Featured Posts

The winner is: Urban Decay!
Liebe LeserInnen, gleich zu Beginn: Ihr könnt gewinnen, und zwar Lippenstifte von Urban Decay – und wie es funktioniert findet ihr am Ende des Posts raus!
View Post
Fashion Trends A/W 16/17
View Post
Vienna Fashion Week – Favorites
Die Vienna Fashion Week hat wieder begonnen, und wir stellen euch hier ein paar unserer Favoriten vor. Seid ihr diese Woche auch bei einer der Shows beim Museumsquartier dabei?
View Post
To top
9 Mrz

Diana Vreeland The Fashion Empress 2

Dies ist der zweite Teil unserer Story über die legendäre, exzentrische Fashion-Icon Diana Vreeland, ein häßliches Entlein, dass die Modewelt über 50 Jahre lang beeinflusst und revolutioniert hat.

Vreeland zwang ihre Redakteure bei der Vogue, neben den Shows und dem Catwalk auch die Welt außerhalb dieser elitären Szene ins Heft zu bringen – man könnte fast sagen sie entdeckte den Street-Style – Jahrzehnte bevor dieser eigentlich entstand. Die 1960er waren ihre Epoche. Diana schreckte nicht davor zurück, den damals noch recht unbekannten Mick Jagger für das Heft fotografieren zu lassen.  

Swinging London mit all den dazugehörenden Celebrities, wie Twiggy und Jean Shrimpton, sowie den Amerikanerinnen Anjelica Huston und Marisa Berenson oder dem deutschen Model Veruschka (Vera Anna Gottliebe Gräfin von Lehndorff) wurden neben Größen aus Kunst und Film, wie Maria Callas, Barbara Streisand, Luchino Visconti oder Truman Capote ins Heft geknallt. Es war ihre Idee berühmte Menschen in Models zu verwandeln.

Diana engagierte natürlich die teuersten Fotografen der damaligen Zeit für die Modestrecken, schickte sie x-mal um die Welt – war dann trotzdem nicht zufrieden – warf sämtliche Ideen über Bord, um gleich alles ganz wo anders nochmals – um exorbitantes Geld – produzieren zu lassen. Das Wort „Budget“ war ihr fremd und sie weigerte sich, mit Marketing- oder Finanzleuten von Condè Nast zu sprechen. Es waren die goldenen Jahre der Vogue.

Vreeland entdeckte Lauren Bacall, war verantwortlich für Jackie Kennedys „Look“ während ihrer Zeit im Weißen Haus – sie atmete Eleganz. Hatte aber auch durchaus einen Hang zum Normalen und Bodenständigen. Sie war eine der ersten hartnäckigen Verfechterinnen für Jeans und Bikinis. Die Kombination zwischen Couture und Street-Style, der Sinn für das Außergewöhnliche und Extreme machte Diana Vreeland zur „Hohen Priesterin“ der Modeszene.

Gegen Ende der 60er Jahre war sie selbst zur „Fashion Icon“ geworden und avancierte zur Königin der New Yorker Szene. Rock Music, die Warhol Factory, das Studio 54, der Speed dieser Zeit waren ihr Lebenselexier. Ihr Mann schaffte den rasanten Lebenstil von Diana nicht ganz und verstarb Mitte der 60er Jahre. Die beiden waren ein urbanes, stylishes Paar, sein Part war jedoch immer mehr der der Hausfrau gewesen, beschäftigte er sich doch mit der Planung von Menüs und Dinner Parties.

Quelle: paddle8.com

Der nächste Karriere-Knick erfolgte 1972 – Vogue warf sie raus – niemand war in der Lage Vreeland und ihen Lieblingsfotografen Richard Avedon zu kontrolliern. Die beiden produzierten Modestrecken, als würde Geld nicht existieren. Bei monetären Angelegenheiten verließ sie jegliche Disziplin. Es dauerte vier Monate, bis man ihr den Job als Special Consultant des „Costume Institute at the Metropolitan Museum“ anbot. In dieser Zeit war Diana vollkommen unbrauchbar – ihre Lebensgeister erwachten ausschließlich bei der Arbeit.  

Quelle: fashionreverie.com

Diana Vreeland war auch nicht in der Lage konkrete Anweisungen zu geben. Ihre Mitarbeiter mussten erahnen was sie eigentlich meinte und ein hohes Ausmaß an Interpretation ihrer Gedanken wurde abverlangt. Eine Anekdote beschreibt dies sehr illuster. Für eine Ausstellung über die Mode des 18. Jahrhunderts (Barock + Rokkoko) sollten Perücken angefertigt werden. Der Verantwortliche dafür bekam von ihr jedoch nur ihre Vision der Frisuren der Epoche mit dem Hinweis „… es muss mehr wie Beton aussehen…“ zu hören. Nach endlosen Versuchen war Diana endlich zufrieden und konstatierte dies mit dem Satz „… jetzt passt es – jetzt ist sie reif für die Guillotine…“.

Quelle: writeincolor.com

Weltgeschehnisse interssierten sie ausschließlich nur dann, sofern sie Einfluss auf Mode und Stil hatten. Sie besaß überhaupt keinen Sinn für richtig oder falsch, für Diana Vreeland waren Ereignisse, Taten, Handlungen entweder interessant oder uninteressant. Als sie die Nachricht über JFK`s Tod bekam, meinte sie nur: „Well, we can’t use Lady Bird in the magazine.” Grundsätzlich hielt sie amerikanische Mode für unakzeptabel – einzig und allein europäische Mode fand Gnade vor ihrem kritischen Auge!

Quelle: legacy.dianavreeland.com

Für das Met Museum organisierte Diana Vreeland innerhalb von 14 Jahren ebenso viele und über aus erfolgreiche Ausstellungen, die meist in ihrer Dauer verlängert werden mussten. Uncharakteristischer Weise hielt sie für jede dieser Exhibitions den Zeitplan und vor allem das Budget ein.

Quelle: thisisglamorous.com

Vier Jahre vor ihrem Tod, zog sich Diana aus der Öffentlichkeit zurück, verließ wie Marlene Dietrich ihr Schlafgemach nicht mehr und kommunizierte nur mit auserwählten Personen. Auf Grund ihres schlechten Augenlichts, ließ sie sich aus Büchern vorlesen, entwickelte ein seltsames Interesse für Ivana Trump und umgab sich das erstemal 82-jährig bewusst mit ihrer Familie. Diana Vreeland starb am 22. August 1989 in N.Y.

“Don’t you know? Exaggeration is my only reality.”   (Diana Vreeland)  

Elvira Trevira

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

No Comments

Leave a reply

Instagram