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8 Okt

Dead Sea Floating

Teil 2 unserer Israel Reise, die ja etwas turbulent begann. Angekommen am zweiten Ort am Toten Meer - in Ein Bokek - erwartete uns noch mehr Action.

Wir checkten im David Dead Sea Resort & Spa ein, schnappten unsere Badesachen und erfüllten uns beide einen großen Traum – im Toten Meer zu schweben.

Quelle: www.grandhotels-israel.com

Die Atmosphäre vor Ort war einzigartig. Die Sonne ging gerade unter und wie ein grauer Schleier hing eine weite Dunstglocke über dem Meer, im Hintergrund ließ sich das Ufer Jordaniens auf der anderen Seite erblicken und obwohl einige andere Menschen ebenfalls gerade im Toten Meer badeten, war die Stimmung ruhig und entspannt. Die Füße werden förmlich an die Wasseroberfläche gezogen und man schwebt plötzlich schwerelos im sehr warmen Wasser. Ein unglaubliches Gefühl.

Ein Untergehen ist ausgeschlossen, da der Körper durch den hohen Salzgehalt von fast 30% wie ein Korken nach oben treibt. Es entsteht der Effekt, als wäre das Wasser ölhaltig, denn die Haut fühlt sich ölig und dadurch streichelzart an. Am liebsten möchte man das Wasser gar nicht mehr verlassen, weil es eine so besondere Erfahrung ist. Es wird allerdings geraten nicht länger als 30 Minuten am Stück im Toten Meer zu verbleiben und ausreichend Wasser zu trinken.

Quelle: www.grandhotels-israel.com

Die Ruhe währte nicht lange.. Während wir diese besondere Erfahrung genossen, kamen uns zwei Männer Ende 20 immer näher  und schwammen im Wasser um uns herum. Nach wenige Minuten sprachen sie uns schließlich in gebrochenem Englisch an. Der Extrovertiertere von beiden versuchte uns mit den Fingern die Nummer seines Hotelzimmers zu zeigen und gab uns zu verstehen, dass wir doch später an deren Zimmertüre klopfen sollen. A. und ich verabschiedeten uns jedoch und gingen in unser Zimmer mit keinerlei Absichten die Burschen später wirklich zu besuchen.

Nach einer Dusche wollten wir uns in dem Ort für einen kleinen Snack umschauen und liefen den zwei Burschen von vorhin natürlich genau in die Arme. Sie verfolgen uns bis zu einem Kiosk. Prinzipiell bin ich begeistert von der offenen, liebevollen Art der Israelis, wir haben wirklich tolle Menschen auf unserer Reise kennengelernt, Basis war bisher aber immer die gemeinsame Sprache Englisch. Diese beiden Herren allerdings sprachen leider kaum ein Wort Englisch und es war unmöglich ein Gespräch mit ihnen zu führen. Sie machten ihre (sexuellen) Absichten sehr schnell klar, da unsererseits aber kein Interesse bestand, wollten wir einfach zurück in unser Hotelzimmer. Selbst als wir ihnen versuchten dies zu verdeutlichen, rückten sie nicht von unserer Seite und folgten uns bis ins Hotel. Da wir auf keinen Fall wollten, dass die beiden wissen in welchem Zimmer wir genau schlafen, stellten wir uns zur Rezeption und gaben vor etwas fragen zu wollen. Die Burschen stellten sich ein paar Meter weiter zu den Aufzügen und beobachteten uns. Wir wollten eigentlich vermeiden das Hotelpersonal zu involvieren, als die beiden aber nach 20 Minuten immer noch da standen und uns beobachteten, fragte ich den Hotelrezeptionisten, ob es eine Treppe gäbe über die wir in unser Zimmer gelangen könnten. Der Hotelangestellte begleitete uns schließlich in unser Zimmer und fragte nach ein paar Minuten telefonisch nochmals nach, ob alles in Ordnung sei. Gerade als A. und ich es uns bequem gemacht hatten, klopfte jemand lautstark an unsere Türe. Durch den Türspion konnten wir unsere Verfolger von vorhin erkennen, sie klopften wieder und wieder an unsere Türe und unterhielten sich auf hebräisch. Da uns die Situation nicht mehr ganz geheuer war, verhielten wir uns natürlich ganz leise und öffneten nicht die Türe. Draußen wurde es wieder leise, die beiden waren offensichtlich weg.

Wenig später klopfte es wieder, der Hotelrezeptionist und ein Security-Mann standen nun vor unserer Türe und meinten, dass sie die beiden Burschen in unserem Stock beobachteten wie sie an alle Türen klopften, um herauszufinden, in welchem Zimmer wir wohnen. Da sie nicht wollten, dass wir mit einem so unwohlen Gefühl in ihrem Hotel übernachteten, gaben sie uns die Hotelsuite im obersten Stockwerk mit großem Wohn-, Schlaf- und Badezimmer, sowie grandiosem Ausblick über das Tote Meer.

Wie bereits in den Tagen zuvor löste sich eine vermeintlich sehr unangenehme Situation doch noch in Wohlgefallen auf. A. und ich freuten uns sehr über dieses großzügige Angebot und verbrachten eine wunderbare Nacht in der geräumigen Hotelsuite.

Am nächsten Morgen, als wir am Frühstückstisch saßen, entdeckten wir die beiden Burschen durch die Panoramascheibe des Hotels. Sie arbeiteten an der Veranda und waren offensichtlich externe Mitarbeiter des Hotels, was uns beruhigte, weil wir so das Frühstück, und das Schwimmen im Toten Meer sowie im Hotelpool noch in Ruhe genießen konnten, bevor wir uns abends mit dem Egged Bus auf die Reise nach Tel Aviv begaben.

Eure Nelly Nylon

Nelly Nylon
Nelly Nylon

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: nelly.nylon@blog-mag.net

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