einem geteilten Rock, der der Vorreiter der Shorts sein sollte, bei Wimbledon spielen.

Sie soll außerdem die erste gewesen sein, die ein Kleid mit passender Jacke kreierte – oder einen BH, der es erlaubte, rückenfrei zu tragen. Während der Prohibition designte sie ein Kleid mit einer versteckten Tasche für alkoholische Getränke. Sie führte zuerst sichtbare Reißverschlüsse in ihre Kollektionen ein und verwendete Knöpfe in unüblichen Formen. Sie kreierte Taschen, die wie Hände aussahen, und Hüte, die man mit Schuhen verwechseln konnte.  Und auch bei Materialien kannte sie keine Grenzen – sie suchte immer Wege um innovative Designs, wie etwa Rinde oder Crepe-Papier, in ihre tragbaren Kunstwerke einzubauen.

Der surrealistische Zug ihrer Kollektionen ist nicht abzustreiten – oft hat sie mit großen Persönlichkeiten der Kunstszene, allen voran Salvador Dali, zusammen gearbeitet.

Durch das Ende ihres Labels konnten sich Schiaparellis Designs nicht ebenso durch die Zeit tragen wie die der Coco Chanel – obwohl diese bereits in den 30er-Jahren klar an zweiter Stelle hinter der italienischen Exzentrikerin angeführt wurde.

2014  sperrte das Modehaus Schiaparelli unter neuer Führung erneut auf – und arbeitet mit einer hyper-exklusiven Strategie. Die Designs im Stil der Gründerin sind nur in einer Boutique – natürlich in Paris – und nur nach Anmeldung zu erwerben. Hier übrigens ein guter Tipp: Der Instagram-Account des Labels bietet faszinierende Einblicke in die Arbeit des Hauses.

Sollte ich jemals im Lotto gewinnen wisst ihr ja jetzt, wo ihr mich finden könnt –   in der „Maison Schiaparelli“ am Place Vendôme in Paris – dort, wo Elsa selbst einst ihr Geschäft geführt hat..

 

Was meint ihr – Elsa oder Coco?

 

See you soon,

Nelly Nylon

Nelly Nylon
Nelly Nylon

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: nelly.nylon@blog-mag.net

1 Comment
  • Heidi

    Super!

    12. Juli 2016 at 11:25 Antworten

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